Nachhaltige Etiketten für umweltfreundliche Unternehmen .

I Ein Etikett kann noch so gut gestaltet sein: Wenn es sich in der Kühltheke wellt oder auf der Flasche verrutscht, war das Material falsch gewählt. Die gute Nachricht ist, dass sich die Wahl auf drei Entscheidungen zurückführen lässt. Papier oder Folie, welcher Klebstoff, welche Oberfläche. Dieser Beitrag führt Sie Schritt für Schritt hindurch.

Sechs Fragen, die Sie zuerst beantworten

  1. Worauf klebt das Etikett: Glas, Kunststoff, Karton, Metall?
  2. Ist die Fläche glatt oder rau, gerade oder gewölbt?
  3. Kommt das Produkt mit Feuchtigkeit, Kälte, Öl oder Fett in Berührung?
  4. Soll das Etikett dauerhaft halten oder sich wieder ablösen lassen?
  5. Wird von Hand etikettiert oder mit einer Maschine?
  6. Wie soll das Etikett wirken: matt, glänzend, durchsichtig, metallisch?

Mit diesen Antworten ergibt sich das Material fast von selbst.

Erste Entscheidung: Papier oder Folie?

MerkmalPapieretikettFolienetikett aus Polypropylen
Oberflächegestrichen oder ungestrichen, matt bis glänzendglatt, weiß, transparent oder silberfarben
Feuchtigkeitfür trockene Umgebungdie richtige Wahl, wenn das Etikett Feuchtigkeit ausgesetzt ist
Beschreibbarungestrichene Papiere gutnur mit geeignetem Stift
Wirkungwarm, handwerklichglatt, technisch, bei transparenter Folie fast unsichtbar
Typische ProdukteWein, Honig, Marmelade, VersandkartonsGetränke aus der Kühlung, Kosmetik, Reinigungsmittel

Eine Faustregel: Steht das Produkt trocken im Regal, passt Papier. Wird es gekühlt, nass oder fettig, greifen Sie zur Folie.

Zweite Entscheidung: der Klebstoff

  1. Permanent haftend. Das Etikett soll bleiben. Das ist die übliche Wahl für Produktetiketten.
  2. Ablösbar. Das Etikett soll sich später wieder entfernen lassen, zum Beispiel bei Aktionsware, Preisetiketten oder Leihbehältern.
  3. Laugenlöslich. Für Mehrwegflaschen, deren Etiketten sich in der Waschanlage lösen müssen.

Für Tiefkühlware gibt es eigene Etiketten mit einem Klebstoff, der auf Kälte abgestimmt ist. Welcher Klebstoff für welches Material verfügbar ist, sehen Sie im Konfigurator.

Dritte Entscheidung: Oberfläche und Veredelung

  1. Schutzlack. Er schützt das Druckbild vor Abrieb.
  2. Cellophanierung matt, glänzend oder Softtouch. Die dünne Folie schützt und verändert die Haptik.
  3. Heißfolienprägung in Gold oder Silber. Sie setzt einzelne Elemente in Szene. Wie das Verfahren funktioniert, lesen Sie im Beitrag Prägefoliendruck.
  4. Weißdruck. Auf transparenter Folie und auf Silberfolie macht eine weiße Schicht die Farben deckend. Die Anleitung dazu: Weißdruck richtig anlegen.

Welches Material für welche Anwendung?

AnwendungMaterialKlebstoff
Trockene Ware, Kartons, Gläser im RegalPapierpermanent
Getränke aus der KühlungFoliepermanent
Kosmetik, Öle, ReinigungsmittelFoliepermanent
MehrwegflaschenMaterial nach Vorgabe des Abfüllerslaugenlöslich
TiefkühlwareTiefkühletikettenauf Kälte abgestimmt
Aktionen, Preise, LeihbehälterPapier oder Folieablösbar
Glas, bei dem das Etikett unsichtbar wirken solltransparente Folie mit Weißdruckpermanent

Mehr zum letzten Fall lesen Sie im Beitrag transparente Aufkleber auf Rolle.

Der Untergrund entscheidet mit

  1. Glatte Flächen wie Glas und glatter Kunststoff sind unkompliziert.
  2. Raue Flächen wie Karton oder strukturiertes Papier brauchen mehr Haftkraft.
  3. Stark gewölbte Flächen, zum Beispiel kleine Fläschchen, verlangen ein Material, das sich anschmiegt. Steifes Material stellt sich an den Kanten auf.
  4. Die Fläche muss beim Aufbringen sauber, trocken und fettfrei sein. Auf beschlagenen Flaschen haftet kein Klebstoff zuverlässig.

Testen Sie mit Ihrem Produkt

Kein Datenblatt ersetzt den Versuch am echten Produkt. Untergrund, Temperatur und Feuchtigkeit sind bei jedem Hersteller anders.

  1. Bestellen Sie ein Muster oder eine kleine Auflage.
  2. Kleben Sie die Etiketten auf das fertige, gefüllte Produkt.
  3. Lagern Sie es einige Tage so wie später im Alltag: im Kühlschrank, in der Tiefkühltruhe oder im Bad.
  4. Prüfen Sie Haftung, Kanten und Lesbarkeit.

Was Sie sonst noch klären sollten

Wenn Sie mit einer Maschine etikettieren, müssen Kerndurchmesser und Wickelrichtung der Rolle passen. Das und vier weitere Punkte klärt der Beitrag Etiketten auf Rolle drucken lassen. Aus welchen Schichten ein Etikett besteht und wie Sie eine Materialauskunft für Ihre Konfiguration bekommen, lesen Sie unter Woraus ein Etikett besteht.

Alle Materialien finden Sie unter Etiketten im Sortiment. Unter Öko Etiketten wählen Sie das Material im Konfigurator.

Häufige Fragen zum Etikettenmaterial

Wann brauche ich ein Folienetikett?

Immer dann, wenn das Etikett Feuchtigkeit ausgesetzt ist, zum Beispiel auf gekühlten Getränken oder im Bad.

Was ist der Unterschied zwischen permanent und ablösbar?

Ein permanent haftendes Etikett soll auf dem Produkt bleiben. Ein ablösbares lässt sich später wieder entfernen.

Sind die Etiketten für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet?

Zur Eignung für den direkten oder indirekten Kontakt mit Lebensmitteln treffen wir keine Aussage.

Kann ich vorab ein Muster bekommen?

Ja. Wir empfehlen, das gewählte Material mit Ihrem eigenen Motiv anzudrucken und unter Ihren Bedingungen zu testen.