Ein Flyer hat wenige Sekunden. In dieser Zeit entscheidet der Empfänger, ob er weiterliest oder das Blatt weglegt. Gute Flyer nutzen diese Sekunden: Sie sagen sofort, worum es geht, für wen es gedacht ist und was als Nächstes zu tun ist. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie einen Flyer planen, welches Format und welches Papier zu Ihrem Zweck passen und wie Sie messen, ob er gewirkt hat.

Wofür sich ein Flyer eignet

  1. Neue Produkte und Aktionen ankündigen
  2. Auf eine Veranstaltung oder Eröffnung hinweisen
  3. Ein Angebot erklären, das zwei oder drei Sätze mehr braucht als ein Plakat
  4. Als Handzettel im Laden, auf der Messe oder beim Kundentermin
  5. Als Beilage im Paket oder im Brief

Brauchen Sie mehr Platz als acht Seiten, ist die Broschüre das passende Werbemittel. Mehr dazu im Beitrag Broschüren als Werbung. Soll die Botschaft aus der Entfernung wirken, hilft die Anleitung Veranstaltungsplakat gestalten.

Erst das Ziel, dann die Gestaltung

Beantworten Sie vor dem ersten Entwurf drei Fragen:

  1. Wen möchten Sie erreichen?
  2. Was soll diese Person nach dem Lesen tun: anrufen, vorbeikommen, bestellen, einen Termin buchen?
  3. Wie kommt der Flyer zu ihr: in die Hand, in den Briefkasten, ins Paket?

Aus den Antworten ergeben sich Format, Papier und Text fast von selbst. Ein Flyer für den Briefkasten muss auf den ersten Blick wirken. Einer, den Sie im Gespräch überreichen, darf mehr erklären.

Der Aufbau: sechs Bausteine

  1. Überschrift. Sie nennt den Nutzen. „20 Prozent auf alle Fahrradinspektionen im März“ ist stärker als „Unser Frühjahrsangebot“.
  2. Bild. Ein starkes Foto oder eine klare Grafik. Lieber ein großes Bild als fünf kleine.
  3. Kernaussagen. Zwei bis vier kurze Punkte, die das Angebot erklären.
  4. Angebot mit Frist. Ein Datum gibt dem Leser einen Anlass, jetzt zu handeln.
  5. Handlungsaufforderung. Ein Satz, der sagt, was zu tun ist: „Rufen Sie an“, „Kommen Sie am Samstag vorbei“.
  6. Kontakt. Adresse, Telefonnummer, Website und ein QR-Code.

Ob der Flyer Ihrem Corporate Design folgt oder bewusst ausbricht, hängt vom Anlass ab. Für das laufende Geschäft sollte man Sie sofort wiedererkennen. Für eine einzelne Aktion darf der Flyer auffallen, solange Logo und Farben den Absender zeigen.

Welches Format passt?

Format Maße Typischer Einsatz
DIN lang 105 x 210 mm Prospektständer, Briefbeilage, Handzettel. Das meistgenutzte Format.
DIN A6 105 x 148 mm Paketbeilage, Gutschein, Einladung
DIN A5 148 x 210 mm Handzettel mit mehr Text, Speiseplan, Programm
DIN A4 210 x 297 mm Aushang, Preisliste, gefalzt als Faltblatt

Reicht eine Seite nicht, gibt die Falzung dem Flyer mehrere Seiten und eine Reihenfolge. Damit lässt sich eine Pointe aufbauen, die erst beim Aufklappen sichtbar wird. Alle Falzungen erklärt der Beitrag Falzarten von Flyern.

Welches Papier passt?

Üblich sind Grammaturen von 100, 135, 170, 250, 300 und 350 g/m².

Grammatur Wirkung Einsatz
100 bis 135 g/m² leicht und biegsam Postwurfsendungen, Beilagen, gefalzte Flyer in großer Auflage
170 g/m² spürbar fester Handzettel und Auslage im Laden
250 bis 350 g/m² fest wie eine Karte kleine Auflagen zur persönlichen Übergabe, Gutscheine, Einladungen

Die Regel dahinter: Je persönlicher die Übergabe, desto fester darf das Papier sein. Für die Verteilung in großer Menge zählt das Gewicht.

Formate und Papiere wählen Sie im Konfigurator: hier finden Sie Flyer für Ihre Aktion und hier gefalzte Flyer.

Fünf Wege, einen Flyer zu verteilen

  1. Auslage im eigenen Geschäft und bei Partnern in der Nachbarschaft
  2. Beilage in jedem Paket, das Ihr Haus verlässt
  3. Beilage im Brief. Zusammen mit einem Anschreiben auf Ihrem Briefpapier informiert der Flyer über neue Aktionen, ohne den Brief zu überladen.
  4. Übergabe auf Messen und Veranstaltungen
  5. Verteilung in Briefkästen. Beachten Sie dabei Aufkleber wie „Keine Werbung“.

So messen Sie, ob der Flyer wirkt

  1. Drucken Sie einen Gutscheincode auf, der nur auf diesem Flyer steht.
  2. Lassen Sie den QR-Code auf eine eigene Seite führen. Die Aufrufe dieser Seite zeigen, wie viele Leser reagiert haben.
  3. Fragen Sie neue Kunden, wie sie auf Sie aufmerksam geworden sind.

Mit diesen Zahlen wissen Sie beim nächsten Mal, welche Auflage und welcher Verteilweg sich gelohnt haben.

Anleitungen für die Umsetzung

Für die Datei selbst gibt es im Magazin mehrere Schritt-für-Schritt-Anleitungen: Flyer mit Photoshop erstellen, Bewerbungsflyer in InDesign gestalten, Broschüren mit Photoshop gestalten und Tickets gestalten.

Häufige Fragen zum Flyer

Welches Format ist für Flyer am gebräuchlichsten?

DIN lang mit 105 x 210 mm. Es passt in Prospektständer und in den üblichen Briefumschlag.

Wie viel Text verträgt ein Flyer?

Wenig. Eine Überschrift, zwei bis vier Kernaussagen und der Kontakt. Alles Weitere gehört auf die Website, zu der ein QR-Code führt.

Welches Papier nehme ich für Flyer im Briefkasten?

Ein leichtes Papier mit 100 bis 135 g/m². Für Flyer, die Sie persönlich überreichen, eignet sich festeres Papier.