Flyerpilot empfiehlt für Bilder in Druckdaten 300 DPI, mindestens jedoch 150 DPI. Entscheidend ist die Auflösung in der tatsächlichen Druckgröße. Ein Flyer wird aus kurzer Entfernung betrachtet und profitiert von 300 DPI. Bei einem Roll-Up können 150 DPI ausreichen. Die Auflösung hängt außerdem von der Qualität des Ausgangsbildes ab.

Was bedeutet 300 DPI?

Die Abkürzung dpi steht für „dots per inch“, also Punkte pro Zoll. Sie beschreibt im eigentlichen Sinn die Punktauflösung eines Ausgabegeräts. Bei digitalen Bildern ist dagegen ppi („pixels per inch“) die technisch korrekte Bezeichnung für die Anzahl der Bildpixel pro Zoll (2,54 cm).

Im Druckalltag wird häufig auch bei Bildern von DPI gesprochen. Deshalb verwenden wir in diesem Ratgeber die Bezeichnung DPI. Gemeint ist dabei die Anzahl der Bildpixel pro Zoll in der endgültigen Druckgröße.

Ein Bild mit 300 DPI enthält auf 2,54 cm Druckbreite 300 Bildpixel. Entscheidend ist deshalb nicht allein, welche DPI-Zahl in den Dateieigenschaften steht. Auch die Pixelabmessungen und die spätere Druckgröße müssen zusammenpassen.

Welche Bildauflösung ist für welches Druckprodukt sinnvoll?

Für Fotos und andere Rasterbilder gelten folgende Orientierungswerte. Flyerpilot empfiehlt 300 DPI und setzt 150 DPI als Untergrenze für Rasterbilder an.

DruckproduktBildauflösungWorauf es ankommt
Flyer, Visitenkarten und Broschüren300 DPI empfohlenKurzer Betrachtungsabstand und feine Bilddetails
Etiketten und Aufkleber300 DPI empfohlenKleine Motive und Details; Texte und Logos vorzugsweise als Vektoren
Plakate und Poster150 bis 300 DPIAbhängig von Format, Motiv und Betrachtungsabstand
Roll-UpMindestens 150 DPI, 300 DPI empfohlenGrößerer Betrachtungsabstand als bei Flyern oder Broschüren

Eine niedrigere Auflösung führt nicht automatisch zu einem sichtbar schlechten Druck. Umgekehrt macht eine hohe DPI-Zahl eine unscharfe oder stark komprimierte Aufnahme nicht scharf.

Wie viele Pixel benötigt ein Bild bei 300 DPI?

Die benötigte Pixelanzahl lässt sich aus dem Druckformat berechnen. Dafür wird das Druckmaß in Zentimetern durch 2,54 geteilt und mit der gewünschten DPI-Zahl multipliziert.

Formel: Pixel = Druckmaß in cm ÷ 2,54 × DPI

FormatMaße ohne BeschnittPixel bei 300 DPI (ca.)
DIN A610,5 × 14,8 cm1.241 × 1.749 Pixel
DIN A514,8 × 21,0 cm1.749 × 2.481 Pixel
DIN A421,0 × 29,7 cm2.481 × 3.508 Pixel
DIN A329,7 × 42,0 cm3.508 × 4.961 Pixel

Beispiel: Ein Foto für einen Flyer

Ein Foto mit 1.500 × 1.000 Pixeln soll auf einem Flyer 15 cm breit gedruckt werden.

Die Berechnung lautet:

1.500 ÷ (15 ÷ 2,54) = 254 DPI

Das Bild erreicht bei 15 cm Druckbreite eine effektive Auflösung von rund 254 DPI.

Wird dasselbe Foto auf 30 cm Breite vergrößert, sinkt die effektive Auflösung auf rund 127 DPI. Damit unterschreitet es die Mindestanforderung von Flyerpilot.

Beschnittzugabe bei Druckdaten berücksichtigen

Die angegebenen Pixelmaße beziehen sich auf das reine Endformat ohne Beschnitt.

Bei Flyerpilot sind bei randabfallenden Motiven grundsätzlich 2 mm Beschnitt je Seite anzulegen. Eine Ausnahme bilden Standbodenbeutel, für die eigene Druckdatenvorgaben gelten.

Ein DIN-A4-Dokument mit 2 mm Beschnitt auf jeder Seite hat deshalb ein Datenformat von 214 × 301 mm statt 210 × 297 mm.

Bei einem randabfallenden Foto muss auch der zusätzliche Beschnittbereich ausreichend Bildinformationen enthalten.

Was ist die effektive Auflösung?

Die effektive Auflösung beschreibt, wie viele Bildpixel tatsächlich auf einen Zoll der gedruckten Fläche entfallen.

Ein Foto kann ursprünglich mit 300 DPI angelegt sein. Wird es im Layout auf 200 Prozent vergrößert, reduziert sich die effektive Auflösung auf 150 DPI.

Bei einer Verkleinerung auf 50 Prozent steigt die effektive Auflösung rechnerisch auf 600 DPI.

Deshalb sollte die Bildauflösung immer im fertigen Layout und in der tatsächlichen Druckgröße geprüft werden.

72 DPI oder 300 DPI: Was ist der Unterschied?

Ein Bild mit 1.200 × 800 Pixeln enthält unabhängig von der eingetragenen DPI-Zahl dieselbe Anzahl an Bildpunkten.

Stehen in den Dateieigenschaften 72 DPI, bedeutet das nicht automatisch, dass sich das Bild nicht drucken lässt.

Bei 300 DPI können 1.200 Pixel auf einer Breite von ungefähr 10,2 cm ausgegeben werden. Bei 72 DPI ergibt sich rechnerisch eine Breite von etwa 42,3 cm.

Wird das Bild in beiden Fällen auf dieselbe tatsächliche Druckgröße gesetzt, ist auch seine effektive Auflösung identisch.

Wichtig: Das bloße Ändern der DPI-Angabe von 72 auf 300 erzeugt keine zusätzlichen Bilddetails.

Wie kann ich die Bildauflösung überprüfen?

Bildauflösung in Adobe Photoshop prüfen

  1. Öffnen Sie das gewünschte Bild in Adobe Photoshop.
  2. Wählen Sie im Menü Bild > Bildgröße.
  3. Kontrollieren Sie die Pixelabmessungen.
  4. Deaktivieren Sie die Funktion „Neu berechnen“.
  5. Stellen Sie die Auflösung auf 300 Pixel/Zoll und prüfen Sie die daraus resultierende Druckgröße.
  6. Vergleichen Sie die angezeigte Größe mit der geplanten Bildfläche im Druckprodukt.

Solange „Neu berechnen“ deaktiviert ist, verändert Photoshop die vorhandene Pixelanzahl nicht.

Bildauflösung in Adobe InDesign prüfen

In Adobe InDesign können Sie die Auflösung platzierter Bilder über das Bedienfeld Verknüpfungen kontrollieren.

Markieren Sie das Bild und öffnen Sie die Verknüpfungsinformationen. Dort werden unter anderem die tatsächliche Auflösung und die „Effektive ppi“ angezeigt.

Die effektive Auflösung berücksichtigt die Skalierung des Bildes innerhalb des Layouts. Dieser Wert ist für die spätere Druckqualität maßgeblich.

Bildauflösung in einer PDF-Datei prüfen

Eine PDF-Datei kann mehrere Bilder mit unterschiedlichen Auflösungen enthalten.

Mit der Druckvorstufenprüfung (Preflight) in Adobe Acrobat Pro lassen sich die eingebetteten Bilder und ihre effektiven Auflösungen untersuchen.

Die reine Bildschirmdarstellung einer PDF-Datei reicht für eine zuverlässige Beurteilung der Druckauflösung nicht aus.

Kann man ein Bild nachträglich auf 300 DPI erhöhen?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Auflösung eines Bildes zu verändern.

1. DPI-Angabe ohne Neuberechnung ändern

Wird lediglich die DPI-Angabe geändert, bleibt die Anzahl der vorhandenen Pixel unverändert.

Das Bild erhält dadurch keine zusätzlichen Details. Lediglich die rechnerische Ausgabegröße verändert sich.

2. Bild mit Software hochrechnen

Beim Hochrechnen erzeugt eine Bildbearbeitungssoftware zusätzliche Pixel. Moderne Verfahren können dabei sichtbare Verbesserungen erzielen.

Fehlende echte Bildinformationen lassen sich jedoch nicht in jedem Fall zuverlässig rekonstruieren.

Besonders problematisch sind kleine Schriften, feine Strukturen, Haare und kontrastreiche Kanten.

Prüfen Sie deshalb zuerst, ob das Originalbild in einer höheren Auflösung verfügbar ist. Alternativ kann die vorgesehene Druckgröße reduziert werden.

Welche Auflösung brauchen Bilder aus Canva oder KI-Bildgeneratoren?

Auch bei Canva und KI-generierten Bildern entscheiden die tatsächlichen Pixelmaße und die spätere Druckgröße über die erreichbare Druckqualität.

Ein Bild kann auf dem Monitor scharf aussehen und trotzdem eine zu geringe Auflösung für das gewünschte Druckformat besitzen.

Druckdaten aus Canva richtig exportieren

Für die Erstellung von Druckdaten mit Canva empfiehlt sich folgender Ablauf:

  1. Legen Sie das Dokument im gewünschten Endformat an.
  2. Berücksichtigen Sie bei randabfallenden Motiven 2 mm Beschnitt je Seite.
  3. Verwenden Sie Bilder mit ausreichender Auflösung.
  4. Wählen Sie beim Herunterladen den Dateityp PDF-Druck.
  5. Exportieren Sie die Datei ohne Schnittmarken.
  6. Kontrollieren Sie das fertige PDF vor der Bestellung.

Gut zu wissen: Flyerpilot akzeptiert auch PDF-Dateien aus Canva, obwohl diese nicht zwingend dem PDF/X-1a-Standard entsprechen.

Die übrigen Druckdatenanforderungen müssen trotzdem eingehalten werden.

KI-generierte Bilder für den Druck verwenden

KI-Bildgeneratoren erzeugen häufig Bilder mit festen Pixelabmessungen. Diese reichen nicht automatisch für jedes Druckformat aus.

Prüfen Sie deshalb vor der Verwendung, welche Auflösung das Bild bei der geplanten Druckgröße tatsächlich erreicht.

Zusätzlich sollten KI-generierte Motive auf fehlerhafte Details kontrolliert werden. Das gilt besonders für Schriften, Logos, Produktabbildungen und geometrische Formen.

Warum sollten Logos und Schriften als Vektoren vorliegen?

Vektorgrafiken bestehen aus mathematisch beschriebenen Linien und Flächen. Sie können ohne die für Pixelbilder typische Auflösungsgrenze vergrößert oder verkleinert werden.

Deshalb sollten Logos, Schriften und technische Konturen möglichst als Vektorelemente in der Druckdatei erhalten bleiben.

Ein als JPG oder PNG gespeichertes Logo ist dagegen ein Rasterbild. Bei starker Vergrößerung können sichtbare Pixelkanten und Unschärfen entstehen.

Checkliste: Druckdaten vor der Bestellung kontrollieren

  • Bildauflösung: 300 DPI empfohlen, mindestens 150 DPI in der tatsächlichen Druckgröße.
  • Beschnitt: 2 mm je Seite bei randabfallenden Motiven, ausgenommen Standbodenbeutel.
  • Schnittmarken: Druckdaten grundsätzlich ohne Schnittmarken anlegen.
  • PDF-Format: PDF/X-1a bevorzugen. PDF-Dateien aus Canva werden ebenfalls akzeptiert.
  • Farben: CMYK verwenden. RGB-Daten werden automatisch in CMYK umgewandelt, wobei Farbabweichungen entstehen können.
  • Schriftgröße: Mindestens 6 Punkt verwenden.
  • Logos: Nach Möglichkeit als Vektorgrafiken einbinden.
  • Endkontrolle: Das fertige PDF einschließlich Bildauflösung, Beschnitt und Schriften prüfen.

Druckdatenanforderungen für Flyerpilot-Produkte

Die technischen Vorgaben unterscheiden sich teilweise nach Produktgruppe. Weitere Informationen finden Sie in den entsprechenden Druckdatenanleitungen:

Weitere Informationen zum richtigen PDF-Standard finden Sie in unserem Ratgeber PDF/X-1a oder PDF/X-4: Welcher Standard ist für den Druck geeignet?.

Häufige Fragen zu 300 DPI

Reichen 150 DPI zum Drucken?

Ja. Bei Flyerpilot beträgt die Mindestauflösung für Rasterbilder 150 DPI. Für ein möglichst scharfes Druckergebnis empfehlen wir 300 DPI. Bei Roll-Ups können 150 DPI aufgrund des größeren Betrachtungsabstands sinnvoll sein.

Ist 600 DPI besser als 300 DPI?

Nicht zwangsläufig. Bei Fotos sind zusätzliche Bildpixel oberhalb von 300 DPI im Endformat je nach Druckverfahren und Motiv häufig kaum sichtbar. Für spezielle Strichvorlagen oder technische Anwendungen können höhere Auflösungen sinnvoll sein.

Wie erkenne ich, ob mein Bild 300 DPI hat?

Prüfen Sie die Pixelabmessungen und berechnen Sie die effektive Auflösung anhand der vorgesehenen Druckgröße. In Layoutprogrammen wie Adobe InDesign lässt sich dieser Wert direkt anzeigen.

Kann ich ein Bild mit 72 DPI drucken?

Ja. Die Angabe 72 DPI allein sagt nichts darüber aus, ob das Bild für das gewünschte Format geeignet ist. Entscheidend sind die vorhandenen Pixel und die tatsächliche Ausgabegröße.

Benötigt eine PDF-Datei grundsätzlich 300 DPI?

Nein. Ein PDF kann Vektortext, Vektorgrafiken und Rasterbilder enthalten. Nur bei Rasterbildern ist eine pixelbezogene Auflösung relevant. Für diese empfiehlt Flyerpilot 300 DPI bei einer Mindestauflösung von 150 DPI.

Welche Auflösung brauche ich für ein DIN-A4-Bild?

Ein vollflächiges DIN-A4-Bild benötigt bei 300 DPI ohne Beschnitt ungefähr 2.481 × 3.508 Pixel. Bei randabfallenden Motiven muss zusätzlich die Beschnittzugabe berücksichtigt werden.