Wer eine neue Visitenkarte plant, sucht zuerst nach Beispielen. Im Netz gibt es davon mehr, als man an einem Abend ansehen kann. Diese Linksammlung zeigt, wo Sie gute Beispiele finden, mit welchen Suchbegriffen Sie schneller ans Ziel kommen und wie aus einer Sammlung von Bildern Ihre eigene Karte wird.

Die Linksammlung: Hier finden Sie Beispiele

  1. Behance. Auf dieser Plattform zeigen Grafiker ihre Arbeiten, oft als ganze Geschäftsausstattung mit Karte, Briefbogen und Logo. Gut, um zu sehen, wie eine Karte im Zusammenhang wirkt.
  2. Dribbble. Hier stehen einzelne Entwürfe im Vordergrund. Die Plattform eignet sich, um schnell viele Stile zu vergleichen.
  3. Pinterest. Die Bildersuche schlägt zu jedem Fund ähnliche Motive vor. Legen Sie eine eigene Pinnwand an und sammeln Sie dort Ihre Favoriten.
  4. Unser eigener Beitrag 40 ausgefallene Visitenkarten zeigt Beispiele für Karten aus Kunststoff, mit farbigem Kern und zum Aufklappen.
  5. Ihre eigene Schublade. Die Karten, die Sie selbst aufgehoben haben, sagen viel darüber, was im Alltag funktioniert.

Mit diesen Suchbegriffen finden Sie schneller

Die meisten Beispiele sind englisch beschriftet. Suchen Sie deshalb auch mit englischen Begriffen:

Suchbegriff Das finden Sie damit
business card design Visitenkarten allgemein
minimal business card schlichte Karten mit viel freier Fläche
letterpress business card Karten mit tief eingeprägter Schrift
foil stamping business card Karten mit Folienprägung in Gold oder Silber
die cut business card Karten mit gestanzter Sonderform
edge painted business card Karten mit farbiger Kante
folded business card Klappkarten

Ergänzen Sie Ihre Branche, zum Beispiel „business card design photographer“. So sehen Sie, was in Ihrem Umfeld üblich ist und womit Sie sich abheben.

Anschauen ja, kopieren nein

Die Entwürfe im Netz gehören ihren Gestaltern. Sie dürfen sich Anregungen holen, aber keinen Entwurf übernehmen. Das gilt auch für Logos, Illustrationen und Fotos, die Sie auf einer fremden Karte sehen.

  1. Notieren Sie, was Ihnen gefällt, nicht wie es genau aussieht. Zum Beispiel: viel Weißraum, Name groß, Logo auf der Rückseite.
  2. Verwenden Sie nur Bilder und Schriften, für die Sie eine Lizenz haben.
  3. Vorlagen aus dem Netz haben eigene Nutzungsbedingungen. Lesen Sie sie, bevor Sie eine Vorlage geschäftlich einsetzen.

Von der Sammlung zur eigenen Karte in fünf Schritten

  1. Sammeln Sie zehn bis fünfzehn Beispiele, die Ihnen gefallen.
  2. Sortieren Sie. Legen Sie ähnliche Karten nebeneinander. Meist zeigen sich zwei oder drei Richtungen.
  3. Benennen Sie für jede Richtung fünf Merkmale: Format, Material, Schrift, Farben, Veredelung.
  4. Prüfen Sie die Machbarkeit. Nicht jede Idee passt zu jedem Budget. Sehen Sie im Konfigurator nach, welche Materialien und Veredelungen es gibt.
  5. Entscheiden Sie sich für eine Richtung und setzen Sie sie mit Ihrem eigenen Logo und Ihren Farben um.

Wie Sie die Fläche einer Karte aufteilen, erklärt der Beitrag Visitenkarte gestalten. Die technische Umsetzung zeigt die Anleitung Visitenkarte mit Photoshop erstellen.

Worauf Sie beim Ansehen achten

Viele Beispiele im Netz sind Entwürfe am Bildschirm und wurden nie gedruckt. Prüfen Sie deshalb jede Idee an vier Fragen:

  1. Ist die Schrift in Originalgröße lesbar? Was auf einem großen Foto gut aussieht, kann auf 85 x 55 mm winzig sein.
  2. Passt die Karte in ein Kartenfach? Sonderformate fallen auf, werden aber seltener aufgehoben.
  3. Stehen alle Angaben drauf, die ein Kunde braucht?
  4. Passt der Stil zu Ihrer Branche und zu Ihren anderen Drucksachen?

Zu den Exoten gehören Karten zum Falten, Karten aus Holz oder Metall und Karten, die sich zu kleinen Figuren zusammenstecken lassen. Sie bleiben im Gedächtnis. Als einzige Karte eignen sie sich selten, weil sie aufwendig sind und in keine Mappe passen. Eine kleine Auflage für besondere Anlässe neben der normalen Karte ist oft der bessere Weg.

Schrift als Blickfang

Viele starke Karten kommen ohne Bild aus und leben von der Schrift. Anregungen dafür finden Sie im Beitrag Inspiration für Schriftzüge. Warum sich der Aufwand für eine gedruckte Karte auch heute lohnt, lesen Sie unter Visitenkarten im Zeitalter der Datenflut.

Wenn Ihre Richtung feststeht, sehen Sie unter Visitenkarten im Sortiment, welche Formate, Papiere und Veredelungen Sie wählen können.

Häufige Fragen

Darf ich eine Visitenkarte aus dem Netz nachbauen?

Nein. Entwürfe können urheberrechtlich geschützt sein. Lassen Sie sich anregen und entwickeln Sie daraus eine eigene Gestaltung.

Wo finde ich kostenlose Vorlagen?

Viele Druckereien stellen Vorlagen für ihre Produkte bereit, wir auch: Im Konfigurator finden Sie unter „Druckdateninfo“ die Arbeitsdateien für Ihr Format.

Wie viele Beispiele sollte ich sammeln?

Zehn bis fünfzehn genügen. Mehr Beispiele machen die Entscheidung schwerer, nicht leichter.