Ein transparenter Aufkleber zeigt nur Ihr Motiv. Der Untergrund bleibt sichtbar: das Glas, die Flasche, die Verpackung. Dieser Berater erklärt, wofür sich transparente Aufkleber auf Rolle eignen, was Sie beim Druck beachten und wie Sie Material und Klebstoff auswählen.

Wofür eignen sich transparente Aufkleber?

  1. Flaschen und Gläser. Das Etikett verschwindet optisch, Schrift und Logo wirken wie direkt auf das Glas gedruckt.
  2. Verpackungen mit Sichtfenster oder schöner Oberfläche. Der Aufkleber verdeckt nichts.
  3. Geschenke und Versandtaschen. Ein Verschlussaufkleber mit Logo hält die Verpackung zu.
  4. Produkte mit farbigem Untergrund. Die Farbe des Produkts wird Teil der Gestaltung.
  5. Sticker als Beigabe zur Bestellung.

Aufkleber oder Etikett: Wo liegt der Unterschied?

Technisch gibt es keinen. Beide bestehen aus Obermaterial, Klebstoff und Trägerpapier. Der Unterschied liegt im Gebrauch. Von einem Etikett spricht man, wenn es ein Produkt kennzeichnet. Ein Aufkleber wirbt oder schmückt. Für die Bestellung ist das unerheblich. Sie finden durchsichtige Etiketten und individuelle Aufkleber bei uns im selben Bereich.

Das Material: transparente Folie

Transparente Aufkleber werden auf Folie aus Polypropylen gedruckt. Papier scheidet aus, weil es nicht durchsichtig ist. Folie hat einen zweiten Vorteil: Sie ist die richtige Wahl, wenn der Aufkleber Feuchtigkeit ausgesetzt ist, etwa auf einer gekühlten Flasche.

Wie ein Etikett Schicht für Schicht aufgebaut ist, lesen Sie im Beitrag Woraus ein Etikett besteht.

Weißdruck: der wichtigste Punkt bei transparentem Material

Druckfarben sind lasierend, also durchscheinend. Auf weißem Papier fällt das nicht auf. Auf einer durchsichtigen Folie schon. Deshalb gibt es bei transparentem Material drei Möglichkeiten:

  1. Ohne Weiß drucken. Die Farben wirken durchscheinend wie farbiges Glas. Auf dunklem Untergrund sind sie kaum zu sehen.
  2. Weiß unter das Motiv legen. Die weiße Deckschicht macht die Farben darüber deckend und kräftig.
  3. Weiß als eigene Farbe nutzen. So entstehen weiße Schrift und weiße Flächen, die mit den vier Druckfarben allein nicht möglich sind.

Die weiße Schicht legen Sie in der Druckdatei als eigene Ebene an. Wie das Schritt für Schritt geht, zeigt der Beitrag Weißdruck richtig anlegen.

Welcher Klebstoff passt?

  1. Permanent haftend: für Aufkleber, die bleiben sollen. Das ist die übliche Wahl für Produktetiketten.
  2. Ablösbar: für Aufkleber, die sich später wieder entfernen lassen sollen, zum Beispiel auf Geschenken oder Aktionsware.
  3. Laugenlöslich: für Mehrwegflaschen, deren Etiketten sich in der Waschanlage lösen müssen.

Welcher Klebstoff für welches Material verfügbar ist, sehen Sie im Konfigurator.

Fünf Tipps für die Gestaltung

  1. Gestalten Sie für den Untergrund. Halten Sie einen Ausdruck Ihres Motivs an das echte Produkt. Dunkle Schrift verschwindet auf dunklem Glas, helle Schrift auf hellem Inhalt.
  2. Bedenken Sie den Inhalt. Eine Flasche sieht voll anders aus als leer. Was auf Apfelsaft gut lesbar ist, kann auf Rotwein untergehen.
  3. Setzen Sie kleine Schrift deckend. Hinterlegen Sie Text mit Weiß oder drucken Sie ihn in Weiß, damit er lesbar bleibt.
  4. Lassen Sie Fläche frei. Der Reiz des transparenten Aufklebers ist der sichtbare Untergrund. Ein vollflächig bedrucktes Motiv verschenkt diese Wirkung.
  5. Planen Sie die Form mit. Eine Kontur, die dem Motiv folgt, verstärkt den Eindruck, das Motiv sei direkt aufgedruckt.

Aufkleber ohne Blasen aufbringen

  1. Reinigen Sie die Oberfläche. Sie muss trocken, staubfrei und fettfrei sein.
  2. Verarbeiten Sie die Aufkleber bei Raumtemperatur. Auf sehr kalten oder beschlagenen Flächen haftet der Klebstoff schlechter.
  3. Setzen Sie den Aufkleber an einer Kante an und streichen Sie ihn von dort zur anderen Seite fest.
  4. Geben Sie dem Klebstoff Zeit. Seine volle Haftung erreicht er erst einige Zeit nach dem Aufbringen.

Bei transparentem Material sieht man Blasen und Staub unter dem Aufkleber stärker als bei weißem. Sorgfalt beim ersten Schritt zahlt sich deshalb aus.

Auf Rolle: von Hand oder mit der Maschine

Aufkleber auf Rolle lassen sich von Hand abziehen oder mit einer Etikettiermaschine spenden. Für die Maschine müssen Kerndurchmesser, Außendurchmesser und Wickelrichtung der Rolle passen. Diese und vier weitere Punkte klärt der Beitrag Etiketten auf Rolle drucken lassen. Alle Materialien auf Rolle finden Sie unter Rollenetiketten im Sortiment.

Testen Sie vor der großen Auflage

Untergrund, Temperatur und Feuchtigkeit sind bei jedem Produkt anders. Bestellen Sie deshalb zuerst eine kleine Menge oder ein Muster und kleben Sie die Aufkleber auf Ihr echtes Produkt. Lassen Sie es ein paar Tage so stehen, wie es später gelagert wird, zum Beispiel im Kühlschrank. Erst wenn Haftung und Lesbarkeit stimmen, lohnt sich die große Auflage.

Häufige Fragen zu transparenten Aufklebern

Sind transparente Aufkleber ganz unsichtbar?

Nein. Die Folie ist klar, aber aus der Nähe und im Streiflicht erkennt man ihren Rand. Auf Glas und glatten Flächen fällt sie am wenigsten auf.

Brauche ich immer Weißdruck?

Nein. Ohne Weiß wirken die Farben durchscheinend. Das kann gewollt sein. Für deckende Farben und für weiße Elemente brauchen Sie Weißdruck.

Halten transparente Aufkleber auf gekühlten Flaschen?

Folie aus Polypropylen ist für feuchte Umgebung die richtige Wahl. Ob Klebstoff und Untergrund in Ihrem Fall zusammenpassen, zeigt ein Test mit Ihrem Produkt.

Kann ich weiße Schrift auf einen transparenten Aufkleber drucken?

Ja, mit Weißdruck. Weiß wird dabei als eigene Farbe gedruckt.