Visitenkarten im Zeitalter der Datenflut

Visitenkarten im Zeitalter der Datenflut - eine Zeitreise

Früher war es kaum nötig, mehr als den Namen aufdrucken zu lassen. Als Nebeneffekt ergab sich, dass die relativ große Weißfläche aus dem Karton etwas edles machte.

Die Bezeichnung täuscht. Wurde vor Jahrhunderten noch die Karte tatsächlich bei einem Besuch gezückt, um sie einem Diener des Hauses aufs silberne Tablett zu legen, sind Visitenkarten heute primär ein Tauschobjekt, das die Kontaktdaten von potentiellen Geschäftspartnern enthält. Vielleicht sollte man besser von einer Kontaktkarte sprechen.

Früher war es kaum nötig, mehr als den Namen aufdrucken zu lassen. Als Nebeneffekt ergab sich, dass die relativ große Weißfläche aus dem Karton etwas edles machte. Heute hingegen ist der gebotene Platz des Scheckkartenformats, 85 mm x 55 mm, für alle durchaus möglichen Kontaktangaben knapp geworden: Firmennahme, Logo, persönlicher Name, Stellung im Unternehmen, Adresse, Festnetz Telefon, Fax, eMail, Internet Adresse, Social Media Profile, Skype, Handynummer … Es hört einfach nicht auf.

Gewitzte Menschen, besonders einige kreative Freiberufler, bieten nicht mehr als den Namen, eine eMail und eine Internet Adresse. Auf der Visitenkarte zeigt sich rasch, ob die Person oder das Unternehmen der modernen Datenflut gegenübertritt oder sich lediglich durch die Wogen treiben läßt.

Die Anordnung der offenbarten Daten kann gelistet, dekorhaft oder gestaltet sein. Man erkennt die Unterschiede leicht an den genutzten Kriterien. Im pragmatischen Geschäftleben wird selten etwas Erregendes geboten. Sachlich gehaltene Karten gehen in der Flut schnell unter, wenn nicht andere, eindrücklichere Faktoren in Erinnerung geblieben sind. Bei Dekors ist hingegen der Informationsgehalt fraglich: Grafische Muster gehören dazu, welcher Couleur auch immer. Ich assoziiere mit solchen Spielereien ein kleinbürgerliches Schönmachen! Davon setzt sich der Einsatz einer grafischen Störung ab. Sie revoltiert gegen den Pragmatismus und das Dekor gleichmaßen, ist unter Umständen aber auch rasch verbraucht.

Kontaktobjekte müssen nicht aus Karton bestehen. Auch andere Materialien sind ansprechend bedruck- oder gravierbar. Durch den Einsatz von Siebdrucktechniken oder einer Gravur lassen sich auch ungewöhnliche Materialien verwenden. In diesen Sonderfällen wäre es allerdings ratsam, bei der Auswahl einen Bezug zur Tätigkeit herzustellen, damit das überreichte Objekt nicht als Dekor verstaubt oder sogar im Müll landet. Die Möglichkeit einer leichten Aufbewahrung ist durchaus ein Faktor, der beachtenswert ist.

Flyerpilot bietet als Onlinedruckerei eine Vielzahl von Möglichkeiten: 300 beziehungsweise 350 g Bilderdruckpapier. Auch eine Klappkarte ist möglich. Für eine fachgerechte Gestaltung muss allerdings im Vorfeld gesorgt werden. Oder ihr nutzt einfach unseren Onlinegestalter und gestaltet selbst los!

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