Sie möchten Gold im Motiv, aber keinen zusätzlichen Druckgang bezahlen? Dann legen Sie den Goldton im normalen Vierfarbdruck an. Das Ergebnis glänzt nicht wie echte Goldfolie, wirkt mit den richtigen Werten und dem passenden Hintergrund aber deutlich nach Gold. Hier lesen Sie, wie Sie vorgehen und wann sich echte Goldfolie lohnt.

Die CMYK-Werte für Gold

Legen Sie den Goldton im Farbmodus CMYK mit diesen Werten an:

  1. Cyan: 21 %
  2. Magenta: 28 %
  3. Yellow: 92 %
  4. Schwarz: 0 %

Speichern Sie den Ton als eigenes Farbfeld in Ihrem Layoutprogramm. So verwenden Sie an jeder Stelle exakt denselben Wert und können ihn später mit einem Klick für das ganze Dokument anpassen.

Warum Gold in CMYK nicht glänzt

Echtes Gold im Druck entsteht durch Metallpigmente oder eine Metallfolie. Beide werfen das Licht zurück, daher kommt der Glanz. Die vier Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz enthalten keine Metallpigmente. Sie ergeben einen warmen, gelbbraunen Farbton, aber keine spiegelnde Oberfläche.

Gold in CMYK ist deshalb immer eine Nachbildung. Wie gut sie wirkt, hängt von drei Dingen ab: vom Hintergrund, von der Gestaltung der Fläche und vom Papier.

Fünf Tipps, damit der Goldton wirkt

  1. Wählen Sie einen kontrastreichen Hintergrund. Auf Schwarz oder einem dunklen Blau leuchtet der Goldton stärker als auf Weiß oder Beige.
  2. Arbeiten Sie mit einem Verlauf. Eine einfarbige Fläche wirkt schnell wie Ocker. Setzen Sie an den Lichtkanten einen helleren Gelbton, in der Mitte den Grundton und im Schatten einen dunkleren Ton mit etwas Schwarz. Das Auge liest diesen Verlauf als Glanz.
  3. Vermeiden Sie sehr feine Linien und kleine Schrift im Goldton. Der Ton besteht aus drei übereinander gedruckten Farben. Bei sehr feinen Elementen können kleinste Abweichungen im Passer als farbige Säume sichtbar werden.
  4. Denken Sie an das Papier. Auf gestrichenem Papier steht die Farbe auf der Oberfläche und wirkt kräftiger. Ungestrichenes Papier saugt mehr Farbe auf, der Ton wird matter und etwas dunkler.
  5. Verlassen Sie sich bei der Farbe nicht allein auf den Bildschirm. Ein Monitor leuchtet von hinten und zeigt Farben anders als bedrucktes Papier. Bei wichtigen Aufträgen hilft ein Probedruck.

Gold in CMYK, Sonderfarbe oder Heißfolie?

Für Gold im Druck gibt es drei Wege. Sie unterscheiden sich im Glanz und im Aufwand.

Verfahren So entsteht der Goldton Glanz Aufwand
Gold in CMYK Mischung aus Cyan, Magenta und Yellow kein Metallglanz kein zusätzlicher Druckgang
Gold als Sonderfarbe eigene Druckfarbe mit Metallpigmenten matter Metallglanz eine fünfte Farbe zusätzlich zum Vierfarbdruck
Heißfolienprägung Metallfolie, mit Hitze und Druck übertragen spiegelnder Glanz eigener Arbeitsgang nach dem Druck

Wie Druckfarben grundsätzlich aufgebaut sind, lesen Sie im Beitrag Druckfarben im Offsetdruck. Mehr zur Veredelung mit Folie steht unter Prägefoliendruck.

Wann reicht Gold in CMYK?

Gold in CMYK passt, wenn der Goldton ein Gestaltungselement unter vielen ist. Das gilt für Flyer, Plakate und Broschüren mit goldenen Flächen, Rahmen oder Schmuckelementen. Es passt auch für Fotos, auf denen Gold zu sehen ist. Ein Foto wird ohnehin in CMYK gedruckt.

Echtes Gold lohnt sich, wenn der Glanz selbst die Aussage ist. Das trifft auf ein Logo zu, das edel wirken soll, auf Einladungen zu besonderen Anlässen und auf Visitenkarten, die man in die Hand nimmt und im Licht dreht.

Echtes Gold bei Flyerpilot

Bei uns gibt es Visitenkarten in zwei Ausführungen mit echtem Gold: mit einer Goldfarbe zusätzlich zum Vierfarbdruck oder mit Heißfolienprägung in Gold und Silber. Beide finden Sie unter Visitenkarten mit Veredelung.

Für eine Sonderfarbe oder eine Folie legen Sie in der Druckdatei eine eigene Ebene an. Das Prinzip ist dasselbe wie bei einer weißen Deckschicht. Eine Anleitung dazu finden Sie im Beitrag Weißdruck richtig anlegen. Ideen, was mit Folie, Prägung und ungewöhnlichem Material möglich ist, zeigt der Beitrag 40 ausgefallene Visitenkarten.

Häufige Fragen zu Gold in CMYK

Welche CMYK-Werte ergeben Gold?

Ein Ausgangswert ist Cyan 21 %, Magenta 28 %, Yellow 92 % und Schwarz 0 %. Für Schatten geben Sie etwas Schwarz dazu, für Lichter senken Sie die Werte.

Glänzt Gold in CMYK?

Nein. CMYK-Farben enthalten keine Metallpigmente. Den Eindruck von Glanz erzeugen Sie über einen Verlauf von hell nach dunkel und über einen dunklen Hintergrund.

Kann ich einen Goldton aus RGB übernehmen?

Besser nicht. Bei der Umwandlung von RGB in CMYK verändern sich die Werte. Legen Sie den Ton direkt in CMYK an, dann wissen Sie, was gedruckt wird.

Was ist der Unterschied zwischen Goldfarbe und Goldfolie?

Goldfarbe ist eine Druckfarbe mit Metallpigmenten und glänzt matt. Goldfolie ist eine dünne Metallfolie, die mit Hitze und Druck auf das Papier übertragen wird. Sie spiegelt.