{"id":3825,"date":"2026-10-03T14:23:59","date_gmt":"2026-10-03T12:23:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.flyerpilot.de\/?p=3825"},"modified":"2026-10-13T07:14:47","modified_gmt":"2026-10-13T05:14:47","slug":"kundenkarten-und-messedisplays","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/tipps-online-drucken\/werbetechnik\/kundenkarten-und-messedisplays","title":{"rendered":"Kundenkarten und Chipkarten: Typen, Technik und Tipps f\u00fcr die Bestellung"},"content":{"rendered":"<p>Eine Kundenkarte aus Kunststoff steckt oft jahrelang im Geldbeutel, direkt neben der Bankkarte. Kaum ein anderes Werbemittel kommt Ihren Kunden so nahe. Je nach Ausstattung ist sie ein einfacher Ausweis, ein Bonuskonto oder ein Schl\u00fcssel f\u00fcr T\u00fcr und Kasse. Dieser Beitrag erkl\u00e4rt die Unterschiede zwischen Kundenkarte und Chipkarte, zeigt, welche Technik zu welchem Zweck passt, und nennt die Punkte, die Sie vor der Bestellung kl\u00e4ren sollten.<\/p>\n<h2>Kundenkarte und Chipkarte: Was ist der Unterschied?<\/h2>\n<p>Kundenkarte beschreibt den Zweck: eine Karte, die einen Kunden oder ein Mitglied ausweist. Chipkarte beschreibt die Technik: eine Karte mit eingebautem Speicher. Eine Kundenkarte kann eine Chipkarte sein, muss es aber nicht. Die meisten Kundenkarten kommen ohne Chip aus und arbeiten mit einem aufgedruckten Code.<\/p>\n<p>Gemeinsam ist fast allen das Format. Es folgt der Norm ISO\/IEC 7810 und misst 85,6 x 53,98 mm bei 0,76 mm Dicke. Das ist das Ma\u00df von Bankkarte und Personalausweis. Kartenf\u00e4cher, Leseger\u00e4te und Kartendrucker sind darauf ausgelegt.<\/p>\n<h2>F\u00fcnf Kartentypen im Vergleich<\/h2>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Typ<\/th>\n<th>So werden Daten gelesen<\/th>\n<th>Typischer Einsatz<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Bedruckte Karte ohne Technik<\/td>\n<td>mit dem Auge: Name und Nummer sind aufgedruckt<\/td>\n<td>Mitgliedsausweis, Stammkundenkarte, Gutschein<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Karte mit Barcode oder QR-Code<\/td>\n<td>mit dem Scanner an der Kasse oder dem Smartphone<\/td>\n<td>Bonusprogramm, Bibliothek, Fitnessstudio<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Karte mit Magnetstreifen<\/td>\n<td>durch Durchziehen im Leseger\u00e4t<\/td>\n<td>\u00e4ltere Kassen- und Schlie\u00dfsysteme, Hotelkarten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Karte mit Kontaktchip<\/td>\n<td>durch Einstecken, der Chip hat sichtbare Kontakte<\/td>\n<td>Bezahlkarten, Ausweise mit gesch\u00fctzten Daten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Kontaktlose Chipkarte, RFID oder NFC<\/td>\n<td>durch Vorhalten, der Chip ist unsichtbar eingebettet<\/td>\n<td>Zutritt, Zeiterfassung, Bezahlen in der Kantine<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>F\u00fcr die klassische Kundenbindung reicht in den meisten F\u00e4llen ein Barcode oder QR-Code. Er wird einfach mitgedruckt, Scannerkassen k\u00f6nnen ihn lesen, und die Daten liegen in Ihrem System statt auf der Karte.<\/p>\n<h2>Welche Karte f\u00fcr welchen Zweck?<\/h2>\n<ol>\n<li>Sie m\u00f6chten Stammkunden einen Rabatt geben: bedruckte Karte mit Name und Kundennummer.<\/li>\n<li>Sie m\u00f6chten Punkte oder Ums\u00e4tze erfassen: Karte mit Barcode oder QR-Code, passend zu Ihrer Kasse.<\/li>\n<li>Sie verkaufen Gutscheine: Karte mit Code, auf Wunsch mit Rubbelfeld \u00fcber einer Geheimnummer.<\/li>\n<li>Sie regeln den Zutritt zu R\u00e4umen: kontaktlose Chipkarte, abgestimmt auf Ihr Schlie\u00dfsystem.<\/li>\n<li>Sie brauchen Ausweise f\u00fcr Mitarbeiter: Karte mit Foto und Name, bei Bedarf mit Chip f\u00fcr T\u00fcr und Zeiterfassung.<\/li>\n<li>Sie geben Karten f\u00fcr eine Veranstaltung aus: bedruckte Karte mit Lochung f\u00fcr das Umh\u00e4ngeband.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Personalisierung: Jede Karte ist ein Einzelst\u00fcck<\/h2>\n<p>Das Motiv ist auf allen Karten gleich. Was sie unterscheidet, wird nachtr\u00e4glich eingedruckt. Das nennt man Personalisierung.<\/p>\n<ol>\n<li>Fortlaufende Nummer<\/li>\n<li>Name des Inhabers<\/li>\n<li>Barcode oder QR-Code, der die Nummer enth\u00e4lt<\/li>\n<li>Foto bei Ausweisen<\/li>\n<li>G\u00fcltigkeitsdatum<\/li>\n<\/ol>\n<p>Daf\u00fcr liefern Sie eine Liste, in der Regel als Excel- oder CSV-Datei mit einer Zeile je Karte. Legen Sie den Nummernkreis vorher fest. Wenn Sie sp\u00e4ter nachbestellen, l\u00e4uft er einfach weiter. Zur Ausstattung geh\u00f6ren au\u00dferdem ein Unterschriftsfeld, eine Hochpr\u00e4gung der Nummer wie bei Bankkarten oder eine Lochung.<\/p>\n<h2>Sieben Regeln f\u00fcr die Gestaltung<\/h2>\n<ol>\n<li>Legen Sie die Datei im Kartenformat mit Beschnitt an. Die genauen Ma\u00dfe stehen in der Druckdateninfo.<\/li>\n<li>Halten Sie mit Text und Logo etwa 3 mm Abstand zum Rand. Die Ecken der Karte sind abgerundet.<\/li>\n<li>Trennen Sie die Seiten nach Aufgaben: vorne Marke und Name, hinten Code, Unterschrift und Kleingedrucktes.<\/li>\n<li>Drucken Sie Barcodes schwarz auf wei\u00dfem Grund und lassen Sie rundherum eine freie Zone. Auf farbigem oder gemustertem Hintergrund versagen Scanner.<\/li>\n<li>Halten Sie die Fl\u00e4chen f\u00fcr Chip und Magnetstreifen frei. Ihre Position ist genormt und in der Vorlage eingezeichnet.<\/li>\n<li>Planen Sie das Feld f\u00fcr die Personalisierung ein. Dort bleibt der Hintergrund hell und ruhig.<\/li>\n<li>Verwenden Sie Ihr Logo als Vektordatei. Wie sie entsteht, zeigt die Anleitung <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/tutorials-anleitungen\/illustrator\/vektorgrafik-erstellen\">Vektorgrafik erstellen<\/a>.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Format liegt nah an dem einer Visitenkarte. Die Arbeitsschritte f\u00fcr die Datei gleichen deshalb denen in der Anleitung <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/tutorials-anleitungen\/photoshop\/tutorial-visitenkarten-drucken\">Visitenkarte mit Photoshop erstellen<\/a>. Beispiele f\u00fcr Karten aus Kunststoff finden Sie im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/tipps-online-drucken\/visitenkarten\/40-ausgefallene-visitenkarten\">40 ausgefallene Visitenkarten<\/a>.<\/p>\n<h2>Sechs Fragen vor der Bestellung<\/h2>\n<ol>\n<li>Welche Technik liest Ihre Kasse oder Ihr Schlie\u00dfsystem? Fragen Sie den Anbieter des Systems nach dem genauen Typ von Code oder Chip, bevor Sie Karten bestellen. Chip ist nicht gleich Chip.<\/li>\n<li>Wie viele Karten brauchen Sie im ersten Jahr, und wie viele kommen j\u00e4hrlich dazu?<\/li>\n<li>Welche Daten stehen auf der Karte, und in welcher Form liefern Sie sie?<\/li>\n<li>Soll die Karte ein Ablaufdatum haben?<\/li>\n<li>Wie kommt die Karte zum Kunden: an der Kasse, per Post auf einem Tr\u00e4gerbrief, bei der Anmeldung?<\/li>\n<li>Was passiert bei Verlust? Eine Karte mit Nummer l\u00e4sst sich im System sperren und ersetzen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Datenschutz: weniger ist mehr<\/h2>\n<p>Sobald Sie Namen, Adressen oder Eink\u00e4ufe speichern, verarbeiten Sie personenbezogene Daten. Daf\u00fcr gilt die Datenschutz-Grundverordnung. Drei Grunds\u00e4tze helfen in der Praxis:<\/p>\n<ol>\n<li>Erheben Sie nur, was Sie f\u00fcr das Programm brauchen.<\/li>\n<li>Sagen Sie Ihren Kunden bei der Anmeldung klar, was Sie speichern und wozu.<\/li>\n<li>Drucken Sie auf die Karte selbst so wenig wie m\u00f6glich. Eine Nummer gen\u00fcgt, der Rest steht in Ihrem System.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das ist ein allgemeiner Hinweis und keine Rechtsberatung. Lassen Sie die Teilnahmebedingungen f\u00fcr ein Bonusprogramm pr\u00fcfen.<\/p>\n<h2>Karte oder App?<\/h2>\n<p>Viele Bonusprogramme laufen heute \u00fcber eine App oder eine digitale Karte im Smartphone. Die Karte aus Kunststoff hat trotzdem ihren Platz. Sie funktioniert ohne Akku und ohne Anmeldung, sie l\u00e4sst sich an der Kasse sofort ausgeben, und sie erreicht auch Kunden, die keine weitere App installieren m\u00f6chten. Beides l\u00e4sst sich verbinden: Der QR-Code auf der Karte enth\u00e4lt dieselbe Nummer wie die digitale Fassung. Mehr zum Zusammenspiel von Gedrucktem und Smartphone lesen Sie im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/tipps-online-drucken\/visitenkarten\/visitenkarten-heute\">Visitenkarten im Zeitalter der Datenflut<\/a>.<\/p>\n<h2>Karten bei Flyerpilot<\/h2>\n<p>Formate, Ausstattung und Auflagen sehen Sie im Konfigurator f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/plastikkarten-drucken\">Plastikkarten<\/a>. Planen Sie eine Ausstattung, die Sie dort nicht finden, zum Beispiel einen bestimmten Chip, stellen Sie uns eine <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/preisanfrage\">Preisanfrage<\/a>. Nennen Sie darin Auflage, gew\u00fcnschte Technik, Art der Personalisierung und das System, mit dem die Karte gelesen wird.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen zu Kundenkarten und Chipkarten<\/h2>\n<h3>Wie gro\u00df ist eine Kundenkarte?<\/h3>\n<p>85,6 x 53,98 mm bei 0,76 mm Dicke. Das Format ist in der Norm ISO\/IEC 7810 festgelegt und entspricht dem einer Bankkarte.<\/p>\n<h3>Braucht eine Kundenkarte einen Chip?<\/h3>\n<p>Meist nicht. F\u00fcr Bonusprogramme gen\u00fcgt ein Barcode oder QR-Code. Ein Chip lohnt sich, wenn die Karte T\u00fcren \u00f6ffnen oder Daten gesch\u00fctzt speichern soll.<\/p>\n<h3>Was ist der Unterschied zwischen RFID und NFC?<\/h3>\n<p>RFID ist der Oberbegriff f\u00fcr das Auslesen per Funk. NFC ist eine Form davon, die \u00fcber wenige Zentimeter arbeitet und die auch Smartphones beherrschen.<\/p>\n<h3>Kann ich Karten mit Namen und Nummern bestellen?<\/h3>\n<p>Ja, das ist die Personalisierung. Sie liefern eine Liste mit den Daten, jede Karte bekommt ihren eigenen Eindruck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Kundenkarte aus Kunststoff steckt oft jahrelang im Geldbeutel, direkt neben der Bankkarte. Kaum ein anderes Werbemittel kommt Ihren Kunden so nahe. 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