{"id":7086,"date":"2018-11-05T11:50:50","date_gmt":"2018-11-05T10:50:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/?p=7086"},"modified":"2023-11-23T14:30:46","modified_gmt":"2023-11-23T13:30:46","slug":"visitenkarten-im-wandel-der-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/tipps-online-drucken\/visitenkarten\/visitenkarten-im-wandel-der-zeit","title":{"rendered":"Visitenkarten drucken im Wandel der Zeit"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/visitenkarten-drucken\">Visitenkarten drucken<\/a><\/h2>\n<p><strong>im Wandel der Zeit<\/strong><\/p>\n<p>Eine Information rund um das Thema Visitenkarten vor einigen hundert Jahren<br \/>\nbis zu Visitenkarten von modernen <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/\">Onlinedruckereien<\/a><\/p>\n<p>Doch auch in der Realit\u00e4t spielen Visitenkarten (engl.: business cards) eine<br \/>\nbedeutende Rolle \u2013 sowohl in fru\u0308heren Zeiten, als auch heute.<br \/>\nF<strong>u\u0308r die Menschen des 21. Jahrhunderts geh\u00f6rt das Austauschen von<\/strong><br \/>\n<strong>Visitenkarten zum allt\u00e4glichen Leben.<\/strong> Die Internet-Suchmaschine \u201eGoogle\u201c<br \/>\nzeigt u\u0308ber 9 Millionen Ergebnisseiten an, wenn nach dem Begriff \u201eVisitenkarte\u201c<br \/>\ngesucht wird. Ferner hat dieses Wort auch als Metapher Einzug in unseren<br \/>\nSprachgebrauch erhalten: der erste Eindruck einer Institution oder \u00e4hnlichem<br \/>\nwird oft genauso bezeichnet. Zum Beispiel wurde in der \u201eTiroler Tageszeitung\u201c<br \/>\nim Jahr 2005 eine Volksschule als \u201eVisitenkarte fu\u0308r die Stadt Innsbruck\u201c<br \/>\ndeklariert.1<br \/>\nMan wird in der heutigen Gesellschaft h\u00e4ufig mit der Visitenkarte als Textsorte<br \/>\nkonfrontiert, wobei sie prim\u00e4r im beruflichen Bereich verwendet wird. Hier hat<br \/>\ndas Medium den Nutzen, m\u00f6glichst schnell alle wichtigen Informationen eines<br \/>\n<em>Gesch\u00e4ftspartners<\/em> zu liefern, so dass eine Kontaktaufnahme m\u00f6glich ist. Diese<br \/>\nFunktion hatte die viereckige Karte jedoch nicht immer. Vielmehr unterlag sie<br \/>\neiner langen Entwicklung, bei der sich nicht nur die Verwendungsart gewandelt<br \/>\nhat, sondern auch das Format, die Gestaltung,<\/p>\n<p>Schon die Abstammung des Wortes (lat.: visitare;. frz.: visiter = besuchen)<br \/>\nweist auf die urspru\u0308ngliche Funktion des K\u00e4rtchens hin, die ehemals als<br \/>\n\u201eBesuchskarte\u201c Verwendung fand.<br \/>\nFru\u0308her wurde die <strong>Visitenkarte<\/strong> n\u00e4mlich bei einem Besuch in hohem Hause dem<br \/>\nBediensteten u\u0308bergeben, welcher diese anschlie\u00dfend auf einem Silbertablett<br \/>\ndem Hausherrn oder der Dame des Hauses weiterreichte, um den Besucher<br \/>\nanzuku\u0308ndigen. Danach wurde entschieden, ob der Gast empfangen wird oder<br \/>\nnicht. H\u00e4ufig signalisierte der Gast den Anlass seines Besuches durch eine<br \/>\nbestimmte Knickung in der Visitenkarte. Bei festlichen Veranstaltungen am Hofe<br \/>\ndienten die K\u00e4rtchen dem Zeremoniemeister auch zur \u00f6ffentlichen Anku\u0308ndigung<br \/>\nder G\u00e4ste. Die Besuchskarten durchschritten also einen Wandel vom<br \/>\nBestandteil der Etikette zum Mittel gesch\u00e4ftlicher Eigenwerbung.<br \/>\nIn diesem Manuskript erfolgt eine genauere Betrachtung der geschichtlichen<br \/>\nEntwicklung der Visitenkarte. Anschlie\u00dfend wird n\u00e4her auf die inhaltlichen<br \/>\nAspekte der Visitenkarte von heute eingegangen und deren Gestaltung<br \/>\nuntersucht. Zum Schluss wird ihre <strong>Verwendung im Berufsleben<\/strong> diskutiert, es<br \/>\nwerden Soft- und Hardware in Bezug auf Visitenkarten und die VCard<br \/>\nvorgestellt.<\/p>\n<h2>2. Geschichte der Visitenkarte<\/h2>\n<p>Heute verstehen wir unter einer Visitenkarte ein kleines (vier-) eckiges<br \/>\nK\u00e4rtchen, auf welcher die wichtigsten Daten einer Person oder einer Institution<br \/>\nverzeichnet sind.<br \/>\nIm folgenden Abschnitt werden die Vorformen der heutigen Textsorte behandelt<br \/>\nund die geschichtliche Entwicklung der Karte n\u00e4her beleuchtet.<br \/>\nEin Problem dabei ist, dass die Ansichten zu den Anf\u00e4ngen der Visitenkarte<br \/>\nweit auseinandergehen. <strong>Einige Forscher gehen davon aus, dass die Karte ihre Wurzeln im alten \u00c4gypten hat.<br \/>\n<\/strong>Andere behaupten wiederum, dass es bei den R\u00f6mern erstmals \u00e4hnliche Formen dieser Textsorte gegeben h\u00e4tte. Beweisen assen sich diese Vermutungen jedoch genauso wenig, wie das Auftreten dieser assen sich diese Vermutungen jedoch genauso wenig, wie das Auftreten dieser Textart im China des 15. Jahrhunderts.<br \/>\nEckhart Henning (ein Sammler von Visitenkarten) \u00e4u\u00dfert dazu: \u201eDie<br \/>\n&lt;&lt;Erfindung&gt;&gt; der Visitenkarten l\u00e4sst sich vielmehr in die Zeit des<br \/>\nSonnenk\u00f6nigs 1638\u20131715 in Frankreich datieren.\u201c<\/p>\n<h2>2.1. Die Visitenkarte im 17. Jahrhundert<\/h2>\n<p>Angeblich war es Anfang des 16. Jahrhunderts bei deutschen Studenten in<br \/>\nPadua u\u0308blich, Besuchskarten bei einem vergeblichen Abschiedsbesuch zu<br \/>\nhinterlassen. Bei genauerer Betrachtung stellten sie sich jedoch entweder als<br \/>\nErinnerungszeichen oder als Wunschbilletts heraus.<br \/>\nUnumstritten ist allerdings, dass die Besuchskarte ab dem 17. Jahrhundert in<br \/>\nFrankreich, England und \u00d6sterreich zur guten Sitte der feinen Gesellschaft<br \/>\ngeh\u00f6rte. Dies hatte unter anderem mit dem Aufkommen der <em>Buchdruckerkunst<\/em><br \/>\nzu tun.<\/p>\n<p>4 Vgl.: Piel; Die Geschichte der Visitenkarte; S. 4<br \/>\n5 Henning, Tasler; La Carte; S. 7<br \/>\n6 Vgl.: Henning, Tasler; La Carte; S. 7<br \/>\n7 Vgl.: Piel; Die Geschichte der Visitenkarte; S. 4<\/p>\n<h2>2.2. Die Visitenkarte im 18. Jahrhundert<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend die Verwendung der Besuchskarte im 18. Jahrhundert bekannt ist,<br \/>\nkann man u\u0308ber ihr Aussehen nur Vermutungen anstellen. Wahrscheinlich waren<br \/>\ndie meisten von ihnen noch nicht gestochen8, sondern bestanden aus<br \/>\nPapierstreifen oder zerschnittenen und<strong> signierten Tarockkarten<\/strong>.<br \/>\nDer Gebrauch der Karten wurde, wie viele sonstige Moden der franz\u00f6sischen<br \/>\nGesellschaft, im restlichen Europa bald nachgeahmt.<br \/>\nHierbei muss differenziert werden zwischen individuellen Karten, die fu\u0308r<br \/>\neinzelne Auftraggeber entworfen und gestochen wurden und den weitaus<br \/>\nverbreiteteren Rahmenkarten (auch Kartenblanketts genannt), welche man im<br \/>\nHandel kaufen konnte, und bei denen man nur noch seinen Namen hinein<br \/>\nschreiben oder drucken musste (s. Abb. 2). Dabei blieb jedoch keine dieser<br \/>\nbeiden Kartengruppen einer bestimmten Bu\u0308rgerschicht vorbehalten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7087\" aria-describedby=\"caption-attachment-7087\" style=\"width: 187px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-7087 size-full\" title=\"visitenkarten_im_wandel_der_zeit-1\" src=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/visitenkarten_im_wandel_der_zeit-1.jpg\" alt=\"Kupferstich\" width=\"187\" height=\"127\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7087\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2: Rahmenkarte; Kupferstich; um 1800<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Sonderanfertigungen waren freilich viel kostspieliger,weshalb letztendlich neben dem individuellen Geschmack haupts\u00e4chlich die Kapazit\u00e4t des Geldbeutels ausschlaggebend fu\u0308r die Entscheidung war. Rahmenkarten wurden zum\u00a0 Beispiel in <strong>Berlin um 1780<\/strong> von der Ungerschen Buchdruckerein in der \u201eVossischen Zeitung\u201c angeboten.<br \/>\nDa die Menschen zu dieser Zeit ein gro\u00dfes Bedu\u0308rfnis nach Abwechslung hatten<br \/>\n(und auch aus Mode- und Kostengru\u0308nden), waren damals die Rahmenkarten<br \/>\nvorherrschend, da diese vom Besitzer oft gewechselt werden konnten. Ein<br \/>\nh\u00e4ufiger Wechsel von individuell gestochenen Karten w\u00e4re teuer gewesen.<br \/>\nFu\u0308r die Gestaltung der Besuchskarte hatte der allgemeine Stilwandel eine<br \/>\ngro\u00dfe Bedeutung.<\/p>\n<p>(8 Hiermit ist der <em>Kupferstich<\/em> gemeint: die bearbeitete und erw\u00e4rmte Platte nimmt die Druckerschw\u00e4rze<br \/>\nauf . Diese gelangt in die Vertiefungen, welche das Spiegelbild des gewu\u0308nschten Motivs sind. Die<br \/>\nOberfl\u00e4che wird anschlie\u00dfend gereinigt und es erfolgt der Druck mit einer Walzenpresse.)<\/p>\n<p>So waren die fru\u0308hesten Exemplare des 18. Jahrhunderts von Barock- und<br \/>\nRokokoformen gepr\u00e4gt und bald wurde auch der Berufsstand des Auftraggebers <strong>Thema der Visitenkarte<\/strong>. So wurden zum Beispiel die Karten von Offizieren mit Waffen, Fahnen oder Zelten versehen, bei J\u00e4gern wurden Gewehre und Hunde<br \/>\nabgebildet, bei Musikern waren es Instrumente und \u00c4rzte wurden amKrankenbett sitzend dargestellt (siehe Abb. 3).<\/p>\n<figure id=\"attachment_7088\" aria-describedby=\"caption-attachment-7088\" style=\"width: 199px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7088\" title=\"visitenkarten_im_wandel_der_zeit-2\" src=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/visitenkarten_im_wandel_der_zeit-2.jpg\" alt=\"Visitenkarten f\u00fcr \u00c4rzte\" width=\"199\" height=\"154\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7088\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 3: Kupferstich; nach 1790<\/figcaption><\/figure>\n<p>In den achtziger Jahren fand man wieder Gefallen an Motiven, die Personen<br \/>\nder griechischen und <strong>r\u00f6mischen Mythologie zeigten<\/strong>.<br \/>\nEtwa zehn Jahre sp\u00e4ter waren dann antike Rahmenverzierungen beliebt.<br \/>\nDie Blu\u0308tezeit der illustrierten Visitenkarten platziert Henning in den Zeitraum von<br \/>\n1780 bis 1815, an dessen Ende die \u201eReliefkarte\u201c, zu ihrer Entstehungszeit auch<br \/>\n\u201eVisitenkarte englisch gepresst\u201c genannt, stand. Diese entsteht meist im<br \/>\nPr\u00e4gedruck (von unten her gearbeitet) und seltener durch Pressung, wo von<br \/>\noben her gearbeitet wird. Obwohl diese Art von Karten in den neunziger Jahren<br \/>\ndes Jahrhunderts beliebt waren, l\u00f6ste die Pr\u00e4gung den Kupferstich nicht<br \/>\nwirklich ab.<br \/>\nWirft man einen Blick auf die <strong>internationale Entwicklung der Besuchskarte<\/strong>, so<br \/>\nspielte sich diese haupts\u00e4chlich in Italien ab. In Frankreich waren es dagegen<br \/>\neher die Adress- und Gesch\u00e4ftskarten, denen man sich zuwandte. Die Meister<br \/>\nder italienischen Grafiker bekamen dabei auch Auftr\u00e4ge von Deutschen. Vor<br \/>\nallem Angeh\u00f6rige der gehobenen Gesellschaft lie\u00dfen sich eigene, prunkvoll<br \/>\ngestaltete Karten herstellen. Einige Namen, die in diesem Zusammenhang<br \/>\nerw\u00e4hnenswert sind: Giovanni Volpato (Begru\u0308nder der r\u00f6mischen<br \/>\nStecherschule), <em>Francesco Bartolozzi<\/em> (stilbestimmend fu\u0308r die englische<br \/>\nVisitenkarte), Raphael Morghens (Volpatos Schwiegersohn und beliebter<br \/>\nStecher), Pietro Fontana (in Rom t\u00e4tig), Antonio Canova (Bildhauer), Francesco<br \/>\nRosapina (Bologna), Domenico Cagnoni (Mailand), J.B. Cipriani (fu\u0308r die<br \/>\nenglische Besuchskarte bestimmend).9<br \/>\n<em>Die Geschichte der deutschen Besuchskarten<\/em> wurde bislang nicht hinl\u00e4nglich<br \/>\nerforscht, obwohl ein u\u0308berraschender Formenreichtum vorliegt. Die Zentren der<br \/>\nsu\u0308ddeutschen <strong>Kupferstichproduktion<\/strong> waren seit den sechziger Jahren Augsburg<br \/>\nund Nu\u0308rnberg, bekannt geworden durch die Stecher Johann Elias Nilson, Jacob<br \/>\nAndreas Friedrich, Johann Michael S\u00f6ckler, Freiherr Christoph Haller von<br \/>\nHallerstein und Johann Michael Mettenleiter. Etwas sp\u00e4ter als in<br \/>\nSu\u0308ddeutschland fanden sich auch in Berlin Kartenstecher, wodurch die<br \/>\nBesuchskarte dann auch hier Einzug erhielt. Hier waren es jedoch nicht<br \/>\nfeierliche Illustrationen, die den preu\u00dfischen Geschmack trafen, sondern<br \/>\nu\u0308berwiegend Exemplare mit schlichten Umrahmungen, also bescheidenen<br \/>\nornamentalen Verzierungen. Hier sind als Kartenhersteller zu nennen: Daniel<br \/>\nBerger (1744-1824), Johann Wilhelm Meil (1732-1805), Johann Friedrich Bolt<br \/>\n(1769-1836) und Friedrich Wilhelm Gubitz (1786-1870).10<\/p>\n<h2>2.3. Die Visitenkarte im 19. Jahrhundert<\/h2>\n<p>Bisher wurden Besuchskarten gestochen, gepr\u00e4gt oder in Holz geschnitten.<br \/>\n1796 erfand Alois Senefelder den <strong>Steindruck<\/strong> als eine M\u00f6glichkeit der<br \/>\nVervielf\u00e4ltigung der Karten. So erstellte Karten hei\u00dfen Lithographien. Sogar<br \/>\nK\u00f6nig Friedrich Wilhelm III. von Preu\u00dfen konnte sich fu\u0308r den Musterdruck<br \/>\n(1804) von Wilhelm Reuter, dem Wegbereiter der Lithographien in Berlin,<br \/>\nbegeistern. Dennoch wurde Reuters Verfahren in einem Akademiegutachten<br \/>\nabgelehnt und er konnte sich mit seiner Methode nicht durchsetzen. Sachse<br \/>\n(W. v. Humboldts Privatsekret\u00e4r) hatte dereinst mehr Erfolg, als er 1832 in<br \/>\nBerlin eine Steindruckerei errichtete, in der Adolf Menzel (damals noch jung und<br \/>\nunbekannt) als Steinzeichner arbeitete.<br \/>\n9 Vgl.: Henning, Tasler; La Carte; S. 8ff<br \/>\n10 Vgl.: Piel; Die Geschichte der Visitenkarte; S. 6<br \/>\n11 Vgl.: Henning, Tasler; La Carte; S. 11ff<\/p>\n<p>In Wien kamen Besuchskarten erst um 1800, dann allerdings sehr verbreitet<br \/>\nauf, wobei hier Klassizismus und Anmut stilvorgebend waren.<br \/>\nDoch bald nach den Befreiungskriegen und dem Wiener Kongress (1815) verringerten sich der Formenreichtum und die Fu\u0308lle der Motive. Stattdessen wurden die <strong>Karten kalligrafisch gestaltet<\/strong>, die Beschriftung beschr\u00e4nkte sich auf Titel und Name (s. dazu Abb. 4)<\/p>\n<figure id=\"attachment_7089\" aria-describedby=\"caption-attachment-7089\" style=\"width: 276px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7089\" title=\"visitenkarte von Goehte\" src=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/visitenkarte-von-Goehte.jpg\" alt=\"Visitenkarte von Goethe\" width=\"276\" height=\"207\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7089\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 4: Visitenkarte von Wolfgang<br \/>v. Goethe; nach 1804<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dieser fehlenden Gestaltungsvielfalt folgte dann in den drei\u00dfiger und vierziger<br \/>\nJahren die sogenannte \u201e<strong>Glanzpapierkarte<\/strong>\u201c, fu\u0308r die ein kleines zierliches Format<br \/>\nund eine feine Druckschrift, die manchmal von \u201eSchreiberschn\u00f6rkeln\u201c umgeben<br \/>\nwar, charakteristisch waren.<br \/>\nIn der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts wandelte sich der Geschmack<br \/>\nbezu\u0308glich der <em>Visitenkarten<\/em> jedoch wieder. Die Karten sollten schlicht und ohne<br \/>\njegliche Schn\u00f6rkel sein. Ende des Jahrhunderts wurden die <strong>Besuchskarten<\/strong><br \/>\ndann immer uniformer. W\u00e4hrend bis in die siebziger Jahre der Karton meist<br \/>\ngemustert, besonders gegl\u00e4ttet, perlmuttartig glasiert oder mit Goldschnitt<br \/>\nversehen war, musste er nun wei\u00df (h\u00f6chstens leicht gelblich oder bl\u00e4ulich) und<br \/>\nsteif sein. Au\u00dferdem hatte ein Besitzer, der sich in Trauer befand, Karten mit<br \/>\nschwarzem Rand zu verwenden. Im Gegensatz zur Attraktivit\u00e4t der<br \/>\nVisitenkarten, wuchs ihr Format. Fu\u0308r Herren war die Gr\u00f6\u00dfe 10,5 x 6,5 cm<br \/>\nu\u0308blich, die der Damen waren mit 5,0 x 8,0 cm etwas kleiner. Dem damaligen<br \/>\nKaiser war ein stattliches Format von 12,0 x 8,0 cm vorbehalten und es wurde<br \/>\nals t\u00f6richte Anma\u00dfung angesehen, wenn jemand sich nicht an diese Vorgaben<br \/>\ngehalten hat.<br \/>\nIm Vergleich dazu benutzten die Franzosen damals schmale lange Karten, die<br \/>\nEngl\u00e4nder hielten sich noch an die kleinformatige Variante (3,0 x 6,5 cm bis 3,2<br \/>\nx 6,0 cm) und in Amerika neigte man zu quadratischen Formen.<br \/>\nIn Deutschland verwahrte man die Karten zu dieser Zeit in<br \/>\nVisitenkartent\u00e4schchen, in England dagegen im Portemonnaie.<br \/>\nDie Gr\u00f6\u00dfe blieb allerdings modeabh\u00e4ngig. So waren um die Jahrhundertwende<br \/>\nl\u00e4ngliche Formate mit abgerundeten Ecken vor allem bei jungen Frauen sehr<br \/>\nbegehrt.<br \/>\nBei den Schriftarten im Kartendruck u\u0308berwogen die lateinische Druckschrift, die<br \/>\ngotische <strong>Druckschrift und die lateinische Schreibschrift<\/strong>, wobei letztere (auch<br \/>\n\u201eenglische Schreibschrift\u201c genannt) am beliebtesten war und auch heute noch<br \/>\nverwendet wird.<br \/>\nSp\u00e4testens seit den drei\u00dfiger Jahren des Jahrhunderts betrachtete man die<br \/>\ndekorierte Besuchskarte als altmodisch und sp\u00e4ter verschwand sie ganz. Erst<br \/>\num die Wende zum 20. Jahrhundert tauchten wieder ku\u0308nstlerische Exemplare<br \/>\nmit ornamentalem oder figu\u0308rlichem Schmuck auf, welche nun zum<br \/>\nSammelobjekt wurden. Durch den gro\u00dfen Anfertigungsaufwand einer Radierung oder eines Kupferstiches besa\u00dfen sie einen hohen Wert. Als Beispiel kann eine Radierung des Grafikers, Landschaftsmalers und <strong>Portraitisten Fritz Mock<\/strong> genannt werden, die er fu\u0308r sich selbst und seine Frau gestaltete.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7090\" aria-describedby=\"caption-attachment-7090\" style=\"width: 196px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7090\" title=\"visitenkarten_im_wandel_der_zeit-4\" src=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/visitenkarten_im_wandel_der_zeit-4.jpg\" alt=\"Visitenkarte von Herrn Molke\" width=\"196\" height=\"130\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7090\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 5: Signierte Radierung von Fritz Mock<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Grunde u\u0308berwogen im Jugendstil rein ornamentale Verzierungen. Henning<br \/>\nEckart denkt, dass dies auch dem Wesen der Visitenkarte, bei der es weniger<br \/>\nauf das Bild, sondern vorwiegend auf die Schrift ankommt, besser entspr\u00e4che.<br \/>\nSchlie\u00dflich ist der <em>Zweck der Karte<\/em>, den Namen seines Inhabers zu verraten.<br \/>\nBilder und sonstige Schmu\u0308ckungen sollten im Hintergrund stehen. Aus diesem<br \/>\nGrund blieben u\u0308ppige Karten, auf welchen Bilder des Besitzers dargestellt sind,<br \/>\neher eine Seltenheit. Ferner bevorzugten die <strong>Gebrauchsgrafiker<\/strong> damals (statt<br \/>\ndes traditionellen Kupferstichs) die Radierung als vielseitiges Ausdrucksmittel.<br \/>\nWenige dieser geschmu\u0308ckten Besuchskarten wurden dann tats\u00e4chlich noch bei<br \/>\nBesuchen abgegeben, da deren Anfertigung einfach zu teuer war und so<br \/>\nwurden sie eher als Tausch- und Gedenkgegenst\u00e4nde gesammelt. Die<br \/>\nMenschen wurden zuru\u0308ckhaltender, so dass allenfalls Titel und Beruf des<br \/>\nBesitzers noch bildnerisch dargestellt wurden. Ansonsten wurde der ku\u0308nstlerische <strong>Gestaltungsspielraum<\/strong> immer weniger, man wollte nicht<br \/>\nhervorstechen und hielt sich so an reine Schriftkarten.<\/p>\n<p>Hier ein Beispiel von Modernen <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/gestaltung-druck\/visitenkarten\/40-ausgefallene-visitenkarten\">Visitenkarten\u00a0 Gestaltung<\/a><\/p>\n<h2>2.4. Verwendung der Visitenkarte<\/h2>\n<p>Ebenso wie die Gestaltung der Visitenkarte hat auch ihre Verwendung im Laufe<br \/>\nder Zeit einen Wandel erfahren. Sie durchlief verschiedene Stationen, in<br \/>\nwelchen ihr unterschiedliche Bedeutungen zugemessen wurden. <strong>Nachfolgend<\/strong><br \/>\n<strong>wird die historische Art der Verwendung dargelegt<\/strong>, um die Entwicklung zur<br \/>\nheutigen Karte besser nachvollziehen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nBis ins 20. Jahrhundert gab es fu\u0308r die Gesellschaft neben dem Briefkontakt nur<br \/>\nden pers\u00f6nlichen. Dafu\u0308r wurde dieser aber umso mehr gehegt und gepflegt. Die<br \/>\nBesuchskarte war dabei ein h\u00e4ufig benutztes <strong>Kommunikationsmedium<\/strong>. Zur<br \/>\nKaiserzeit waren Visiten (Anstandsbesuche) Pflicht, zumal bei Auslassung<br \/>\neines solchen Besuches die Ausweisung aus der Gesellschaft drohte. Ebenso<br \/>\nwaren Besuche zu besonderen Anl\u00e4ssen, wie zum Beispiel um bei der Geburt<br \/>\neines Kindes, zu einer Konfirmation, Verlobung oder Hochzeit seinen<br \/>\nGlu\u0308ckwunsch auszusprechen oder um bei einem <strong>Krankheits- oder Todesfall<\/strong><br \/>\nzu kondolieren, u\u0308blich.<br \/>\nEbenfalls war es fu\u0308r Heranwachsende vorgesehen, in Begleitung eines<br \/>\nElternteils alle Bekannten der Familie zu beehren, mit dem Zwecke, in die<br \/>\nGesellschaft eingefu\u0308hrt zu werden. Nach einem Umzug war es Sitte,<br \/>\nAntrittsbesuche bei neuen Vorgesetzten und Kollegen zu erledigen und auch<br \/>\njunge Ehegatten oder Brautpaare hatten Visiten abzustatten. Erhielt man eine<br \/>\nEinladung, so musste man bei dem Gastgeber innerhalb von acht Tagen einen<br \/>\nDankbesuch machen (egal ob man die Einladung wahrgenommen hatte, oder<br \/>\nnicht). <strong>Die Etikette sah es vor, dass Anstandsbesuche<\/strong>, egal welcher Art, am<br \/>\nsp\u00e4ten Vormittag zwischen 11:30 Uhr und 13:00 Uhr zu erfolgen und keinesfalls<br \/>\nl\u00e4nger als 15 Minuten anzudauern hatten. Manchmal waren auf der linken<br \/>\nunteren Ecke der Visitenkarte bestimmte Empfangstage und Zeiten angegeben.<br \/>\nDer <strong>Karteninhaber<\/strong> durfte dann zu keiner anderen Zeit besucht werden. Bei<br \/>\nKatholiken durften in der Fastenzeit keine Visiten gemacht werden. Allgemein<br \/>\nwar es auch an Samstagen, am Bu\u00dftag, am Totensonntag und am Karfreitag<br \/>\nuntersagt.<br \/>\nBeim ersten Besuch hatte die Karte den Zweck, als \u201eVertreter der Person\u201c in<br \/>\nden Salon geschickt zu werden, da die mu\u0308ndlichen Mitteilungen des Personals<br \/>\nu\u0308ber den Besuch und die Person oft sehr nachl\u00e4ssig und lu\u0308ckenhaft waren. War<br \/>\nbei einem Besuch der Gasteber nicht anwesend, so hinterlie\u00df man nach<br \/>\ndamaligem Brauch auch seine Karte. Von jenem wurde nun erwartet, dass er<br \/>\neinen Gegenbesuch machte. <strong>Nur Respektspersonen<\/strong> (beispielsweise<br \/>\nVorgesetzte gegenu\u0308ber Untergebenen, Frauen gegenu\u0308ber M\u00e4nnern oder<br \/>\nManierliche gegenu\u0308ber Geringeren) durften diese unterlassen.<br \/>\n\u00dcberdies war es u\u0308blich, fu\u0308r jede Person, die man zu besuchen beabsichtigte,<br \/>\neine <strong>Visitenkarte zu hinterlassen<\/strong>, auf welcher zugleich der Zweck des<br \/>\nBesuches in chiffrierter Form mitgeteilt wurde. Dieser wurde durch einen Code<br \/>\ndargestellt, der den Menschen damals durchaus vertraut war. Ebenso verhielt<br \/>\nes sich mit dem Chiffriersystem fu\u0308r Kondolationen (Beileidsaussprechungen)<br \/>\nund Gratulationen.<\/p>\n<p>Henning z\u00e4hlt folgende Abku\u0308rzungen auf: (14)<br \/>\n1. Bei Antritts- oder gew\u00f6hnlichen Besuchen:<br \/>\np. f. v. = pour faire visite (um Besuch zu machen) &#8230;;<br \/>\np. r. v. = pour rendre visite (desgl.);<br \/>\np. p. = pour pr\u00e9senter (um vorzustellen);<br \/>\np. r. = pour remercier (um zu danken);<br \/>\nu. B. z. m. = um Besuch zu machen.<br \/>\n2. Bei Abschiedsbesuchen:<br \/>\np. p. c. = pour prendre cong\u00e9 (um Abschied zu nehmen) \u2026;<br \/>\nz. A. = zum Abschied<br \/>\nu. A. z. n. = um Abschied zu nehmen.<\/p>\n<p>13 Vgl.: Henning, Tasler; La Carte; S. 17f<br \/>\n14 Henning, Tasler; La Carte; S. 18<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Als Merkhilfe fu\u0308r Anf\u00e4nger gibt es auch ein Gedicht, dessen Verfasserunbekannt ist:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eVisitenkarten sind bequem<br \/>\nUnd oft im Leben angenehm.<br \/>\nWer danken will, schreibt drauf p. r.,<br \/>\nDas hei\u00dft zu deutsch: Ich danke sehr.<br \/>\nWillst ferner sagen du Adieu,<br \/>\nSo schreibst du einfach p. p. c.<br \/>\nBringst einen Fremden du ins Haus,<br \/>\nSo dru\u0308ckst du durch p. p. es aus.<br \/>\nThut dir das Leid des andern weh,<br \/>\nSchreibst auf die Karte du p. c.<br \/>\nDer Glu\u0308ckwunsch, was er auch betreff\u00b4,<br \/>\nEr lautet einfach nur p. f.<br \/>\nUnd in der Kart\u00b4 ein Eselsohr<br \/>\nBedeutet: Ich sprach selber vor.\u201c<\/p>\n<p><strong>Je nach Art des Besuches konnte eine der vier Ecken der Karte geknickt<\/strong><br \/>\n<strong>werden<\/strong>. Der Gast \u00e4u\u00dferte also nicht nur den Wunsch, den Empf\u00e4nger der<br \/>\nBesuchskarte zu sehen, sondern teilte auch gleich mit, welcher Art sein Besuch<br \/>\nsein wird.<\/p>\n<p>(15 Henning, Tasler; La Carte; S. 18)<\/p>\n<p>So wurde bei einem vergeblichen Besuch der linke Rand nach vorne<br \/>\numgeknickt und bei einem Beileidsbesuch der rechte Rand nach hinten. Bei<br \/>\neinem Antritts- oder einem pers\u00f6nlichen Besuch knickte man u\u0308blicherweise die<br \/>\nlinke obere Ecke um, bei einem Abschiedsbesuch die rechte obere.Kam man um zu<br \/>\nGratulieren, war es die linke untere Ecke und wollte man<\/p>\n<figure id=\"attachment_7092\" aria-describedby=\"caption-attachment-7092\" style=\"width: 444px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7092\" title=\"Knickrichtung der Visitenkarte\" src=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Knickrichtung-der-Visitenkarte.jpg\" alt=\"Knickung der Visitenkarte\" width=\"444\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Knickrichtung-der-Visitenkarte.jpg 444w, https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Knickrichtung-der-Visitenkarte-300x142.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 444px) 85vw, 444px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7092\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 6: Die Knickung der Visitenkarte<\/figcaption><\/figure>\n<p>kondolieren, die rechte untere Ecke, die geknickt wurde (vgl. Abb. 6). Doch<br \/>\nschon zur Wende vom 19. zu 20. Jahrhundert war dieser Usus kaum mehr zu<br \/>\nfinden. Die franz\u00f6sischen Abku\u0308rzungen fu\u0308r die Besuchszwecke hielten sich<br \/>\naber wesentlich l\u00e4nger.<br \/>\nKonnte man (etwa aus Zeitgru\u0308nden) die Visitenkarte nicht pers\u00f6nlich an den<br \/>\nEmpf\u00e4nger beziehungsweise dessen Bediensteten u\u0308berreichen, gab es auch<br \/>\ndie M\u00f6glichkeit, sie hinzuschicken. Schickte man sie innerhalb von acht Tagen<br \/>\nnach einer angenommenen Einladung (lie\u00df sich jemand l\u00e4nger Zeit, so wurde<br \/>\ndas als unh\u00f6flich angesehen) statt einer Gegeneinladung oder einer<br \/>\n<strong>Dankesvisite<\/strong>, dann hie\u00df das, dass man von diesem Gastgeber nicht mehr<br \/>\neingeladen werden wollte. Au\u00dferdem war es auch Brauch, nach der Heimkehr<br \/>\naus dem Sommerurlaub all jenen eine Karte zukommen zu lassen, die man<br \/>\ngerne bald wieder sehen wollte. Eine doppelte Visitenkarte, bei der die Karte<br \/>\nder Dame oben auflag und etwas kleiner war, als die des Herrn darunter<br \/>\n(verbunden durch ein rosa oder blaues Band), oder auch eine gemeinsame<br \/>\nKarte zeigten eine Verlobung der beiden an.16<\/p>\n<h2>2.5. Aufbau der Visitenkarte<\/h2>\n<p>Durch <strong>Visitenkarten konnten dem Empf\u00e4nger<\/strong> verschiedene Angaben u\u0308ber den<br \/>\nBesitzer bereitgestellt werden. Unter anderem sollte zweifelsohne der Name<br \/>\ndabei sein, manchmal stand auch der Taufname darauf. Bei Personen von<br \/>\nh\u00f6herem Rang, wie zum Beispiel Beamten, Offizieren und Geistlichen, wurden<br \/>\nTitel und Chargen statt des Taufnamens angegeben und zwar in etwas<br \/>\nkleinerer Schrift u\u0308ber und sp\u00e4ter auch unter dem Namen. Offizieren war es<br \/>\nau\u00dferdem angeraten, zus\u00e4tzlich zu ihrem Namen auch die Nummer ihres<br \/>\nRegiments und, falls erheblich, ihr Kommando aufzufu\u0308hren. Bei<br \/>\nverabschiedeten Zivil- und <strong>Milit\u00e4rpersonen<\/strong> war es dabei u\u0308blich, Titel bzw.<br \/>\nDienstgrad mit dem Zusatz \u201ea. D.\u201c (au\u00dfer Dienst), \u201ei. R.\u201c (im Ruhestand) oder<br \/>\n\u201ez. D.\u201c (zur Disposition) zu versehen. Das Familienwappen, falls vorhanden,<br \/>\nkonnte auf der Karte links oben abgebildet werden und Adelige konnten statt<br \/>\nihres Adelstitels auch eine so genannte Rangkrone illustrieren lassen. Damit die<br \/>\nVisitenkarte nicht wie eine <strong>Gesch\u00e4ftsempfehlung<\/strong> wirkte, war es auf keinen Fall<br \/>\ndenkbar, Angaben u\u0308ber den Beruf darauf zu verzeichnen. Damen setzten<br \/>\ndamals die Bezeichnung \u201eFrau\u201c vor ihren Namen, um herauszustellen, dass sie<br \/>\nverheiratet waren, oder sie gaben ihren Geburtsnamen an. Um<br \/>\nVerwechslungen mit Namensvettern auszuschlie\u00dfen, konnte auch der Name<br \/>\ndes Ehemannes angegeben werden (z. B. \u201eFrau Gerhard Kaul\u201c). Bei<br \/>\ngemeinsamen Visitenkarten wurde immer nur der Name des Gatten genannt<br \/>\n(z.B. \u201eHerr &amp; Frau Karl Mayer\u201c oder \u201e<strong>Friedrich Wagner und Frau<\/strong>\u201c).<br \/>\nBefand sich der Wohnort einer Person in einer gr\u00f6\u00dferen Stadt, wurden auch<br \/>\nOrt, Strasse und Hausnummer unten auf der Karte vermerkt.<br \/>\nAuf jeden Fall sollte aber noch Platz fu\u0308r die handschriftliche Bekanntgabe des<br \/>\nBesuchszwecks aufgehoben werden.<br \/>\nWie bereits erw\u00e4hnt hat sich im Laufe der Zeit der Besuchszweck der<br \/>\nVisitenkarte immer mehr verloren. Nach dem zweiten Weltkrieg war dieser in<br \/>\nDeutschland dann kaum mehr u\u0308blich. Im Gegensatz zu \u00d6sterreich findet man<br \/>\nhier nur noch die beruflich verwendete Visitenkarte (Gesch\u00e4ftskarte). Diese wird<br \/>\nimmer noch in einem Sekretariat bzw. bei der Anmeldung abgegeben und auch<br \/>\nKurznachrichten k\u00f6nnen mit ihrer Hilfe u\u0308bermittelt werden. Oft wird die Karte. auch mit Blumenstr\u00e4u\u00dfen u\u0308bergeben und sie dient zum Austausch von Adressen.<\/p>\n<p>(17 Vgl.: Henning, Tasler; La Carte; S. 19ff )<\/p>\n<h2>2.6. Das Visitenkartenportr\u00e4t<\/h2>\n<p>Diese auch als \u201e<strong>Visitenkartenfoto<\/strong>\u201c, \u201eCarte-de-visite\u201c<br \/>\noder einfach \u201eVisit\u201c bekannten Portr\u00e4tfotografien kamen<br \/>\netwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf. Sie wurden<br \/>\nauf einen du\u0308nnen Karton aufgezogen und hatten mit<br \/>\n5,5 x 9,0 cm ann\u00e4hernd das Format einer Visitenkarte.<br \/>\nVisitenkartenportr\u00e4ts wurden u\u0308berwiegend zwischen<br \/>\nFreunden oder Familienangeh\u00f6rigen ausgetauscht und<br \/>\nin besonderen Alben gesammelt.<br \/>\nDie franz\u00f6sische Zeitschrift \u201eLa Lumiere\u201c schrieb am<br \/>\n28. Oktober 1854 :\u201cEine originelle Idee hatten E.<br \/>\nDellesert und Graf Aguado bezu\u0308glich der Verwendung<\/p>\n<figure id=\"attachment_7093\" aria-describedby=\"caption-attachment-7093\" style=\"width: 121px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7093\" title=\"visitenkarten_im_wandel_der_zeit-5\" src=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/visitenkarten_im_wandel_der_zeit-5.jpg\" alt=\"Visitenkartenportr\u00e4t\" width=\"121\" height=\"195\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7093\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 7:<br \/>Visitenkarten Portr\u00e4<br \/>1864<\/figcaption><\/figure>\n<p>kleiner Portraits. Bis jetzt trugen die Visitenkarten Namen, Adresse und<br \/>\nzuweilen den Titel der Personen welche sie vorstellten. Weshalb sollte man<br \/>\nnicht den Namen durch das Bildnis ersetzten k\u00f6nnen?\u201c19<br \/>\nDieser Kommentar stellt die erste Notiz u\u0308ber die <strong>Einfu\u0308hrung der carte-de-visite<\/strong><br \/>\ndar. Nach einer anderen Version soll jedoch Herzog von Parma 1857 die Idee<br \/>\naufgebracht haben, <strong>Fotos auf Visitenkarten zu kleben<\/strong>. Aber erst durch den<br \/>\nPariser Fotografen Andr\u00e9 Adolphe-Eug\u00e8ne Disd\u00e9ri erfuhr die<br \/>\nVisitenkartenfotografie einen fassbaren Aufschwung. Jener hat 1854 auf die<br \/>\nAnwendung des Kollodiumverfahrens ein Patent angemeldet. Dieses Verfahren<br \/>\nhielt sich dann bis Ende des 19. Jahrhunderts. Angeh\u00f6rige deutscher<br \/>\nStudentenverbindungen sollen diese Abbildungen noch bis in die 1920er als<br \/>\nErinnerungsstu\u0308cke verschenkt haben.<\/p>\n<p>18 Vgl.: http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Visitenkartenportr\u00e4t<br \/>\n19 http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Visitenkartenportr\u00e4t<\/p>\n<p>Visitenkartenportr\u00e4ts sind auf Karton aufgezogene Papierkopien von Kollodium-<br \/>\nNassplatten-Negativen, die mit speziellen Kameras belichtet wurden. Da die<br \/>\nPlattengr\u00f6\u00dfen um 1850 zwischen 16,5 x 21,6 cm (Ganzplatten) und 5,1 x 6,4<br \/>\ncm (Neuntelplatten) lagen, war es schwierig, kleine Aufnahmeformate zu<br \/>\nerreichen. Disd\u00e9ris Spezialkamera verfu\u0308gte u\u0308ber eine Mehrfachoptik (vier<br \/>\nObjektive und eine verschiebbare Plattenkassette), verm\u00f6ge derer kleine<br \/>\nAufnahmeformate m\u00f6glich waren. Auf der ersten H\u00e4lfte der Glasplatte konnten<br \/>\nvier Belichtungen festgehalten werden. Anschlie\u00dfend wurde die Platte mit Hilfe<br \/>\nder Kassette verschoben und auf der zweiten H\u00e4lfte konnten noch mal vier<br \/>\nBelichtungen aufgenommen werden. Auf Albuminpapier wurden dann Abzu\u0308ge<br \/>\nim <strong>Negativformat von zirka 8,0 x 10,0 Zoll<\/strong> hergestellt, die in das Format von<br \/>\nVisitenkarten zerschnitten wurden. Die einzelnen Portr\u00e4ts ma\u00dfen dann etwa 5,5<br \/>\nx 9,0 cm und wurden auf Karton aufgeklebt.<\/p>\n<p>Mit Hilfe dieser Technik konnte man also Mit Hilfe dieser Technik konnte man also Glasplatte anordnen. Dies erm\u00f6glichte eine deutliche Reduzierung des Preises fu\u0308r Visitenkartenportr\u00e4ts und somit eine steigende Beliebtheit. Sie wurden zum ersten fotografischen Massenartikel. Ihr ku\u0308nstlerischer Wert war dagegen vergleichsweise gering. Allein in England mehrere Negative auf einer einzigen Glasplatte anordnen. <strong>Dies erm\u00f6glichte eine deutliche Reduzierung des Preises fu\u0308r <\/strong>Visitenkartenportr\u00e4ts und somit eine steigende Beliebtheit. Sie wurden zum ersten fotografischen Massenartikel. Ihr ku\u0308nstlerischer Wert war dagegenvergleichsweise gering. Allein in England<\/p>\n<figure id=\"attachment_7094\" aria-describedby=\"caption-attachment-7094\" style=\"width: 187px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7094\" title=\"visitenkarten_im_wandel_der_zeit-6\" src=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/visitenkarten_im_wandel_der_zeit-6.jpg\" alt=\"Visitenkarten im Nutzen\" width=\"187\" height=\"147\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7094\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 8: Aufteilung einer<br \/>Kollodium-Nassplatte, 1860<\/figcaption><\/figure>\n<p>wurden von 1861 bis 1867 zwischen 300 und 400 Millionen Visitenkartenfotos<br \/>\nj\u00e4hrlich hergestellt. Auch Prominente lie\u00dfen Visitenkartenportr\u00e4ts von sich<br \/>\nanfertigen. So sollen vom britischen Prinzgemahlen nach dessen Tod 70.000<br \/>\nCartes-de-visite verkauft worden sein.<\/p>\n<h2>3. Die moderne Visitenkarte<\/h2>\n<p>Der Austausch von <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/visitenkarten-drucken\">Visitenkarten<\/a> geh\u00f6rt zum allt\u00e4glichen Leben des Menschen<br \/>\nim 21. Jahrhundert. Allgemein muss ein Unterschied zwischen pers\u00f6nlich<br \/>\ngenutzten Visitenkarten und beruflich genutzten Karten (auch<br \/>\n\u201eGesch\u00e4ftskarten\u201c) gemacht werden.<br \/>\nDie <strong>privaten K\u00e4rtchen<\/strong> werden an Freunde, Bekannte oder Verwandte<br \/>\nu\u0308bergeben. Sie k\u00f6nnen spa\u00dfeshalber oder aber mit der wirklichen Absicht der<br \/>\nKontaktu\u0308bermittlung genutzt werden. Dennoch wird eine steife Darstellung nicht<br \/>\nvon Vorteil sein. Vielmehr sollte sie einen lockeren formlosen Stil aufweisen,<br \/>\nwas zum Beispiel durch einen lustigen Spruch, eine kleine Karikatur oder einen<br \/>\nauff\u00e4lligen Hintergrund erreicht werden kann.20<br \/>\nGewerbliche Karten sind dagegen seri\u00f6s zu gestalten. Denkbar ist etwa ein<br \/>\nmatter, seichter Hintergrund. Auch <em>Visitenkarten ohne Hintergrund<\/em> sind<br \/>\nansprechend. Dann sollte jedoch zum Beispiel ein auff\u00e4lliges Firmenlogo oder<br \/>\n\u00e4hnliches vorhanden sein, damit die Karte nicht zu langweilig wirkt.<br \/>\nAndererseits sollte sie aber auf keinen Fall u\u0308berladen sein.21<\/p>\n<h2>3.1. Inhaltliche Aspekte der Visitenkarte<\/h2>\n<p><strong>3.1.1. Elemente der Visitenkarte<\/strong><br \/>\nAllgemein soll eine Visitenkarte alle <em>Kontaktinformationen<\/em> einer Person oder<br \/>\neines Unternehmens liefern. Es sollten also unter allen Umst\u00e4nden der Namen,<br \/>\ndie Adresse, gew\u00f6hnlich auch die Telefonnummer und \u2013 falls vorhanden \u2013 die<br \/>\nFaxnummer des Karteninhabers auf ihr zu finden sein. Letztere ist jedoch<br \/>\nmittlerweile fast vollst\u00e4ndig verschwunden. Dafu\u0308r ist eine Mobilfunknummer jetzt<br \/>\nunentbehrlich. Seltener sind ein Foto oder ein Gesch\u00e4ftsmotto darauf<br \/>\nabgebildet.<\/p>\n<p>(20 Vgl.: http:\/\/www.visitenkarten-info.de\/private-visitenkarten.html<br \/>\n21 Vgl.: http:\/\/www.visitenkarten-info.de\/gewerbliche-visitenkarten.html )<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftskarten enthalten auch das Firmenlogo. Auch kurze Slogans sind<br \/>\nm\u00f6glich. Das sollte man sich jedoch gut u\u0308berlegen, denn zu deutliche Werbung<br \/>\nwird oft als zu aufdringlich oder unseri\u00f6s empfunden. Dagegen sind die e-Mail-<br \/>\nAdresse und eventuell auch die Angabe einer Website unentbehrlich. Erstere ist<br \/>\nauch immer \u00f6fter auf privaten Visitenkarten zu sehen. Eine Gesch\u00e4ftskarte<br \/>\nenth\u00e4lt auch immer den Firma sowie die T\u00e4tigkeit beziehungsweise die Position<br \/>\nder betreffenden Person im Betrieb.<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich sollten aber weder auf privat genutzten Karten berufliche Daten,<br \/>\nnoch auf <strong>Gesch\u00e4ftskarten pers\u00f6nliche<\/strong> Daten angegeben werden. Das eine<br \/>\nscheint zu aufdringlich und das andere eher unprofessionell.<br \/>\nW\u00e4hrend also der Inhalt der Vorderseite relativ festen Vorgaben unterliegt, kann<br \/>\ndie Ru\u0308ckseite ganz unterschiedlich genutzt werden. Will man keine Blankseite,<br \/>\nso nutzt man sie zum Beispiel fu\u0308r eine <strong>fremdsprachige Version<\/strong> (vor allem<br \/>\ninternationale Unternehmen), ein Foto, eine Anfahrtsskizze oder auch fu\u0308r eine<br \/>\nBeschreibung der angebotenen Dienstleistungen.22<br \/>\nAls Textsorte ist die <strong>Visitenkarte<\/strong> klar abzugrenzen von Flyern. Diese werden<br \/>\nzwar auch zu gesch\u00e4ftlichen Zwecken genutzt, dabei geht es aber um das<br \/>\nEvent-Marketing und nicht um die Kontaktaufnahme.23<\/p>\n<h2>3.1.2. Verwendung der Visitenkarte im digitalen Zeitalter<\/h2>\n<p>Heutzutage werden <strong>Visitenkarten prim\u00e4r<\/strong> im Berufsleben ausgetauscht, wie zum<br \/>\nBeispiel auf Messen um potentielle Kunden anzusprechen, auf Konferenzen<br \/>\noder beim Erstkontakt zwischen m\u00f6glichen Gesch\u00e4ftspartnern. Sie dient dabei<br \/>\nder beruflichen Eigenwerbung. Im pers\u00f6nlichen Bereich wird sie beispielsweise<br \/>\nals Gru\u00df zu einem Blumenstrau\u00df oder zum Austausch von Adressen<br \/>\nverwendet. Au\u00dferdem erspart man durch das Bereithalten der K\u00e4rtchen das<br \/>\nAufschreiben von Daten und vereinfacht das Knu\u0308pfen von Kontakten.24<br \/>\nEs gibt spezielle Mappen, in denen die Karten aufbewahrt und gesammelt<br \/>\nwerden k\u00f6nnen. Andere nutzen <em>Rotationskarteien<\/em>. Dann werden auf der<\/p>\n<p>Ru\u0308ckseite h\u00e4ufig Notizen zum Besitzer gemacht, um wichtige Informationen im<br \/>\nZusammenhang mit dem Karteninhaber immer parat zu haben<br \/>\nbeziehungsweise um ihn sich besser in Erinnerung halten zu k\u00f6nnen. Immer<br \/>\naktueller wird es jedoch, <strong>Visitenkarten einfach einzuscannen<\/strong>, um u\u0308ber den<br \/>\nComputer Zugriff auf die Kontaktdaten und wichtige Details u\u0308ber die betreffende<br \/>\nPerson zu haben (genaueres dazu in 7.2).25<\/p>\n<h2>3.1.3. Bedeutung der Visitenkarte<\/h2>\n<p>\u201eVisitenkarten &#8230; sind besser als viele andere graphische Erzeugnisse geeignet,<br \/>\n<em>den gesellschaftlichen Umgang im Lauf der Jahrhunderte und Jahrzehnte<\/em><br \/>\nkritisch zu erhellen und zu deuten. Eine Sozialgeschichte der Visitenkarte ist<br \/>\nbisher allerdings noch nicht geschrieben worden.\u201c26 So waren auf der Visitenkarte des deutschen Film- und Bu\u0308hnenschauspielers Otto Eduard Hasse (1903-1978) nur dessen Initialen vermerkt (siehe Abb. 9). Wenn man fru\u0308her im Besitz solch einer Karte war, konnte man damit zeigen, dass man diese Beru\u0308hmtheit aufgrund seiner<\/p>\n<figure id=\"attachment_7095\" aria-describedby=\"caption-attachment-7095\" style=\"width: 169px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7095\" title=\"visitenkarten_im_wandel_der_zeit-7\" src=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/visitenkarten_im_wandel_der_zeit-7.jpg\" alt=\"Visitenkarte von Hasse\" width=\"169\" height=\"108\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7095\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 9: Visitenkarte von Hasse;<br \/>\u00a0Stich auf Pergament<\/figcaption><\/figure>\n<p>Leistungen und seines <strong>Bekanntheitsgrades<\/strong> kennt. Heute w\u00e4re eine Visitenkarte<br \/>\nmit solch einer unvollst\u00e4ndigen Information fu\u0308r uns unbrauchbar. Auch ist es<br \/>\nheute nicht mehr das Privileg einer bestimmten Gesellschaftsschicht, so ein<br \/>\n<strong>K\u00e4rtchen zu besitzen<\/strong>. Trotzdem steht es immer noch fu\u0308r eine \u201egepflegte Art\u201c.<br \/>\nNebenbei kann bei Gesch\u00e4ftskarten teilweise auch noch die Position des<br \/>\nGegenu\u0308bers im Unternehmen festgestellt werden.27<\/p>\n<p>(25 Vgl.: http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Visitenkarte<br \/>\n26 Henning, Tasler; La Carte; S. 22<br \/>\n27 Vgl.: Piel; Die Geschichte der Visitenkarte; S. 11f )<\/p>\n<h2>3.2. Leitfaden zur Gestaltung der Visitenkarte<\/h2>\n<p>Die Gestaltung der Visitenkarte richtet sich immer nach der Frage, was man mit<br \/>\ndieser bezwecken will. Es macht einen Unterschied, ob sie privat genutzt wird,<br \/>\noder ob sie als Gesch\u00e4ftskarte dienen soll. Auch ob sie nur<br \/>\nKontaktinformationen u\u0308bermitteln soll, oder ob durch sie das Image des<br \/>\nUnternehmens repr\u00e4sentiert werden und Eindruck gemacht werden soll. Dabei<br \/>\nsollte man sich folgenden Spruch im Ged\u00e4chtnis behalten: \u201eYou never get a<br \/>\nsecond chance to make a first impression\u201c. Und bekanntlich z\u00e4hlt der erste<br \/>\nEindruck.28<br \/>\nMit gekonntem Einsatz von Material, Format, Schrift und Farbe k\u00f6nnen gute<br \/>\nErgebnisse erzielt werden. Wichtig ist auch, dass Farbe und Schrift zur<br \/>\nGestaltung von Logo und <em>Firmennamen<\/em> passen. Manchmal werden auch<br \/>\nGrafiken oder kleine Fotos eingesetzt. Die <strong>Visitenkarte<\/strong> sollte am Schluss aber<br \/>\nnicht u\u0308berladen wirken, da sonst die Struktur verloren geht.29<\/p>\n<h2>3.2.1. Format der Visitenkarten<\/h2>\n<p>Anders als bei Briefumschl\u00e4gen, <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/briefpapier-drucken\"><strong>Briefpapier<\/strong><\/a> oder Plakaten ist die Gr\u00f6\u00dfe von<br \/>\nVisitenkarten nicht genormt. Je nachdem wie der Kunde es wu\u0308nscht, k\u00f6nnen<br \/>\nsie vollkommen unterschiedliche Formate aufweisen. Informiert man sich u\u0308ber<br \/>\nStandardformate, so bekommt man ganz unterschiedliche Meinungen zu h\u00f6ren.<br \/>\nDabei bewegt sich die Standardbreite zwischen 8,5 cm und 9,1 cm und die<br \/>\nStandardl\u00e4nge zwischen 5,0 cm und 5,7 cm. Das u\u0308bliche Format ist hierzulande<br \/>\n8,5 x 5,5 cm (vgl. \u201egoldener Schnitt\u201c mit den Seitenverh\u00e4ltnissen 5:8), welches<br \/>\nder Gr\u00f6\u00dfe einer europ\u00e4ischen Kreditkarte entspricht und deshalb gut in ein<br \/>\nPortemonnaie passt. Ebenso richtet sich die Gr\u00f6\u00dfe der Visitenkartenetuis nach<br \/>\ndiesem Ma\u00df. Wenn Logos, <strong>Bilder oder Grafiken<\/strong> auf einer Karte platziert werden<br \/>\nsollen, reicht diese Gr\u00f6\u00dfe aber oft nicht aus. So sind auch 8,1 x 5,7 cm, 8,6 x<br \/>\n5,4 cm und 9,1 x 5,5 cm h\u00e4ufig verwendete Formate. Daneben gibt es noch die<br \/>\nAbmessungen nach Din A8 (7,4 x 5,2 cm) und Din C8 (8,2 x 5,7 cm). Man kann<\/p>\n<p>sich allerdings auch fu\u0308r individuelle und ausgefallene Visitenkarten-Formate<br \/>\nentscheiden. Mit etwas Kreativit\u00e4t kann sich die Karte so von anderen<br \/>\nabheben.<br \/>\nMan kann zum Beispiel <strong>aufklappbare Visitenkarten<\/strong> verwenden, um die<br \/>\nNutzfl\u00e4che zu vergr\u00f6\u00dfern. Diese haben jedoch den Nachteil, dass bei der<br \/>\nAufbewahrung in Einsteckhu\u0308llen nur ein Teil der Kontaktdaten lesbar ist und<br \/>\ndass die Karte zum Lesen der Innenseite entnommen werden muss.31 Ebenso<br \/>\nkann man die <strong>Karte im Hochformat bedrucken lassen<\/strong>. Des Weiteren sind<br \/>\nabgerundete Ecken oder Visitenkarten zugeschnitten in der Form eines<br \/>\nbestimmten Gegenstandes denkbar.<br \/>\nDie Einhaltung von Normen ist hier also nicht unbedingt von Bedeutung.<br \/>\nVielmehr kommt es darauf an, welche Absichten der Besitzer bezu\u0308glich der<br \/>\nVisitenkarten hat. Sollen sie zum Beispiel zu Werbezwecken in der<br \/>\nFu\u00dfg\u00e4ngerzone verteilt oder an Autoscheiben geheftet werden, dann ist das<br \/>\nFormat eher unwichtig. Dienen sie jedoch dem Aufrechterhalten von Kontakten<br \/>\nund sollen sie etwa von Bekannten oder Gesch\u00e4ftspartnern in der Geldb\u00f6rse<br \/>\noder in einer Visitenkartenmappe aufbewahrt werden, so sollten u\u0308bliche Ma\u00dfe<br \/>\neingehalten werden.32<\/p>\n<h2>3.2.2. Material<\/h2>\n<p>Wie bereits erl\u00e4utert waren die ersten Besuchskarten zugeschnittene und<br \/>\nbeschriftete Papierreste oder Tarockkarten. Dies bezeugen jedenfalls Karten<br \/>\naus dem <strong>Jahre 1759<\/strong>, die am kurfu\u0308rstlichen Hof von Karl Theodor von der Pfalz<br \/>\naufgefunden wurden. Sp\u00e4ter kamen neben gestochenen auch gepr\u00e4gte, in Holz<br \/>\ngeschnittene und durch Steindruck vervielf\u00e4ltigte Besuchskarten auf.33<br \/>\nIn der Regel wird fu\u0308r Visitenkarten ein \u00e4hnliches Papier verwendet wie fu\u0308r<br \/>\nBriefgut, nur st\u00e4rker. Sie mu\u0308ssen grifffester sein, da sie im Vergleich zu<br \/>\nAnschreiben oder Prospekten viel l\u00e4nger aufgehoben werden. Ein gutes<br \/>\nVisitenkartenpapier sollte mindestens eine Grammatur von 160 g\/m2 haben.<\/p>\n<p>31 Vgl.: http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Visitenkarte<br \/>\n33 Vgl.: Piel; Die Geschichte der Visitenkarte; S. 15<\/p>\n<p>Optimal sind Kartonpapiere mit 200 bis 300 g\/m2, je nachdem ob die Karte aus<br \/>\neinem Blatt oder als Klappkarte aus mehreren Bl\u00e4ttern besteht. Visitenkarten fu\u0308r<br \/>\nPrivatpersonen werden oft mit u\u0308blichen Computerdruckern auf Spezialpappe<br \/>\nausgedruckt, w\u00e4hrend die Gesch\u00e4ftskarten von Druckereien aus edleren<br \/>\nPapiersorten, wie zum <strong>Beispiel Bu\u0308ttenpapier (mit einem Sieb gesch\u00f6pftes<\/strong><br \/>\n<strong>Papier)<\/strong> hergestellt werden.<br \/>\nHier werden zum Beispiel auch Leinen-Visitenkarten angeboten. Dabei wird auf<br \/>\neinen Karton mit Leinenstruktur gedruckt. Auf Grund dieser Musterung wird<br \/>\nbeim Druck die Farbaufnahme leicht reduziert, wodurch die Farben sanfter sind,<br \/>\nals bei glatten Kartons.<br \/>\nDie oft auch angebotene Cellophanierung (Frontfolierung) macht die Karten<br \/>\nlanglebiger und hebt u\u0308berdies die Farben hervor.36 Partielle Lackierungen und<br \/>\nHochglanzbeschichtungen geben den Karten ein exklusiveres Aussehen.<br \/>\nEine weitere Option sind Chromolux-Visitenkarten. Diese besitzen eine<br \/>\nbesonders glatte Oberfl\u00e4che, wodurch die Karten stark gl\u00e4nzen.37<br \/>\nVisitenkarten sind heute nicht mehr nur Tr\u00e4ger von Kontaktdaten, sondern sie<br \/>\nsollen ein Image vermitteln und bewirken, dass der Inhaber im Ged\u00e4chtnis<br \/>\nbehalten wird. Deshalb sind ausgefallene <strong>Visitenkarten immer mehr gefragt.<\/strong> Als<br \/>\nMaterialien bieten sich da beispielsweise Kunststoff (PVC) transparent-satiniert<br \/>\nbeziehungsweise gefrostet, kristallklar, in wei\u00df oder metallic an, genauso wie<br \/>\nAluminium (unter Umst\u00e4nden mit Ausstanzungen), Holz, Gummi (nicht zu<br \/>\nverwechselnd mit gummierten Karten) und viele mehr.<br \/>\nBei <strong>Visitenkarten aus PVC<\/strong> wird die St\u00e4rke in micron angegeben. \u00dcblich sind<br \/>\nVisitenkarten zu 300, 500 oder 760 micron, wobei erstere von der St\u00e4rke her<br \/>\nmit den herk\u00f6mmlichen Karten aus Karton vergleichbar sind und letztere mit<br \/>\nKreditkarten. Abgerundete Ecken bieten sich ab einer St\u00e4rke von etwa 500<br \/>\nmicron an. Au\u00dferdem haben Visitenkarten aus Kunststoff gegenu\u0308ber<br \/>\ncellophanierten und laminierten Varianten den Vorteil, dass sich keine<br \/>\nSchichten abl\u00f6sen k\u00f6nnen.<br \/>\nSpezielle Materialien zeigen Kreativit\u00e4t und sind eine Abwechslung. Sie k\u00f6nnen<br \/>\naber genauso in Bezug zum beruflichen Bereich des Besitzers stehen. So wirkt\u00a0es passend, wenn etwa eine Glaserei kristallklare Karten aus PVC besitzt, eine<br \/>\nTischlerei solche aus Holz, oder eine Spenglerei sich fu\u0308r Visitenkarten aus<br \/>\nKunststoff im metallic-look oder aus Aluminium entscheidet.38<br \/>\nManche Internetfirmen bieten auch essbare Karten an, die dann zum Beispiel<br \/>\naus Marzipan oder Schokolade sind. Solche passen zwar gut zur Berufssparte<br \/>\nder Konditoren, verfehlen aber eigentlich ihren Zweck, da ihre Haltbarkeit<br \/>\nbegrenzt ist und sie somit verg\u00e4nglich sind.<br \/>\n<strong>Mittels Stahlstich werden Visitenkarten von besonders hoher Qualit\u00e4t<\/strong><br \/>\nhergestellt. Das Druckmotiv wird hier von Hand als Gravur in eine Stahlplatte<br \/>\ngestochen. Im Gegensatz zu u\u0308blichen gedruckten Visitenkarten entsteht durch<br \/>\ndiese Arbeitsweise ein erhabenes aufgedrucktes Druckbild, das zus\u00e4tzlich leicht<br \/>\ngl\u00e4nzt. Die Schrift hebt sich also dreidimensional vom Papier ab. Dieser Effekt<br \/>\nkann aber auch durch preiswertere Varianten, wie den <strong>UV-Spotlack-Druck<\/strong>, den<br \/>\nUV-Lack-Druck oder durch den in den USA entwickelten Thermoreliefdruck<br \/>\n(Thermography) erreicht werden. Die letzten beiden Methoden sind vor allem in<br \/>\nNord- und Su\u0308damerika weit verbreitet. <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/visitenkarten-drucken\">Visitenkarten \u00dcbersicht.<\/a><\/p>\n<h2>3.2.3. Fotos und Abbildungen<\/h2>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt kamen um 1850 die ersten cartes-de-visite auf.<br \/>\nBesuchskarten mit einem Portr\u00e4t des Besitzers statt dessen Namen.<br \/>\n<strong>Visitenkarten mit Passfoto<\/strong> konnten sich bisher nicht durchsetzen. Der Trend<br \/>\nzeigt aber, dass diese ku\u0308nftig h\u00e4ufiger zu sehen sein werden. Gerade bei<br \/>\nGro\u00dfveranstaltungen, wo man meist sehr viele Menschen kennen lernt, kann<br \/>\nsich ein Foto auf einer Visitenkarte als Wiedererkennungsfaktor als sehr<br \/>\nnu\u0308tzlich erweisen.40<br \/>\nAuf Gesch\u00e4ftskarten kann man auch andere Abbildungen finden, wie zum<br \/>\nBeispiel das Firmenlogo oder kleine Abbildungen, die den<br \/>\nDienstleistungsbereich beziehungsweise das Berufsfeld einer Firma oder eines<br \/>\nUnternehmens darstellen. Auch auf privaten Visitenkarten k\u00f6nnen verschiedene Bildelemente erscheinen.<br \/>\nEin kleines <strong>Familienwappen<\/strong>, ein verkleinertes Familienfoto oder ein Portr\u00e4t vom<br \/>\nBesitzer selbst sind hier denkbar. Bei der Verkleinerung von Fotos ist jedoch<br \/>\ndarauf zu achten, dass sich die Qualit\u00e4t des Fotos nicht verschlechtert und alles<br \/>\nnoch klar erkennbar ist.41<br \/>\nIm Allgemeinen ziehen Bilder aller Art die Aufmerksamkeit auf sich.<br \/>\nAbbildungen jeglicher Art dienen also als \u201eEyecatcher\u201c.<\/p>\n<h2>3.2.4. Ru\u0308ckseite<\/h2>\n<p>Die Ru\u0308ckseite einer Visitenkarte kann zur Vermeidung einer Informationsflut<br \/>\noder der \u00dcbersichtlichkeit halber einfach wei\u00df bleiben. Ebenso ist es aber<br \/>\nm\u00f6glich und bei internationalen Unternehmen sowie Dolmetschern auch<br \/>\nempfehlenswert, die Ru\u0308ckseite mit einer fremdsprachigen Version der<br \/>\n<strong>Kontaktinformationen bedrucken zu lassen<\/strong>. Weniger bekannte Institutionen<br \/>\noder solche, die schwierig zu finden sind, sollten in Erw\u00e4gung ziehen, hinten<br \/>\nvielleicht eine Anfahrtsskizze unterzubringen.<br \/>\nDie Entscheidung, was mit der Ru\u0308ckseite passiert ist also Geschmackssache<br \/>\nund h\u00e4ngt von der Situation des Betriebs ab.<\/p>\n<h2>3.2.5. Farbliche Gestaltung<\/h2>\n<p>Gesch\u00e4ftskarten haben vorwiegend einen wei\u00dfen Hintergrund. Oft ist das<br \/>\nfarbige Firmenlogo das einzige, das sich von der schwarzen Einheitsschrift<br \/>\nabhebt. Die Karten sollen aber natu\u0308rlich auch nicht zu bunt sein. Sie ziehen<br \/>\ndann zwar die Aufmerksamkeit auf sich, lenken aber vom eigentlichen Thema<br \/>\nab. Besser ist ein <strong>dezent farbiger Hintergrund<\/strong> der zur Branche und zum<br \/>\nUnternehmen passt. Ein Bestattungsunternehmen sollte vielleicht von einem<br \/>\nknallig orangefarbenen Hintergrund und allgemein von einer zu farbenfrohen Gestaltung absehen. Gedecktere Farbt\u00f6ne wie beige, oliv oder grau w\u00e4ren hier<br \/>\neher angebracht.42<br \/>\nAber auch hier gehen die Meinungen auseinander. Auf jeden Fall richtet sich<br \/>\ndie farbliche Gestaltung einer Gesch\u00e4ftskarte eigentlich nach dem Corporate<br \/>\nDesign eines Unternehmens (N\u00e4heres dazu in 6.1).<br \/>\nBei <em>privat genutzten Visitenkarten<\/em>, wie auch bei gestalterisch oder ku\u0308nstlerisch<br \/>\nt\u00e4tigen Unternehmen oder Selbst\u00e4ndigen, ist ein farbenreiches Gesamtbild<br \/>\ndurchaus m\u00f6glich. Dafu\u0308r w\u00e4re ein auff\u00e4lliges Hintergrundbild eine Option.<br \/>\nDieses sollte dann aber zum restlichen Design der Karte passen.<\/p>\n<h2>3.2.6. Schrift<\/h2>\n<p>Visitenkarten sollen in erster Linie informieren. Daher sollte man die<br \/>\nSchriftgr\u00f6\u00dfe nicht zu klein w\u00e4hlen und <strong>schlecht lesbare Schriftarten<\/strong><br \/>\n<strong>vermeiden<\/strong>.<br \/>\nDie Schrift sollte also nicht zu verschn\u00f6rkelt sein. Des Weiteren ist es zu<br \/>\nempfehlen, nicht mehr als zwei verschiedene Schriftarten zu verwenden, damit<br \/>\nein einheitliches Gesamtbild bewahrt wird. Ein klares, einfaches Schriftbild<br \/>\nsignalisiert Struktur und Ordnung, was vor allem fu\u0308r Unternehmen von Vorteil<br \/>\nist. Bei privaten Visitenkarten kommen dagegen h\u00e4ufiger ausgefallene Schriftarten<br \/>\nvor. Lediglich Geschmack und gute Lesbarkeit setzten der Kreativit\u00e4t hier<br \/>\nGrenzen.<\/p>\n<h2>3.2.7. Anordnung der Kartenelemente<\/h2>\n<p>Generell sollte man den Informationen, die durch die Visitenkarte<br \/>\nweitergegeben werden, ausreichend Raum lassen. Die Daten und sonstige<br \/>\nGestaltungselemente richtet man an einem <strong>Raster<\/strong> aus. Dies wirkt strukturierter<br \/>\nund hilft dem Betrachter, die dargebotenen Informationen wahrzunehmen.<br \/>\nWichtige Informationen werden hervorgehoben und die natu\u0308rliche Leseabfolge wird beru\u0308cksichtigt, also von links nach rechts oder von oben nach unten. Es<br \/>\nsoll auf einen Blick erkannt werden, wer der \u00dcberbringer ist beziehungsweise<br \/>\num welches Unternehmen es sich handelt. Aus diesem Grund platziert man<br \/>\ndiese Daten auch gr\u00f6\u00dfer und deutlicher auf der Karte. Name und Firmierung<br \/>\nk\u00f6nnen zusammen mit dem Logo auch etwas anders positioniert werden, als<br \/>\ndie restlichen Informationen. Die Anschrift, Rufnummern und e-Mail-Adresse et<br \/>\ncetera werden kleiner gehalten und stehen im unteren Bereich der Karte.<\/p>\n<h2>3.3. Das Visitenkartenetui<\/h2>\n<p>Wie schon erw\u00e4hnt werden Visitenkarten heutzutage haupts\u00e4chlich gesch\u00e4ftlich<br \/>\ngenutzt. Dabei ist es natu\u0308rlich wichtig, einen guten Eindruck zu Hinterlassen.<br \/>\nWill man eine Karte u\u0308berreichen, so sollte diese nicht abgenutzt aussehen oder<br \/>\ngar <em>Risse oder Eselsohren aufweisen<\/em>. Um die Visitenkarten schadlos und<br \/>\nknitterfrei transportieren zu k\u00f6nnen, bietet sich die Verwendung von Etuis (auch<br \/>\nVisitenkartenmappen) an, die speziell fu\u0308r die K\u00e4rtchen angefertigt werden.<br \/>\nSolche Beh\u00e4ltnisse gibt es mittlerweile in jeglichen Materialien, Designs und<br \/>\nPreisklassen.<br \/>\nDer erste Eindruck z\u00e4hlt. Und will man diesen besonders edel gestalten, so<br \/>\nerweist sich zum Beispiel Leder als die <strong>Richtige Wahl fu\u0308r ein Visitenkartenetui<\/strong>.<br \/>\nEbenso gibt es schon Mappen, die exklusiv von namhaften Designern<br \/>\nhergestellt wurden, die dann aber natu\u0308rlich ihren Preis haben.<br \/>\nWill man seinen Stil bewahren, so sollte man in diesen Etuis nichts<br \/>\naufbewahren, wofu\u0308r sie nicht gemacht sind (wie zum Beispiel Bankkarten).<br \/>\nNeben der Luxusvariante gibt es aber auch weitaus preisgu\u0308nstigere Angebote<br \/>\netwa aus <strong>Kunstleder oder<\/strong> <strong>Aluminium<\/strong>.<br \/>\nNoch werden Visitenkartenbeh\u00e4lter gr\u00f6\u00dftenteils von M\u00e4nnern benutzt. Modelle<br \/>\nfu\u0308r Damen sind noch selten, aber sie sind im Kommen.<\/p>\n<h2>3.4. Originelle Visitenkarten<\/h2>\n<p>\u201eMu\u0308ssen Visitenkarten immer rechteckig und aus Papier sein? Nein! Rund, oval,<br \/>\naus <strong>Holz, Plastik oder Alu<\/strong> \u2013 <strong>nahezu alles ist m\u00f6glich<\/strong>.\u201c<br \/>\nEs gibt zum Beispiel Internetunternehmen, die sich auf das Bedrucken von<br \/>\nSchokolade spezialisiert haben. Ebenso kann man sich Karten aus Metall,<br \/>\nEdelstahl, Acryl oder Lederimitaten anfertigen lassen. Auch sogenannte<br \/>\nSoftCards aus flexiblem Weichkunststoff, sowie Visitenkartenaufkleber sind<br \/>\nmittlerweile auf dem Markt zu finden. Noch spezieller sind Visitenkarten als CDs oder magnetische business cards. Au\u00dferdem gibt es die M\u00f6glichkeit, die Karte beflocken, perforieren, pr\u00e4gen, stanzen oder einfach besonders knicken zu lassen.<br \/>\nEin Beispiel dafu\u0308r sehen sie in Abbildung 10. Dass hier eigentlich viel mehr m\u00f6glich ist, als man denkt und der Kreativit\u00e4t auch ansonsten keine Grenzen gesetzt sind, zeigen folgende Fotos.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7097\" aria-describedby=\"caption-attachment-7097\" style=\"width: 369px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7097\" title=\"visitenkarten_im_wandel_der_zeit-9\" src=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/visitenkarten_im_wandel_der_zeit-9.jpg\" alt=\"\" width=\"369\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/visitenkarten_im_wandel_der_zeit-9.jpg 369w, https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/visitenkarten_im_wandel_der_zeit-9-300x181.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 369px) 85vw, 369px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7097\" class=\"wp-caption-text\">Visitenkarten alles ist m\u00f6glich Karten aus Metal<\/figcaption><\/figure>\n<h2>3.5. Tipps und Tabus<\/h2>\n<p><strong>Recherchiert man zu Informationen u\u0308ber Visitenkarten<\/strong>,<br \/>\nso liest man h\u00e4ufig.<br \/>\nTipps oder es wird aufgezeigt, was bei den K\u00e4rtchen u\u0308berhaupt nicht angesagt<br \/>\nist. In diesem Abschnitt werden einige Anregungen zusammengetragen, die<br \/>\naber auf keinen Fall als Dogma zu interpretieren sind, denn wie gesagt sind bei<br \/>\nder Erstellung von <strong>Visitenkarten Geschmack und Verwendungszweck<\/strong><br \/>\nausschlaggebend.<br \/>\n\u2022 <strong>Selbstgedruckte Visitenkarten<\/strong> oder solche aus Automaten sind zwar<br \/>\nbillig, wirken aber auch so. Deshalb lieber Druckereibetriebe<br \/>\nbeanspruchen.<br \/>\n\u2022 Die Karten sollten in das <strong>Portemonnaie des Empf\u00e4ngers passen<\/strong> oder<br \/>\nsonst von ihm abgelegt werden k\u00f6nnen. Das Format von 5,5 x 9,0 cm<br \/>\nsollte deshalb nicht u\u0308berschritten werden.<br \/>\n\u2022 <strong>Stabiles Papier wirkt professioneller<\/strong>. Man sollte also mindestens ein<br \/>\nPapier der St\u00e4rke 180 g\/m2 verwenden.<br \/>\n\u2022 Hintergrund, Farbe und Schrift sollten mit dem Gesamtauftritt des<br \/>\nUnternehmens u\u0308bereinstimmen. Falls vorhanden, sollte das Firmenlogo<br \/>\nnicht weggelassen werden.48<br \/>\n\u2022 <strong>\u201eDon`t be too similar\u201d, \u201cDon`t be too different\u201d<\/strong> \u2013 zwei Empfehlungen, die<br \/>\neinen Konflikt bilden. Dabei die Balance zu finden kann eine<br \/>\nHerausforderung sein, die angenommen werden sollte.<br \/>\n\u2022 Eine <strong>Visitenkarte wirkt leicht u\u0308berladen<\/strong>. Deswegen sollten sich nur die<br \/>\nwichtigsten Informationen darauf befinden.<br \/>\n\u2022 <strong>Rechtschreib- oder Tippfehler<\/strong> machen keinen guten Eindruck. Auch<br \/>\nwenn der Design noch so toll ist. Also den Text mehrmals durchlesen<br \/>\nund auf Fehler u\u0308berpru\u0308fen oder u\u0308berpru\u0308fen lassen, bevor man die Karte<br \/>\nzum Druck gibt.<br \/>\n\u2022 Wenn sich Kontaktdaten, wie zum Beispiel die Telefonnummer \u00e4ndern,<br \/>\nsollte auf <em>keinen Fall eine handschriftliche Korrektur<\/em> auf der Karte<br \/>\nerfolgen. Bei ge\u00e4nderten Daten erstellt man eine neue Karte.<br \/>\n\u2022 Hat man sich nach eventuell langer Arbeit eine Visitenkarte zugelegt,<br \/>\nsollte man sich keine Gelegenheit entgehen lassen, diese (potentiellen)<br \/>\nGesch\u00e4ftspartnern, Kunden und so weiter zu u\u0308berreichen. Im<br \/>\nBerufsleben empfiehlt es sich daher immer ein paar Exemplare bei sich<br \/>\nzu tragen.<br \/>\n\u2022<strong> Gesch\u00e4ftskarten sollten scanbar sein.<\/strong><br \/>\n\u2022 Wenn mehr als ein Name auf der Karte steht, ist es fu\u0308r den Empf\u00e4nger<br \/>\nschwer, sich zu merken, mit wem er in Kontakt getreten ist. Visitenkarten<br \/>\nsollte man sich deshalb nicht teilen und in gr\u00f6\u00dferen Unternehmen sollte<br \/>\njeder Mitarbeiter eine eigene Karte besitzen.<\/p>\n<p>(49 Vgl.: http:\/\/www.selbstaendig-im-netz.de\/2008\/03\/26\/marketing\/offline-marketing-fuer-selbstaendige-<br \/>\n4-visitenkarten\/ )<\/p>\n<h2>3.6. Untersuchung zur Visitenkarte von heute<\/h2>\n<p>Um sich ein genaueres Bild von modernen Visitenkarten machen zu k\u00f6nnen,<br \/>\nwerden im Folgenden 20 willku\u0308rlich ausgew\u00e4hlte Visitenkarten auf die in Punkt<br \/>\n3.2 schon diskutierten Eigenschaften untersucht. Um die Anschaulichkeit dieser<br \/>\nAnalyse sicherzustellen, sind die Abbildungen dieser Karten im Anhang zu<br \/>\nfinden.<\/p>\n<h2>3.6.1. Format<\/h2>\n<p>Bei den untersuchten Karten lag die L\u00e4nge im Bereich zwischen 5,3 cm und 9,0<br \/>\ncm und die Breite zwischen 4,9 cm und 5,5 cm. Bei den Vermessungen wurden<br \/>\ndabei immer die Ma\u00dfe im Querformat benutzt. Im Durchschnitt haben die<br \/>\nKarten die Abmessung von 8,45 x 5,34 cm. Am h\u00e4ufigsten wurden dabei die<br \/>\nL\u00e4ngen 8,5 cm (zehn Mal) und 8,7 cm (vier Mal) und die Breiten 5,5 cm (zehn<br \/>\nMal) und 5,4 cm (vier Mal) verwendet. Insgesamt wurde 16 Mal das Querformat gew\u00e4hlt, 3 Mal das Hochformat und eine quadratische Karte befand sich<br \/>\ndarunter. <strong>Das am h\u00e4ufigsten verwendete Format ist 8,5 x 5,5 cm<\/strong> (acht Mal).<br \/>\nDies best\u00e4tigt, dass das Kreditkartenma\u00df eine Richtgr\u00f6\u00dfe fu\u0308r Visitenkarten-<br \/>\nFormate darstellt. Dem Empf\u00e4nger wird so erm\u00f6glicht, die Karte sachgerecht<br \/>\naufzubewahren. Ebenso sind einfache rechteckige Formate am u\u0308blichsten.<br \/>\nUnter den untersuchten Karten befand sich kein Exemplar mit abgerundeten<br \/>\nEcken oder sonstigen Besonderheiten.<\/p>\n<h2>3.6.2. Material<\/h2>\n<p>Alle zwanzig Karten wurden aus Kartonpapier angefertigt. Es gibt lediglich<br \/>\nleichte Unterschiede bei den verwendeten St\u00e4rken. Au\u00dferdem sind acht Karten<br \/>\ncellophaniert, die restlichen sind unbehandelt.<\/p>\n<h2>3.6.3. Farbliche Gestaltung<\/h2>\n<p>Die dominierende Hintergrundfarbe ist wei\u00df. Sie wurde dreizehn Mal<br \/>\nverwendet. Dreimal wurden br\u00e4unliche beziehungsweise gelbliche Farbt\u00f6ne<br \/>\nverwendet, einmal ist der <strong>Hintergrund schwarz<\/strong>. Des Weiteren wurde zweimal<br \/>\nein Hintergrundbild benutzt und eine Karte ist auf der Vorderseite wei\u00df und hat<br \/>\nauf der Ru\u0308ckseite ein Bild als Hintergrund.<br \/>\nAls Schriftfarbe wurde haupts\u00e4chlich schwarz verwendet (vierzehn Mal).<br \/>\nEbenso wurde wei\u00dfe Schrift (auf schwarzem Hintergrund oder bunten<br \/>\nFarbelementen) graue, blaue, violette und dunkelbraune Schrift gew\u00e4hlt. Bei<br \/>\nallen Karten wird darauf geachtet, dass sich die Schrift vom Hintergrund abhebt.<br \/>\nDie Firmenlogos sind auffallend bunt gehalten. Hier wurden haupts\u00e4chlich die<br \/>\nFarben rot, orange, blau und schwarz eingesetzt. Ebenso wurden vereinzelt<br \/>\nwichtige Informationen wie die <strong>e-Mail-Adresse<\/strong> durch die Farbgebung<br \/>\nhervorgehoben.<\/p>\n<h2>3.6.4. Fotos und Abbildungen<\/h2>\n<p>Neben den Firmenlogos und den Hintergrundbildern findet man auf den<br \/>\nVisitenkarten meist keine weiteren Abbildungen. Nur auf einem Exemplar ist ein<br \/>\nFoto des Besitzers zu sehen. Auf weiteren fu\u0308nf Karten sind kleine Abbildungen,<br \/>\ndie zu der jeweiligen T\u00e4tigkeit des <strong>Karteninhabers<\/strong> passen. So zeigt zum<br \/>\nBeispiel die Visitenkarte einer Musiklehrerin Klaviertasten und die eines Kinderund<br \/>\nJugendmediziners ist mit einem spielenden Kind verziert.<\/p>\n<h2>3.6.5. Ru\u0308ckseite Visitenkarten<\/h2>\n<p>Auf zw\u00f6lf der zwanzig Visitenkarten wurde die Ru\u0308ckseite wei\u00df gelassen. Bei<br \/>\nneun Karten wird sie also genutzt, um auf der Vorderseite fehlende<br \/>\nInformationen zu liefern. Bei drei davon wird auf der Ru\u0308ckseite der<br \/>\n<strong>T\u00e4tigkeitsbereich n\u00e4her definiert<\/strong>. Auf einer findet man dort die englische<br \/>\nVersion der Kontaktdaten und zwei Unternehmen (ein Restaurant und ein<br \/>\nFris\u00f6r) teilen sich ihre K\u00e4rtchen mit einem Unternehmen, welches jeweils in der<br \/>\ngleichen Sparte t\u00e4tig ist und ihren Sitz im selben Ort hat (diese beiden<br \/>\nRu\u0308ckseiten werden im Anhang nicht aufgefu\u0308hrt). Auf weiteren drei Exemplaren<br \/>\nwurde die Vorderseite nur dazu genutzt, das Firmenlogo darzustellen und die<br \/>\nBerufsbezeichnung beziehungsweise T\u00e4tigkeitsbereiche zu erl\u00e4utern. Hier<br \/>\nwurde also die hintere Seite mit dem Namen, der Adresse und sonstigen<br \/>\nInformationen bedruckt.<\/p>\n<h2>3.6.6. Schrift<\/h2>\n<p>Bei der Wahl der Schrift wurden <strong>keine Experimente<\/strong> gemacht. Auf allen<br \/>\nExemplaren wurden u\u0308bliche Druckschriften eingehalten. Nur die Visitenkarte<br \/>\nder Cantina \u201eLa Cueva\u201c weist eine leicht verschn\u00f6rkelte Schrift auf, die aber<br \/>\nnoch sehr gut lesbar ist. Der Name des Unternehmens beziehungsweise von der jeweiligen Kontaktperson ist meist hervorgehoben. Sie wurden in gr\u00f6\u00dferem Schriftgrad gehalten und manchmal auch fett geschrieben.<\/p>\n<h2>3.6.7. Anordnung der Kartenelemente<\/h2>\n<p>Auf die Platzierung der einzelnen Kartenelemente wurde bereits eingegangen.<br \/>\nErw\u00e4hnenswert ist noch, dass sich der Name des Unternehmens<br \/>\nbeziehungsweise des Besitzers u\u0308blicherweise in der oberen H\u00e4lfte der Karte<br \/>\nbefinden. Bei Betrieben befindet sich darunter meist der zust\u00e4ndige<br \/>\nAnsprechpartner und dessen Position oder Berufsbezeichnung. Die Adresse,<br \/>\nRufnummern, e-Mail-Adresse und eventuell <strong>Angaben zur Website befinden<\/strong> sich<br \/>\nbis auf wenige Ausnahmen im unteren Bereich der Karte. Vor allem bei \u00c4rzten<br \/>\nfindet man hier auch die Sprechzeiten, bei einer Kaffeer\u00f6sterei dagegen die<br \/>\n\u00d6ffnungszeiten.<\/p>\n<h2>4. Druck von Visitenkarten<\/h2>\n<p><strong>4.1. Arten<\/strong><\/p>\n<p>Beim Druck von Visitenkarten gibt es mehrere M\u00f6glichkeiten, je nachdem ob<br \/>\nman die K\u00e4rtchen von einer <strong>Werbeagentur gestalten<\/strong> l\u00e4sst und diese dann den<br \/>\nDruck veranlasst, oder ob man sie selbst entwirft und designed und sie dann<br \/>\ndrucken l\u00e4sst. Denkbar ist auch die Variante, die <strong>Visitenkarten designen<\/strong> zu<br \/>\nlassen und den Druck dann selbst in Auftrag zu geben.<br \/>\nImmer dann, wenn der Auftrag zum Drucken vergeben wird, kann man dies der<br \/>\n\u00f6rtlichen Druckerei u\u0308berlassen, oder man wendet sich an <strong>Onlinedruckereien<\/strong>.<br \/>\nSelbst bei Kaufhausketten kann man <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/visitenkarten-drucken\"><em>Visitenkarten drucken lassen<\/em><\/a>.<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich eignet sich jedes Druckverfahren fu\u0308r den Druck von<br \/>\nVisitenkarten. Je nach gewu\u0308nschtem Ergebnis beziehungsweise das zu<br \/>\nbedruckende Material, eignen sich manche Verfahren besser. Folgende<br \/>\nDruckvarianten stehen zur Verfu\u0308gung:<br \/>\n\u2022 Der Offsetdruck<br \/>\n\u2022 Der Siebdruck<br \/>\n\u2022 Der Digitaldruck<br \/>\n\u2022 Der Sublimationsdruck<br \/>\n\u2022 Der Flexodruck<\/p>\n<p><strong>Offsetdruck<\/strong><br \/>\nQualitativ hochwertiges Druckverfahren fu\u0308r mehrfarbige Motive mit<br \/>\nFarbverl\u00e4ufen. Da aber <strong>Fixkosten (z.B. Film- und Sieberstellung)<\/strong> entstehen,<br \/>\neignet sich der Offsetdruck besonders bei gro\u00dfen Stu\u0308ckzahlen. Ab etwa 500<br \/>\nStu\u0308ck ist der Offsetdruck generell rentabeler als andere Verfahren.<\/p>\n<p><strong>Siebdruck<\/strong><br \/>\n\u201eDie Siebdruck-Technik eignet sich fu\u0308r eine Vielzahl von Materialien, wie<br \/>\n<em>Textilien, Keramik, Holz, Papier, Glas, Metall und Kunststoff<\/em>. Der <strong>Siebdruck<\/strong><br \/>\nkann deshalb in vielen Branchen angewendet werden, unter anderem in der<br \/>\nBekleidungsindustrie oder fu\u0308r die Produktion von <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/aufkleber-drucken\">Aufklebern<\/a> fu\u0308r die<br \/>\nverschiedensten Anwendungen. Das Verfahren eignet sich besonders gut fu\u0308r<br \/>\ngro\u00dfe Auflagen, da fu\u0308r jede Farbe ein eigenes Drucksieb erstellt werden muss.\u201c<br \/>\nDas Einsatzgebiet ist zwar nahezu unbegrenzt, aber bei kleineren Auflagen<br \/>\nsollte man, wenn die M\u00f6glichkeit besteht, auf den Digitaldruck ausweichen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Digitaldruck<\/strong><br \/>\nDurch die Vielseitigkeit der verwendeten Tinten k\u00f6nnen eine ganze Reihe<br \/>\nverschiedenster Materialien bedruckt werden. Der Digitaldruck eignet sich<br \/>\nhervorragend fu\u0308r kleine bis mittlere Auflagen und personalisierte Drucke.<br \/>\nGerade im Bereich der Werbetechnik hat der <strong>Digitaldruck in den letzen Jahren<\/strong><br \/>\n<strong>enorme Fortschritte gemacht.<\/strong> Gro\u00dfe Auflagen sind im Digitaldruck eher<br \/>\nungu\u0308nstig.<\/p>\n<p><strong>Digitaldruck mit Sublimationstinte<\/strong><br \/>\nDer Sublimationsdruck ist das weltweit neueste Druckverfahren.56 Gedruckt<br \/>\nwird mit einer Spezialtinte (<strong>Sublimationstinte<\/strong>), die sehr resistent gegen UVStrahlung<br \/>\nund andere Umwelteinflu\u0308sse ist. In der Werbetechnik kommen<br \/>\nhaupts\u00e4chlich zwei Methoden des Sublimationsdrucks zum Einsatz: Beim Sublimationsdruck mit Zwischentr\u00e4ger wird eine Spezialfolie mit<br \/>\nSublimationstinte bedruckt und anschlie\u00dfend mit einer Transferpresse<br \/>\ndurch Hitze und Druck auf das Objekt u\u0308bertragen. Die verwendbaren<br \/>\nMaterialien sind sehr vielf\u00e4ltig. H\u00e4ufig wird der Sublimationsdruck im<br \/>\nBereich Textilveredelung, Glas, Porzellan und zur Veredelung von<br \/>\nWerbemitteln eingesetzt. Die Vorteile des Sublimationsdrucks sind die<br \/>\nfotorealistische Darstellung und die niedrigen Produktionskosten.<br \/>\nBeim <strong>Sublimationsdirektdruck<\/strong> wird die zu druckende Grafik direkt ohne<br \/>\nZwischentr\u00e4ger auf das Material aufgedruckt und direkt in der Maschine<br \/>\nfixiert. Diese relativ neue Technik wird haupts\u00e4chlich zur Produktion von<br \/>\nFahnen, Bu\u0308hnenbildern und Stoffdrucken eingesetzt. Die<br \/>\nSublimationsdrucke k\u00f6nnen im Innen- und Au\u00dfenbereich eingesetzt<br \/>\nwerden und sind<strong> mehrere Jahre UV- und wetterbest\u00e4ndig<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Flexodruck<\/strong><br \/>\n\u201eDer Flexodruck ist ein direktes Hochdruckverfahren in der Art wie man es aus<br \/>\ndem <strong>Stempeldruck<\/strong> kennt. Wie bei einem Stempel sind die zu druckenden Teile<br \/>\nauf dem Drucktr\u00e4ger erhaben.<br \/>\nDie nicht zu druckenden Teile liegen tiefer auf dem Drucktr\u00e4ger. Da der<br \/>\nFlexodruck ein direktes Druckverfahren ist, gibt die Druckform die Farbe direkt<br \/>\nan die zu bedruckenden Materialen ab. Auf dem Drucktr\u00e4ger muss das<br \/>\nDruckbild spiegelverkehrt aufgebracht werden. Beim Druckvorgang wird der<br \/>\nerhabene Teil mit Farbe eingef\u00e4rbt und auf das Druckmaterial gepresst. Als<br \/>\nDruckfarben kommen L\u00f6semittelbasierende, <strong>Wasserbasierende und UV-Farben <\/strong>zum Einsatz.\u201c<\/p>\n<h2>4.2. Spezifikationen<\/h2>\n<p>Fu\u0308r den Druck von Visitenkarten mu\u0308ssen folgende Spezifikationen eingehalten<br \/>\nwerden. Gem\u00e4\u00df dem Standardformat<strong> (Endformat) 85 x 55<\/strong> mm muss beim<br \/>\nanlegen von Visitenkarten am Pc ein Beschnittrand von 2-3 mm beru\u0308cksichtigt<br \/>\nwerden. Fu\u0308r ein gutes Erscheinungsbild der Karte, sollte zus\u00e4tzlich einen<br \/>\nAbstand von 3-5 mm zum Kartenrand angelegt werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7099\" aria-describedby=\"caption-attachment-7099\" style=\"width: 534px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7099\" title=\"Visitenkarten-beschnitt\" src=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Visitenkarten-beschnitt.jpg\" alt=\"Visitenkarten Beschnitt\" width=\"534\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Visitenkarten-beschnitt.jpg 534w, https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Visitenkarten-beschnitt-300x134.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 534px) 85vw, 534px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7099\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 15: Grunddaten zur Visitenkartenerstellung<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Visitenkarten-Datei hat dann die Ma\u00dfe<\/strong><br \/>\n<strong>85 x 55 mm Endvormat bei 2 mm<\/strong> <strong>Beschnitt ist das\u00a0 89mm x 59 mm<\/strong> und bei 3 mm Beschnitt 91mm x 61mm<br \/>\nDie g\u00e4ngigen Dateiformate, die von jeder Druckerei verarbeitet werden, sind<br \/>\nPDF, EPS, TIFF und JPG. Dabei sind die Daten im CMYK-Farbmodus und in<br \/>\n300 dpi anzulegen.<\/p>\n<p><strong>Farbigkeit<\/strong><br \/>\nOb in 1- oder 4-farbigem Druck, das ist heute eher eine \u00e4sthetische Frage, als<br \/>\neine Frage des Preises. Da die meisten Visitenkartenproduktionen kleine<br \/>\nAuflagen haben, bieten sich auf dem Markt eine Menge an <em>Online-Druckereien<\/em><br \/>\nan, die versuchen, sich gegenseitig zu unterbieten. Diese drucken grunds\u00e4tzlich<br \/>\nim 4c-Euroskala-Prozess und diese 4 Farben sind Standard und vorhanden.<br \/>\nViele gr\u00f6\u00dfere Unternehmen drucken dennoch 2-farbig und mit so genannten<br \/>\n<strong>Schmuck- bzw. Sonderfarben<\/strong>. Dies hat zwei Gru\u0308nde. Wer bei unterschiedlichen<br \/>\nDruckereien und in unterschiedlichen L\u00e4ndern drucken l\u00e4sst, definiert seine<br \/>\nFarben nach der <strong>Pantone oder HKS Farbskala<\/strong>. Dies sind klar definierte Farben,<br \/>\ndie sich nicht aus den 4 Farben des 4c-Prozesses zusammensetzten. Damit<br \/>\nwird sichergestellt, dass man immer die gleiche definierte Farbe bekommt.<br \/>\nDieses System beru\u0308cksichtigt auch die Farbschwankungen, die bei<br \/>\ngestrichenen und ungestrichenen Papieren auftreten.<\/p>\n<p><strong>Papierauswahl<\/strong><br \/>\nUngestrichene Papiere haben &#8211; vereinfacht ausgedru\u0308ckt &#8211; offene Poren, in die<br \/>\ndie Farbe wie ein &#8222;Schwamm&#8220; aufgesogen wird. Dadurch ergibt sich ein anderer<br \/>\nFarbeindruck als bei gestrichenen Papieren. Hier steht die Farbe auf der<br \/>\nOberfl\u00e4che und wirkt dadurch deutlich leuchtender und klarer. Der zweite Grund fu\u0308r die Verwendung von Sonderfarben liegt in Ihrer Leuchtkraft. Bei den<br \/>\n<em>Sonderfarben gibt es Farbt\u00f6ne, die besonders kr\u00e4ftig und leuchtend <\/em>sind. Dies<br \/>\nwissen z.B. auch Verpackungshersteller und verwenden Sonderfarben, um die<br \/>\nProdukte besonders gut zu pr\u00e4sentieren. Diese Intensit\u00e4t der Farbe l\u00e4sst sich<br \/>\nnicht <strong>u\u0308ber den 4c-Prozess<\/strong> erreichen.<br \/>\nDas Papier definiert sich durch seine Oberfl\u00e4cheneigenschaften und durch<br \/>\nseine St\u00e4rke. W\u00e4hrend die gu\u0308nstigen Online-Druckereien meistens nur zwei<br \/>\nPapiere (matt \/ gl\u00e4nzend) anbieten, kann man sich bei Offset-Druckereien vor<br \/>\nOrt eine Vielzahl von unterschiedlichen Papiermustern zeigen lassen. Ab 180<br \/>\ng\/qm werden Papiere fu\u0308r Visitenkarten eingesetzt. Traditionell wird 300 g\/qm<br \/>\nverwendet.<\/p>\n<h2>4.3. Druckanbieter<\/h2>\n<p>Im Gesch\u00e4ftsbereich werden neue Web2print L\u00f6sungen in Zukunft eine gro\u00dfe<br \/>\nRolle spielen, da bei Druckauftr\u00e4gen die Drucksachen einfach online aufgerufen<br \/>\nund editiert werden k\u00f6nnen (siehe dazu auch 6.1. Corporate Design).\u00a0 Daru\u0308ber<br \/>\nhinaus k\u00f6nnen bei <a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/\">Online-Druckereien<\/a> die Visitenkarten auch interaktiv, nach<br \/>\nUpload der Daten, gestaltet werden.\u00a0 Manche Anbieter bieten sogar an,<br \/>\nunterschiedliche Motive in einem bestellten Visitenkartenpaket zu liefern. Dies<br \/>\nist von Vorteil, wenn man verschiedene Produkte, ein Portfolio oder mehrere<br \/>\nDienstleistungen pr\u00e4sentieren will. Die potentiellen Kunden k\u00f6nnen sich die<br \/>\nKarte aussuchen, die ihnen am besten gef\u00e4llt bzw. die fu\u0308r sie am relevantesten<br \/>\nist. So k\u00f6nnen die unterschiedlichen Facetten des Unternehmens perfekt<br \/>\ngezeigt werden und gleichzeitig eine Karte verteilt werden, die Kunden und im<br \/>\nKopf behalten.<br \/>\nDie Suche nach &#8222;der besten Druckerei&#8220; stellt sich bei jedem Druckobjekt neu.<br \/>\nWer die besten <strong>Visitenkarten anbietet<\/strong>, ist nicht gleichzeitig auch der beste<br \/>\nBroschu\u0308renproduzent. Visitenkarten k\u00f6nnen natu\u0308rlich auch auf einem Drucker<br \/>\nselbst ausgedruckt werden. Allerdings wirken diese unprofessionell, da sie selten auf festem, fu\u0308r Visitenkarten geeignetem Papier gedruckt werden. Bei<br \/>\nmehreren hundert Exemplaren sind u\u0308berdies Online-Druckereien deutlich<br \/>\ngu\u0308nstiger. Selbst die Hersteller von <em>Visitenkarten-Druckern<\/em> haben reagiert und<br \/>\ndie Produktion dieser Drucker eingestellt.<br \/>\nOnline-Druckereien Im Internet ist heute vieles leichter zu regeln. So l\u00e4sst sich auch bei Visitenkarten eine Internet-Schnittstelle zwischen einer Druckerei und dessen<br \/>\nKunden nutzen (Online-Druckereien). Dort kann der Kunde seine Visitenkarten<br \/>\nselbst erstellen, oder wie oben erw\u00e4hnt, diese nach externem Entwurf in Auftrag<br \/>\ngeben. Fu\u0308r eine <strong>selbst\u00e4ndige Gestaltung<\/strong> k\u00f6nnen tausende von Grafikvorlagen<br \/>\nausgew\u00e4hlt und dutzende von Schriften verwendet werden. In Deutschland<br \/>\ngibt es mittlerweile u\u0308ber<strong> 370 Druckereien<\/strong>, die die Be- oder Erstellung von<br \/>\nVisitenkarten online erm\u00f6glichen.<\/p>\n<h2>Online-Druckereien bieten folgende Vorteile:<\/h2>\n<p>\u2022 Sind bei Standardausfu\u0308hrungen meist gu\u0308nstiger als die \u00f6rtlichen<br \/>\nDruckereien<br \/>\n\u2022 Zeitersparnis (durch Grafik und Vorlagen-Nutzung)<br \/>\n\u2022 Web2Prind Systeme erleichtern das Vorgehen bei \u00c4nderungen<br \/>\n<strong>Weitere Vorteile sind<\/strong><br \/>\n\u2022 Sofort-Kalkulation im Webbrowser ohne Schriftverkehr per Fax und<br \/>\nlangwierige telefonische Nachfragen<br \/>\n\u2022 Produktionssicherheit durch standardisierten Workflow und vor allem<br \/>\nsichere Farben nach ISO-Standard<br \/>\n\u2022 Beim Auftragsstatus immer auf dem Laufenden &#8211; per eMail oder onlinetracking.<br \/>\n\u2022 Online Softproofs geben (ein wenig) Sicherheit<br \/>\n\u2022 Kunden eines Grafikbu\u0308ros k\u00f6nnen die Druckabwicklung ab PDF-Datei<br \/>\nggf. selber u\u0308bernehmen.<br \/>\n\u2022 Transparenter Gestaltungs- und Produktionsverlauf<br \/>\n\u2022 On-Demand-Druck fu\u0308r den unmittelbaren und tats\u00e4chlichen Bedarf<br \/>\n\u2022 Wegezeiten und -kosten z. B. fu\u0308r Kurierfahrten entfallen<br \/>\n\u2022 Archivfunktion<br \/>\n\u2022 Verku\u0308rzter Beschaffungsprozess spart Aufwand und Kosten<br \/>\n\u2022 Zugriff auf Angebot und Auftr\u00e4ge in Echtzeit<br \/>\n\u2022 Gesichertes Corporate Design &#8211; auch bei dezentralem Zugriff<\/p>\n<p><strong>Fu\u0308r die Online-Druckereien ergeben sich ebenfalls Vorteile:<br \/>\n<\/strong>Verku\u0308rzte Lieferzeit spart Administration und Kosten<br \/>\n\u2022 Hohe Kundenbindung durch tagesaktuelle Angebote und<br \/>\nDienstleistungen<br \/>\n\u2022 Schnelle Information u\u0308ber Produkt- und Dienstleistungs-Neuheiten<br \/>\n\u2022 Automatisierung der Arbeitsabl\u00e4ufe, zum Beispiel bei Kreation, Layout,<br \/>\nFreigaben, Kurierfahrten, Archivierung und in der Buchhaltung<br \/>\n\u2022 (Kosten-) Transparenz und Kontrolle der Arbeitsschritte<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Druckereien<\/strong><br \/>\nZum <em>Standardangebot von Druckereien<\/em> \u201evor Ort\u201c geh\u00f6ren zum Beispiel Plakate,<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/flyer\">Flyer<\/a>, Kataloge und natu\u0308rlich auch der Druck von Visitenkarten. Druckereien<br \/>\nohne <strong>Online-Angebote<\/strong> haben zwar ein gewisses Potenzial eingebu\u0308\u00dft, aber<br \/>\ndennoch auch Vorteile behaupten k\u00f6nnen:<br \/>\n\u2022 Beratungsleistung durch langj\u00e4hrige Erfahrung<br \/>\n\u2022 Das eingespielte Team des Grafik-Designers bzw. der Designerin und<br \/>\nder Druckerei &#8222;vor Ort&#8220; samt Vorstufe empfiehlt sich nach wie vor fu\u0308r<br \/>\nindividuelle, nicht standardisierbare Druckprojekte<br \/>\n\u2022 Druck von Sonderfarben<br \/>\n\u2022 Qualitativ hochwertige Papiere<br \/>\n\u2022 Bessere Verarbeitung und Veredelung<br \/>\n\u2022 Bei besonders hochwertigen Ergebnissen kann vorab zur Sicherheit<br \/>\nauch ein Probeabzug geliefert werden<\/p>\n<h2>5. Visitenkarten im Berufsleben<\/h2>\n<p><strong>5.1. Corporate Design<\/strong><\/p>\n<p>\u201cCorporate Design stellt ein Element der Corporate Identity dar und ist<br \/>\nvereinfacht ausgedru\u0308ckt das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens.\u201c<br \/>\nDabei wird die Identit\u00e4t, Kultur und Vision eines Unternehmens<br \/>\nwidergespiegelt.<br \/>\nZum Corporate Design geh\u00f6rt unter anderem die Gestaltung der<br \/>\nKommunikationsmittel wie Firmen-Logo und Firmen-Schriftzug. Daru\u0308ber hinaus<br \/>\nwerden fu\u0308r alle Pr\u00e4sentationen, Kataloge oder \u00e4hnliches Firmenfarben<br \/>\nfestgelegt, die durchwegs zu verwenden sind. Selbiges gilt fu\u0308r die Website,<br \/>\nBriefpapiere, Umschl\u00e4ge, Visitenkarten, Plakate, Prospekte, Firmen T-Shirts,<br \/>\n<strong>Hinweisschilder<\/strong>, Inserate und sonstige Werbemittel &#8211; hier wird ebenfalls ein<br \/>\neindeutig zuordenbares Erscheinungsbild propagiert.<br \/>\nDie Gestaltung aller Elemente des Corporate Design geschieht unter<br \/>\neinheitlichen Gesichtspunkten, um bei jedem Empf\u00e4nger dieser visuellen<br \/>\nBotschaft einen Wiedererkennungseffekt zu erzielen. Dies gelingt durch<br \/>\nkonsequent verwendete Schriftarten, Farben, Elementanordnungen und<br \/>\nLayouts.<br \/>\nVon Unternehmen zu Unternehmen gibt es dabei unterschiedliche<br \/>\nSchwerpunkte und Grade der Ausfu\u0308hrung. Die wirksamsten<br \/>\nWiedererkennungsmerkmale sind Firmenschriftzug und Farbeinsatz. Wie bei<br \/>\nallen Werbemitteln gilt auch bei <strong>Visitenkarten<\/strong>, dass Firmenfarben und -logo<br \/>\nm\u00f6glichst pr\u00e4sent eingesetzt werden und auch schon von weitem erkennbar<br \/>\nsein sollten.<br \/>\nEine Weitere L\u00f6sung in Bezug auf das <strong>Corporate Design<\/strong> bietet ein<br \/>\nGesch\u00e4ftsmodell, in dem zusammen mit dem Kunden eine Corporate Design erstellt wird. Mit dem so erstellten Grund-Layout k\u00f6nnen dann \u2013datenbankgestu\u0308tzt \u2013 online die zu druckenden Visitenkarten in Auftrag gegeben<br \/>\nwerden. Durch die webgestu\u0308tzte Produktion lassen sich \u00c4nderungen<br \/>\nselbst\u00e4ndig eingeben und man erh\u00e4lt am Bildschirm einen Korrekturabzug<br \/>\n(Proof).<\/p>\n<h2>5.2. Visitenkarten International<\/h2>\n<p>Eine ganz besonders gro\u00dfe Bedeutung kommt der <strong>Visitenkarte in Japan<\/strong> zu.<br \/>\nSie hat dort einen <strong>h\u00f6heren Stellenwert als in anderen L\u00e4ndern<\/strong>.<br \/>\nDurch die Aufschrift kl\u00e4rt sie das Verh\u00e4ltnis zwischen zwei Gesch\u00e4ftspartnern,<br \/>\nindem sie Informationen u\u0308ber die Position des jeweiligen Gesch\u00e4ftspartners<br \/>\nu\u0308bermittelt. Trotz der vielen japanischen Schriftzeichen, die teilweise auch<br \/>\ngleichlautend sind, l\u00e4sst sich mit Hilfe der Visitenkarte der Name mit der<br \/>\nkorrekten Schreibweise erfahren.\u00a0 Daru\u0308ber hinaus spielt die Position des<br \/>\nGesch\u00e4ftspartners in seinem Unternehmen eine wichtige Rolle fu\u0308r den Umgang<br \/>\nmiteinander.<br \/>\nAu\u00dferdem ist es <strong>in Japan verp\u00f6nt<\/strong>, eine Visitenkarte, die man gerade erhalten<br \/>\nhat, sogleich in die Tasche zu stecken. Durch das Format von 91 x 55 mm<br \/>\nverweigert die Karte selbst die Aufbewahrung beispielsweise in einem<br \/>\nStandard-Visitenkartenetui. In Japan werden die Visitenkarten mit viel <em>Respekt<\/em><br \/>\n<em>behandelt<\/em> und in passenden Utensilien oder in Ordnern aufbewahrt.<br \/>\nNicht nur das Format ist in Asien anders, sondern auch die Farbgebung.<br \/>\nFarbiger gestaltet, mit liebevollen Details versehen und auf aufw\u00e4ndig<br \/>\nhergestelltem <strong>Bu\u0308ttenpapier gedruckt<\/strong>, muten die Karten stellenweise wie von<br \/>\neinem Kalligraphen verewigt an. Allerdings unterscheiden sich die japanischen Visitenkarten vom Aufbau und<br \/>\nInhalt kaum von europ\u00e4ischen.\u00a0 Viele <strong>Asiaten<\/strong> halten sich aber an Feng-Shui-<br \/>\nRegeln, um dadurch ihren berufliche Erfolg zu erh\u00f6hen<\/p>\n<h2>5.2.1. Format International<\/h2>\n<p>Als Ausnahme zum europ\u00e4ischen Format ist das vorher genannte japanische<br \/>\nFormat 91 x 55 mm zu sehen. Einen weiteren Sonderfall stellt die USA dar. Hier<br \/>\nhat die Visitenkarte auch mal das Format 88,9 x 54,0 mm<br \/>\nAllgemein ist es u\u0308blich, das Format von etwa 10 x 7 cm nicht zu u\u0308berschreiten.<br \/>\nPraktisch ist das Scheckkartenformat, es sind aber auch kleinere Ma\u00dfe bis zu<br \/>\n7 x 4 cm u\u0308blich.<br \/>\nVisitenkarten-Formate in der \u00dcbersicht:<\/p>\n<p><strong>Land \u00a0 \u00a0 Format<\/strong><br \/>\nEuropa\u00a0 85 x 55 mm<br \/>\nJapan\u00a0\u00a0\u00a0 91 x 55 mm<br \/>\nUSA\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 88,9 x 54 mm<\/p>\n<h2>5.2.2. Visitenkartenu\u0308bergabe<\/h2>\n<p>\u201eVisitenkarten sind nicht gleich Visitenkarten. Vor allem die Art und Weise wie<br \/>\nman mit ihnen umgeht kann sich von Land zu Land deutlich unterscheiden.\u201c<br \/>\nEs gilt aber generell u\u0308berall: Mit Visitenkarten geht man souver\u00e4n um!<br \/>\nBesonders stilvoll ist es, wenn die <strong>Visitenkarte aus einem Lederetui<\/strong> u\u0308bereicht wird. Wer eine Visitenkarte u\u0308bereicht bekommt, sollte auf jeden Fall einen Blick<br \/>\ndarauf werfen, denn die Karte ungeachtet wegzustecken gilt als unh\u00f6flich. Wird<br \/>\ndie Visitenkarte gar ganz abgelehnt, oder einfach auf dem Tisch liegen<br \/>\ngelassen, so bedient man ebenfalls ein Tabu.<br \/>\nZus\u00e4tzlich zu diesen allgemeingu\u0308ltigen Gepflogenheiten herrschen in anderen<br \/>\nL\u00e4ndern ganz spezielle Regeln und Gebr\u00e4uche:<\/p>\n<p><strong>Checkliste Visitenkarten-Tausch und \u2013\u00dcbergabe<\/strong><br \/>\n<strong>Deutschland <\/strong><br \/>\nVisitenkarten bewahrt man am besten immer am<br \/>\ngleichen Ort auf. Geeignet sind die rechte Au\u00dfentasche<br \/>\nund die linke Innentasche, wenn man Rechtsh\u00e4nder ist.<br \/>\nBei Linksh\u00e4nder ist es umgekehrt. So vermeidet man<br \/>\ndie unkompetent wirkende Sucherei. Visitenkarten<br \/>\nverteilt man gro\u00dfzu\u0308gig, aber gezielt: An Kundinnen und<br \/>\nKunden, interessante Personen, selten angetroffene<br \/>\nBekannte. Damit hinterl\u00e4sst man neben dem flu\u0308chtigen<br \/>\nauch noch einen schriftlichen Eindruck.<br \/>\n\u00dcbergeben wird die Karte so, dass der<br \/>\n<strong>Gespr\u00e4chspartner die Schrift lesen kann<\/strong>. Er braucht<br \/>\nund bekommt die Gelegenheit, sich Zeit fu\u0308r das<br \/>\nStudium zu nehmen. Visitenkarten unbeachtet in eine<br \/>\nJackentasche zu stecken, gilt als extrem unh\u00f6flich.<br \/>\nErh\u00e4lt man eine Visitenkarte, so u\u0308bergibt man dem<br \/>\nanderen auch eine. Es ist nicht optimal, dem<br \/>\nGegenu\u0308ber eine <strong>Visitenkarte aufzudr\u00e4ngen<\/strong>. Schnell<br \/>\nentsteht ein falscher Eindruck. Mit diesem Satz<br \/>\nfunktioniert es aber erfolgreich: \u201eVielleicht ben\u00f6tigen Sie<br \/>\neinmal einen Experten?\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00a0Visitenkarten- \u00dcbergabeim Gro\u00dfbritannien<\/strong><br \/>\nVisitenkarten werden u\u0308blicherweise am Anfang des<br \/>\nGespr\u00e4chs ausgetauscht. Der Gastgeber beginnt mit<br \/>\ndem Visitenkartentausch.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Visitenkarten- \u00dcbergabeim<\/strong> <strong>K\u00f6nigreich der<\/strong><br \/>\n<strong>Niederlande<\/strong><br \/>\nIn Belgien, Flandern, hat man zwei Varianten von<br \/>\nVisitenkarten. Die kleine Karte, die bei gesch\u00e4ftlichen<br \/>\nAnl\u00e4ssen u\u0308berreicht und zum Kondolieren verwendet<br \/>\nwird, und die gr\u00f6\u00dfere, die verschickt werden kann.<br \/>\nVisitenkarten sind gute Anhaltspunkte dafu\u0308r, wie<br \/>\njemand angeschrieben werden will.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Visitenkarten- \u00dcbergabeim\u00a0 Italien<\/strong><br \/>\nDie Visitenkartenu\u0308bergabe findet erst dann statt, wenn<br \/>\nman im Gespr\u00e4ch n\u00e4her auf die beruflichen T\u00e4tigkeiten<br \/>\nzu sprechen kommt oder gar erst bei der Verabschiedung.<br \/>\nDie Visitenkarte wird der entsprechenden Person direkt<br \/>\nin die <strong>Hand u\u0308bergeben<\/strong> und nicht wie eine Spielkarte<br \/>\nu\u0308ber den Tisch geschoben.<br \/>\nAuf der Visitenkarte sollten alle akademischen Grade,<br \/>\nTitel und Positionen stehen, da der Status sehr wichtig<br \/>\nist.<\/p>\n<p><strong>Visitenkarten- \u00dcbergabe im\u00a0 \u00d6sterreich<\/strong><br \/>\nVisitenkarten werden dem Partner schon zu Beginn<br \/>\neiner gesch\u00e4ftlichen Besprechung, nach der Vorstellung<br \/>\nund dem ersten <strong>H\u00e4ndeschu\u0308tteln pers\u00f6nlich u\u0308berreicht<\/strong>.<br \/>\nTitel sind in \u00d6sterreich sehr wichtig und sollten deutlich<br \/>\nund in gleicher Schrift vor dem Namen stehen.<br \/>\nIm \u00f6sterreichischen Gesch\u00e4ftsleben findet man h\u00e4ufig<br \/>\nzwei Arten von Visitenkarten: Eine spezielle<br \/>\n\u00f6sterreichische Variante, auf der alle akademischen<br \/>\nGrade inklusive Fakult\u00e4ten und Pr\u00e4dikate aufgezeichnet<br \/>\nsind, und eine internationale nur mit Name und<br \/>\nFunktion.<\/p>\n<p><strong>\u00a0\u00dcbergabe in der Schweiz<\/strong><br \/>\nAuf Visitenkarten werden nicht immer die Titel vermerkt.<br \/>\nWenn u\u0308berhaupt, werden sie nachgestellt unter den<br \/>\nNamen geschrieben. Wichtig ist vor allem der Name<br \/>\ndes Gespr\u00e4chspartners.<\/p>\n<p><strong>Visitenkarten \u00dcbergabe in der\u00a0 Tschechische Republik<\/strong><br \/>\nVisitenkarten sind in der tschechischen Republik<br \/>\nbesonders wichtig. Alle Tschechen sind darum bemu\u0308ht,<br \/>\ndie <strong>Visitenkarten gro\u00dfzu\u0308gig zu verteilen<\/strong>. Erh\u00e4lt man<br \/>\neine Businesscard, sollte man im Gegenzug ebenfalls<br \/>\nseine Karte u\u0308berreichen.<\/p>\n<p><strong>Visitenkarten in Russland<\/strong><br \/>\nDie gesch\u00e4ftliche <strong>Visitenkarte ist auch in Russland<\/strong> ein<br \/>\nunabdingbares Attribut einer Gesch\u00e4ftsperson. Der<br \/>\nerste Kontakt l\u00e4uft in der Regel unter Austausch von<br \/>\n<strong>Visitenkarten zu Beginn einer Verhandlung<\/strong> ab.<br \/>\nErh\u00e4lt man eine Visitenkarte, ist es unerl\u00e4sslich, diese<br \/>\nauch langsam sowie offensichtlich zu lesen und nicht<br \/>\nnur einen flu\u0308chtigen Blick darauf zu werfen.<br \/>\nJeder akademische Grad, der vollst\u00e4ndige Titel und die<br \/>\nPosition sollten auf der Visitenkarte zu lesen sein. Der<br \/>\nStatus ist in Russland besonders wichtig.<br \/>\nHeute ist es international u\u0308blich, die Visitenkarte in<br \/>\nLandessprache u\u0308bersetzen zu lassen. Die Visitenkarte<br \/>\nsollte dann immer mit der Landessprache nach oben an<br \/>\nden Gespr\u00e4chspartner u\u0308berreicht werden.<\/p>\n<p><strong>Visitenkarten \u00dcbergabe in L\u00e4nder mit muslimischer<\/strong><br \/>\n<strong> Pr\u00e4gung<\/strong><\/p>\n<p>In diesen L\u00e4ndern wird eine Visitenkarte stets mit der<br \/>\n<strong>rechten Hand u\u0308berreicht<\/strong> und ebenso mit der rechten<br \/>\nHand im Empfang genommen. Man tauscht die Karten<br \/>\nmeist direkt nach der ersten Begru\u0308\u00dfung aus. Genau wie<br \/>\nim asiatischen Raum gilt es auch hier, die Visitenkarte<br \/>\nmit besonderem Respekt zu behandeln.<\/p>\n<p><strong>Visitenkarten in Asien <\/strong><br \/>\nIm asiatischen Raum sind Visitenkarten ein absolutes<br \/>\nMuss. Die <strong>\u00dcbergabe wird als Ritual zelebriert<\/strong>, das von<br \/>\nL\u00e4cheln, Verbeugungen und \u201ethank you\u201c begleitet wird.<br \/>\nZuerst gibt die \u00e4ltere oder <strong>rangh\u00f6here Person<\/strong> der<br \/>\nju\u0308ngeren oder rangniedrigeren Person die Karte (jeweils<br \/>\nzwischen Daumen und Zeigefinger an den oberen<br \/>\nEcken angefasst und dem Gegenu\u0308ber so u\u0308berreicht,<br \/>\ndass dieser sie sofort lesen kann). Der Rangniedrigere<br \/>\nnimmt die Karte in beide H\u00e4nde und verbeugt sich<br \/>\nanschlie\u00dfend. Daraufhin betrachtet er die Karte genau.<br \/>\nSie darf auf keinen Fall direkt verstaut, sondern muss<br \/>\nsorgf\u00e4ltig auf die Seite gelegt werden. <strong>Anschlie\u00dfend<\/strong><br \/>\n<strong>erfolgt das gleiche Ritual durch die<\/strong><br \/>\n<strong>ju\u0308ngere\/rangniedrigere Person.<\/strong> Dabei verbeugt sich<br \/>\nimmer derjenige mit der <em>niedrigeren Funktion tiefer<\/em><br \/>\nEs ist auch gebr\u00e4uchlich w\u00e4hrend der \u00dcbergabe leise,<br \/>\naber deutlich und langsam seinen Namen zu sagen.<br \/>\nDabei betont man leicht den Familiennamen. (Da in<br \/>\nEuropa Doppelnamen durchaus u\u0308blich sind, sollte der<br \/>\nFamilienname klar verdeutlicht werden, denn in Asien<br \/>\nredet man sich in der <strong>Regel mit dem Nachnamen an<\/strong>).<br \/>\nDie Karten werden mit viel Respekt behandelt und in<br \/>\npassenden Utensilien aufbewahrt oder in Ordnern<br \/>\nabgelegt. Vor allem in China und Japan hat man mit<br \/>\nzweisprachigen Visitenkarten einen gro\u00dfen Vorteil.<br \/>\nAm <strong>Ende eines Gesch\u00e4ftstreffens<\/strong> wird die Visitenkarte<br \/>\nvorsichtig in die Anzugtasche oder in ein<br \/>\nVisitenkartenetui gesteckt. Auf der Visitenkarte eines<br \/>\nasiatischen Gespr\u00e4chspartners darf nichts notiert bzw.<br \/>\nskizziert oder unterstrichen werden.<\/p>\n<p><strong>In den einzelnen Asiatischen L\u00e4ndern,<br \/>\ngibt es aber feine unterschiede:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Visitenkarten in China<\/strong><\/p>\n<p>Wie in Europa tauschen die chinesischen<br \/>\nGesch\u00e4ftsleute gegenseitig die Visitenkarten, wenn<br \/>\nman sich zum ersten Mal begegnet. Die erste<br \/>\nBegegnung mit dem Gesch\u00e4ftspartner ist in China sehr<br \/>\nwichtig. Man tauscht nicht nur einfach die Karten,<br \/>\nsondern bringt dem Partner mit dem <strong>\u00dcberreichen der<\/strong><br \/>\n<strong>Visitenkarte Respekt entgegen<\/strong>.<br \/>\nDer Ablauf der \u00dcbergabe ist dabei genau geregelt:<br \/>\nZuerst die Begru\u0308\u00dfung (H\u00e4ndeschu\u0308tteln wie in Westen<br \/>\noder wie in China u\u0308blich, mit dem Kopf nicken und den<br \/>\nK\u00f6rper leicht nach vorn neigen). Dann ist die<br \/>\nVisitenkarte mit beiden H\u00e4nde zu halten und in <strong>einem<\/strong><br \/>\n<strong>60 Grad Winkel etwa auf Brusth\u00f6he<\/strong> des Gegenu\u0308bers<br \/>\nanzuheben, dabei stets den K\u00f6rper leicht nach vorn<br \/>\ngebeugt. Dann dem Partner die eigene Karte mit einer<br \/>\nHand reichen und gleichzeitig die angebotene Karte<br \/>\nmit der anderen Hand in Empfang nehmen. Bei der<br \/>\nAnnahme der Visitenkarte schnell den Namen und Titel<br \/>\nlesen. <strong>Den Partner nun mit Namen ansprechen<\/strong>.<br \/>\nDie angenommene Visitenkarte sollte vor sich auf den<br \/>\nTisch gelegt werde.<\/p>\n<p><strong>Visitenkarten in Su\u0308dkorea<\/strong><\/p>\n<p>Die Visitenkarte wir mit der <strong>rechten Hand u\u0308bergeben<\/strong>,<br \/>\nwobei die linke Hand das rechte Handgelenk bzw. den<br \/>\nrechten Unterarm stu\u0308tzend h\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Visitenkarten in Japan<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>In Japan ist die \u00dc<strong>bergabe durch Verbeugen und die<\/strong><br \/>\n<strong>Karte in beiden H\u00e4nden haltend<\/strong> \u2013 durch die \u00e4ltere oder<br \/>\nrangh\u00f6here Person zuerst \u2013 durchzufu\u0308hren. In Japan<br \/>\ngilt es als besondere Ehrerbietung, wenn die<br \/>\nVisitenkarte mit der rechten Hand und mit leicht<br \/>\n<strong>gesenktem Kopf gegenu\u0308ber<\/strong> einer Person u\u0308berreicht<br \/>\nwird. Nach der \u00dcbergabe wird die Visitenkarte durch<br \/>\ngenau Betrachtung gewu\u0308rdigt. Nachfolgend u\u0308bergibt die<br \/>\nju\u0308ngere oder rangniedrigere Person die Visitenkarte in<br \/>\ngleicher Weise. Die Visitenkarte wird anschlie\u00dfend<br \/>\nachtsam auf die Seite gelegt. Wenn Japaner<br \/>\nregelm\u00e4\u00dfigen Kontakt mit Ausl\u00e4ndischen<br \/>\nGesch\u00e4ftspartnern pflegen, verwenden sie meist eine<br \/>\nzweisprachige Karte, auf der sich auf einer Seite eine<br \/>\nenglische \u00dcbersetzung befindet.<\/p>\n<p>(http:\/\/books.google.de\/books?id=n9Qx__SHJocC&amp;pg=PA63&amp;lpg=PA63&amp;dq=Visitenkarten-Tausch+und+-%C3%BCbergabe&amp;source=bl&amp;ots=vf_aP3g7t5&amp;sig=5ClzgkFfiVK8FKO9o5zVes9IJtM&amp;hl=de&amp;ei=82iJSuDvKdiMsAal76zyBw&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=2#v=onepage&amp;q=&amp;f=true )<\/p>\n<p><strong>USA un der gebrauch von Visitenkarten<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>In den USA haben Visitenkarten bzw. Business Cards<br \/>\nkeine so <strong>gro\u00dfe Bedeutung wie etwa in Asien<\/strong>. Werden<br \/>\ndie Business Cards ausgetauscht, so beginnt der<br \/>\nRangh\u00f6chste mit der \u00dcbergabe. Es kann allerdings<br \/>\ndurchaus vorkommen, dass dies unterbleibt. In diesem<br \/>\nFall gilt: Behalten auch Sie Ihre Visitenkarte besser bei<br \/>\nsich. Sie k\u00f6nnen diese sp\u00e4ter immer noch einer<br \/>\nschriftlichen Kommunikation beilegen.<\/p>\n<h2>5.3. Strategisches Vorgehen beim Entwurf und Einsatz von<br \/>\nVisitenkarten<\/h2>\n<p>\u201e<strong>\u00dcber 90% aller Visitenkarten kommunizieren nicht richtig<\/strong>!\u201c<br \/>\nUm die fehlerhafte Wirkung, also die Wirkungslosigkeit der Visitenkarte zu<br \/>\nvermeiden, sollten vor Erstellung der Karten, folgende Fragen gekl\u00e4rt werden:<br \/>\nWarum brauche ich u\u0308berhaupt Visitenkarten?<br \/>\nBei manchen Unternehmen wird auf die Ge<strong>staltung der Visitenkarten kein<\/strong><br \/>\n<strong>besonderer Wert gelegt.<\/strong> Schriften werden frei kombiniert und zweckfremde<br \/>\nGrafiken verwendet. Die Frage aber lautet: repr\u00e4sentiert eine auf diese Weise<br \/>\nerstellte Visitenkarte das, was repr\u00e4sentiert werden soll? Bei der Entscheidung<br \/>\nu\u0308ber das Visitenkarten-Design sollte man sich immer daru\u0308ber bewusst sein,<br \/>\ndass es wie bereits erw\u00e4hnt \u201ekeine zweite Chance gibt um einen ersten<br \/>\nEindruck zu machen\u201c &#8211; wie ein amerikanisches Sprichwort sagt. Einen<br \/>\nungu\u0308nstigen ersten Eindruck kann sich eigentlich niemand leisten.<br \/>\nUm sein Unternehmen wirklich richtig zu repr\u00e4sentieren, muss Folgendes<br \/>\nbeachtet werden: \u201eDas Visitenkarten-Design richtet sich nach der Aufgabe, die sie erfu\u0308llen soll.\u201c\u00a0 <strong>Bevor das Design entwickelt wird<\/strong>, sollte klar sein, was mit<br \/>\nder Visitenkarte erreicht werden soll. Wem soll die Visitenkarte u\u0308bereicht<br \/>\nwerden? Was soll mit der Visitenkarte ausgesagt werden? Welchen Eindruck<br \/>\nwill man hinterlassen? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, k\u00f6nnen die<br \/>\nVisitenkarten erstellt werden.<br \/>\n<strong>Welche Menge soll produziert werden?<\/strong><br \/>\nGeht man auf 5 der gr\u00f6\u00dferen Messen jedes Jahr? Oder wie viele<br \/>\nGesch\u00e4ftstreffen gibt es monatlich im Unternehmen, oder gibt es<br \/>\nHandlungsreisende unter den Vertriebsmitarbeitern? Je nach Gesch\u00e4ftsbereich<br \/>\nund \u2013t\u00e4tigkeit gibt es unterschiedliche Anforderungen an die Anzahl der vorab<br \/>\nzu produzierenden Visitenkarten.<br \/>\nWenn auf jeder Messe ca. 50 Visitenkarten abgeben werden, sind es 250 Stu\u0308ck<br \/>\nin einem Jahr. Oder gibt man eine bestimmte Anzahl von Visitenkarten pro<br \/>\nWoche? Das Jahr hat 52 Wochen. Auf diese Weise kann man rationell<br \/>\neinsch\u00e4tzten, wie viele Visitenkarten eingesetzt werden k\u00f6nnten.<br \/>\nMehrere Visitenkarten als Reserve sind empfehlenswert. Auf diese Weise sind<br \/>\n<strong>1000 Stu\u0308ck im Jahr eine durchschnittliche Menge.<\/strong><\/p>\n<h2>6. Soft und Hardware<\/h2>\n<p>Wie in 4.3 beschrieben gibt es zwar spezielle Visitenkarten-Drucker, diese sind<br \/>\naber aus den dort aufgefu\u0308hrten Gru\u0308nden nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Im Folgenden<br \/>\nsoll nun auf Software und Hardware eingegangen werden, welche die<br \/>\nErstellung beziehungsweise Aufbewahrung von Visitenkarten erleichtert.<\/p>\n<h2>6.1. Software zur Visitenkartenerstellung<\/h2>\n<p>Da bei einigen Online-Druckereien oder Web2print-Anbietern die Erstellung der<br \/>\nVisitenkarten u\u0308ber Onlinegestalter oder herk\u00f6mmlichen Online-Designer<br \/>\nm\u00f6glich ist, sind fu\u0308r einfache Standard-Visitenkarten keine Software zur<br \/>\nErstellung notwendig. Online k\u00f6nnen Hintergrund und Text ge\u00e4ndert werden<br \/>\nund die Visitenkarte wird synchron dazu angezeigt.<br \/>\nWenn allerdings individuelle Hintergru\u0308nde oder spezielle Schriften (zum Beispiel<br \/>\neine extra fu\u0308r ein Unternehmen entwickelte Schrift) zum Einsatz kommen<br \/>\nsollen, ist es notwendig, die Visitenkarten von einem Werbe- oder Grafikbu\u0308ro<br \/>\nanfertigen zu lassen oder sie selbst zu erstellen.<br \/>\nSollen die Entwu\u0308rfe selbst angelegt werden, stehen diverse Grafikprogramme<br \/>\ndafu\u0308r zur Verfu\u0308gung. Es eignen sich dafu\u0308r branchenu\u0308bliche Programme, die<br \/>\nauch von Grafikern verwendet werden, wie <strong>Quark XPress, Adobe Photoshop,<\/strong><br \/>\n<strong>Adobe InDesign, Corel Draw<\/strong>und einige mehr.<br \/>\nEs k\u00f6nnen aber auch frei erh\u00e4ltliche Programme (freeware) wie <strong>Gimp<\/strong><br \/>\nverwendet werden. Fu\u0308r die Erstellung des Hintergrundes sollte dabei<br \/>\ngrunds\u00e4tzlich ein Bildbearbeitungsprogramm (beispielsweise Corel Photo Paint<br \/>\noder Adobe Photoshop) und fu\u0308r die Textgestaltung ein Layoutprogramm (zum<br \/>\nBeispiel Quark XPress oder Corel Ventura) verwendet werden. Daru\u0308ber hinaus gibt es spezielle Programme fu\u0308r die Visitenkartenerstellung.<br \/>\nDiese sind in einer einfacheren Version als freeware und umfangreicheren<br \/>\nVersionen ab 4 \u20ac bis 30 \u20ac erh\u00e4ltlich. Sie enthalten wiederum Grafik- und<br \/>\nHintergrund-Vorlagen um Visitenkarten schnell anlegen zu k\u00f6nnen. Der Vorteil<br \/>\ndieser Software liegt am gro\u00dfen Umfang der Vorlagen und Grafiken. Bei<br \/>\nmanchen Produkten sind mehr als 300.000 Bilder und Vorlagen enthalten und<br \/>\nbieten so mehr M\u00f6glichkeiten als <strong>Online-Designer<\/strong>.<\/p>\n<h2>6.2. Visitenkaten Scanner<\/h2>\n<p>Im laufe eines Gesch\u00e4ftsjahres h\u00e4ufen sich eine Menge von Visitenkarten an.<br \/>\nUm diese am Pc oder Laptop zu archivieren und mit anderen Ger\u00e4ten (zum<br \/>\nBeispiel Palm-Ger\u00e4te oder Handy) synchronisieren zu k\u00f6nnen, ist es m\u00f6glich,<br \/>\ndie Visitenkarten von Gesch\u00e4ftspartnern mit speziellen Scannern einzuscannen.<br \/>\nEs gibt Hersteller von <strong>OCR-Software<\/strong> (Optical Character Recognition, optische<br \/>\nZeichenerkennung), die die Software und den dazugeh\u00f6rigen<br \/>\nVisitenkartenscanner fu\u0308r zirka 130 \u20ac anbieten. Diese Ger\u00e4te sind sehr<br \/>\nleistungsf\u00e4hig, denn sie ben\u00f6tigen nur wenige Sekunden (pro Kartenseite) und<br \/>\nscannen die K\u00e4rtchen dabei in 600 dpi ein. Egal ob Englisch oder Chinesisch,<br \/>\ndie verschiedenen Sprachen und dazugeh\u00f6rigen Regionen k\u00f6nnen beim Scann<br \/>\nfestgelegt werden.<br \/>\nDie Visitenkarten k\u00f6nnen anschlie\u00dfend nicht nur archiviert werden, sondern die<br \/>\nDaten lassen sich auch nach Datenbanken wie Microsoft Excel, oder E-Mail<br \/>\nProgrammen wie <strong>Microsoft Outlook<\/strong> oder Lotus Notes exportieren. Bei<br \/>\nmanchen Ger\u00e4ten ist es m\u00f6glich, die eingescannten Daten mittels einer<br \/>\nInfrarotschnittstelle direkt an ein Handy zu u\u0308bertragen.<br \/>\nDas Vorliegen der Kontaktdaten in elektronischer Form erleichtert die<br \/>\nVerwaltung und Archivierung. So kann beispielsweise eine ge\u00e4nderte<br \/>\nTelefonnummer eines Gesch\u00e4ftspartners einfach in der Datenbank<br \/>\nu\u0308berschrieben werden.<\/p>\n<h2>7. VCard<\/h2>\n<p>Unter einer vCard versteht man eine \u201eelektronische Visitenkarte\u201c, die der<br \/>\nBenutzer mit einem Mausklick direkt in ein Adressbuch eines E-Mail<br \/>\nProgramms u\u0308bernehmen kann. Anders ausgedru\u0308ckt: \u201eEine vCard ist eine kleine<br \/>\nTextdatei, die Adressinformationen zu einer Person und\/oder Unternehmen<br \/>\nenth\u00e4lt.\u201c\u00a0 Die <strong>Adressinformationen<\/strong> sind in einer exakt vorgeschriebenen<br \/>\nStruktur gespeichert. Durch diesen Strukturstandard ist es m\u00f6glich, die<br \/>\nAdressinformationen in eine Vielzahl an Programmen zu importieren und dort<br \/>\nzu nutzen.97<br \/>\nVcards k\u00f6nnen in eine <strong>HTML-Seite eingebettet<\/strong> (und sind damit downloadf\u00e4hig)<br \/>\noder als Dateianhang mit einer E-Mail verschickt werden. Sie k\u00f6nnen auch<br \/>\ndazu verwendet werden, Kontaktinformationen in Mobiltelefonen und PDAs zu<br \/>\nspeichern und per IrDA oder <strong>Bluetooth<\/strong> auszutauschen.<br \/>\nVCard-kompatible Programme sind beispielsweise:<\/p>\n<p>\u2022 Apple Adressbuch fu\u0308r Mac OS X<br \/>\n\u2022 Lotus Notes, Lotus Organizer<br \/>\n\u2022 Google Mail<br \/>\n\u2022 Microsoft Outlook<br \/>\n\u2022 Mozilla Thunderbird<br \/>\n\u2022 Novell Evolution, Novell GroupWise<br \/>\n\u2022 Palm Desktop<br \/>\nVCard-Funktionen:<br \/>\n\u2022 VCards beinhalten grundlegende Informationen wie Name, Adresse<br \/>\n(gesch\u00e4ftlich, privat), Telefonnummern (gesch\u00e4ftlich, privat, Fax, Pager),<br \/>\nE-Mail Adresse und Internet URL.<br \/>\n\u2022 Alle vCards k\u00f6nnen Grafiken, Fotos, Firmen Logos, Soundfiles (zum<br \/>\nBeispiel fu\u0308r die Aussprache des Namens) enthalten.<br \/>\n\u2022 Geografische Daten und Zeitzonen in vCards informieren die Besitzer<br \/>\ndaru\u0308ber, wann der andere erreichbar ist.<br \/>\n\u2022 VCards unterstu\u0308tzten Mehrsprachigkeit.<br \/>\n\u2022 VCards sind unabh\u00e4ngig vom Betriebssystem einsetzbar und k\u00f6nnen<br \/>\ndeshalb mit entsprechender Software auf jedem PC verwendet werden.<br \/>\n\u2022 VCards sind internettauglich, basieren auf Standards und werden von<br \/>\nder Wirtschaft unterstu\u0308tzt.<\/p>\n<h2>8. Visitenkarten im Wandel der Zeit<\/h2>\n<p>Die Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die Gestaltung der <strong>Visitenkarte<\/strong><br \/>\n<strong>im Laufe der Zeit nicht u\u0308beraus stark gewandelt hat<\/strong>. Heutzutage werden zwar keine Unterschiede mehr zwischen den Formaten von Frauen- und<br \/>\nM\u00e4nnerkarten gemacht und genauso wenig kann man durch die Gr\u00f6\u00dfe einer<br \/>\nKarte Ru\u0308ckschlu\u0308sse auf den Rang, Titel oder \u00c4mter des Besitzers machen.<br \/>\nDennoch zeigen die Formate im Allgemeinen keine gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen im<br \/>\nVergleich zu fru\u0308heren Zeiten auf.<br \/>\nDer gr\u00f6\u00dfte Unterschied du\u0308rfte wohl bei der Einhaltung gewisser Standards<br \/>\nliegen. W\u00e4hrend die moderne Visitenkarte bei der Gestaltung gro\u00dfe Freir\u00e4ume<br \/>\nl\u00e4sst, gab es dafu\u0308r in der Neueren und Neuesten Zeit diverse Vorschriften.<br \/>\nAnalog zu heute wurden damals Name und Adresse angegeben, aber<br \/>\nzus\u00e4tzlich waren es auch der Stand, das Amt, die Wu\u0308rde und der Taufnahme,<br \/>\ndie auf der Karte zu finden waren. Der Titel stand in kleinerer Schrift u\u0308ber dem<br \/>\nNamen. Ebenso fehlt auf modernen privaten Karten meist das Familienwappen,<br \/>\ndas fru\u0308her in der linken oberen Ecke abgebildet wurde. Bei Gesch\u00e4ftskarten<br \/>\nsieht man heute stattdessen oft das <strong>Firmenlogo,<\/strong> fu\u0308r welches jedoch keinesfalls<br \/>\nmehr eine bestimmte Platzierung vorgesehen ist.<br \/>\n\u201eErlaubt ist, was gef\u00e4llt\u201c \u2013 diesem Motto scheint die Gestaltung der<br \/>\nVisitenkarten derzeit eher zu folgen. Gleichwohl ist es immer noch Ziel, am<br \/>\nEnde ein \u00e4sthetisches Gesamtbild zu erreichen.<br \/>\nGewisse Gestaltungselemente scheinen dabei zeitlos, wie zum Beispiel<br \/>\n<strong>ornamentale Schmuckelemente<\/strong> oder das \u201eenglische Format\u201c (abgerundete<br \/>\nEcken), welche durchaus auch heutzutage noch eingesetzt werden.<br \/>\nBevorzugte Schriftarten waren einst die \u201egotische Druckschrift\u201c und die<br \/>\n\u201eenglische Schreibschrift\u201c. Momentan werden \u201eArial\u201c und \u201eTimes New Roman\u201c<br \/>\nam h\u00e4ufigsten benutzt.<\/p>\n<p>Au\u00dfer der Standardisierung sind auch andere Br\u00e4uche verloren gegangen. Zum<br \/>\nBeispiel sind die Menschen heute nicht mehr mit den Codes durch Knickungen<br \/>\nund dem <strong>Chiffriersystem<\/strong> vertraut, was selbstverst\u00e4ndlich damit<br \/>\nzusammenh\u00e4ngt, dass die Visitenkarten derzeit nicht mehr zum Gratulieren,<br \/>\nKondolieren, Bedanken oder Verabschieden Verwendung finden und solches<br \/>\nWissen somit nicht mehr von Nutzen ist. Stattdessen erfolgte eine Weiterentwicklung durch digitale Medien. So werden<br \/>\ndie Karten heute nicht mehr nur per Hand u\u0308berreicht. Via Internet k\u00f6nnen<br \/>\nKontaktdaten u\u0308ber die ganze Welt verlinkt und abgerufen werden. Auch Handys<br \/>\nbeinhalten mittlerweile verschiedene Programme, mit denen man pers\u00f6nliche<br \/>\nAngaben anderer Personen abspeichern kann.<br \/>\nWelche weiteren <strong>Entwicklungen<\/strong> die Visitenkarte noch durchlaufen wird, l\u00e4sst<br \/>\nsich nur erahnen. Gewiss ist jedoch, dass sich neben modernen Visitenkarten<br \/>\nauch das <strong>Modell des 17. Jahrhunderts<\/strong> weitgehend behauptet hat.<br \/>\nLetztendlich ist zu sagen, dass die Visitenkarte eine lange Tradition, eine<br \/>\nweitgehende Entwicklung und ein gro\u00dfes Wirkungsfeld besitzt.<\/p>\n<p>(Vgl.: Piel; Die Geschichte der Visitenkarte; S. 17f )<\/p>\n<h3>9. Quellenverzeichnis<\/h3>\n<p>\u2022 Henning, Eckart; Tasler, Wolfgang; La Carte, Visitenkarten von gestern<br \/>\nund heute; Dortmund;<br \/>\n\u2022 Piel, Manuela; Die Geschichte der Visitenkarte, Untersuchungen zur<br \/>\nEntwicklung vom 17. \u2013 21. Jahrhundert; Studienarbeit; Greifswald;<\/p>\n<p><strong>9.2. Internetquellen<\/strong><br \/>\n\u2022 http:\/\/advocat24.de\/ger\/anwaelte\/inc\/vcardhelp.php;<br \/>\n\u2022 http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/VCard;<br \/>\n\u2022 http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Visitenkarte;<br \/>\n\u2022 http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Visitenkartenportr\u00e4t;<br \/>\n\u2022 http:\/\/www.christian-ulrich.de\/visitenkarten.html;<br \/>\n\u2022 http:\/\/www.selbstaendig-im-netz.de\/2007\/10\/10\/selbstaendig\/10-tippswie-<br \/>\nsie-mit-visitenkarten-mehr-kunden-gewinnen\/<\/p>\n<p><strong>9.3. Abbildungsverzeichnis<br \/>\n\u2022 Abbildung 1:<br \/>\n<\/strong><br \/>\n\u2022 Abbildung 2:<br \/>\nE. Henning; W. Tasler; La Carte;<br \/>\n\u2022 Abbildung 3:<br \/>\nE. Henning; W. Tasler; La Carte;<br \/>\n\u2022 Abbildung 4:<br \/>\nE. Henning; W. Tasler; La Carte;<br \/>\n\u2022 Abbildung 5:<br \/>\nE. Henning; W. Tasler; La Carte;<br \/>\n\u2022 Abbildung 6:<br \/>\nE. Henning; W. Tasler; La Carte;<br \/>\n\u2022 Abbildung 7:<br \/>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Visitenkartenportr\u00e4t;<br \/>\n\u2022 Abbildung 8:<br \/>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Visitenkartenportr\u00e4t;<br \/>\n\u2022 Abbildung 9:<br \/>\nE. Henning; W. Tasler; La Carte; S. 117<\/p>\n<p><strong>10.Inspirationen f\u00fcr\u00a0 Visitenkarten<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flyerpilot.de\/magazin\/gestaltung-druck\/visitenkarten\/40-ausgefallene-visitenkarten\">40 ausgefallene Visitenkarten Inspirationen f\u00fcr<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Visitenkarten drucken im Wandel der Zeit Eine Information rund um das Thema Visitenkarten vor einigen hundert Jahren bis zu Visitenkarten von modernen Onlinedruckereien Doch auch in der Realit\u00e4t spielen Visitenkarten (engl.: business cards) eine bedeutende Rolle \u2013 sowohl in fru\u0308heren Zeiten, als auch heute. Fu\u0308r die Menschen des 21. 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