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Drei Höhen, drei Aufgaben

Ein Roll-Up ist hoch und schmal, und der Betrachter steht davor. Damit ergeben sich drei Bereiche, die völlig unterschiedlich wahrgenommen werden.

  1. Oben, auf Augenhöhe und darüber. Das ist der Blickfang. Hierhin gehören Slogan, Kernaussage und Logo.
  2. Die Mitte, etwa von Brust- bis Hüfthöhe. Hier stehen die kurz gefassten Stichpunkte, also das, was Ihre Aussage stützt.
  3. Der untere Bereich. Dort finden weiterführende Angaben Platz, Kontaktdaten, Website, Profile in sozialen Netzwerken.

Der Blick läuft dabei von oben nach unten und innerhalb jeder Zeile von links nach rechts. Ordnen Sie Texte entsprechend an, dann liest sich Ihr Display, ohne dass jemand suchen muss.

 

Warum unten nicht ganz unten heißt

Ein Punkt, den viele Gestaltungstipps auslassen: Die untersten Zentimeter Ihres Roll-Ups sieht in der Praxis kaum jemand. Auf einer Messe stehen Menschen davor, im Foyer ein Tisch, in der Praxis ein Stuhl.

Setzen Sie Ihre Kontaktdaten deshalb nicht an den absolut unteren Rand, sondern etwas höher, ungefähr auf Hüft- bis Oberschenkelhöhe. Dort sind sie noch bequem lesbar und werden seltener verdeckt.

Ganz unten eignet sich für Dinge, die auch fehlen dürften, etwa eine dekorative Fläche in Ihrer Hausfarbe oder eine Wiederholung des Logos. Nichts, was jemand tatsächlich braucht.

 

Kurz und knackig

Niemand bleibt vor einem Display stehen und überlegt, was Sie wohl sagen wollen. Wer nicht sofort versteht, geht weiter. Deshalb gilt hier die einfachste aller Gestaltungsregeln: kurz fassen.

Slogans und Schlagworte reichen vollkommen. Ganze Sätze, Aufzählungen von Leistungen oder erklärende Absätze gehören auf einen Flyer, den man mitnehmen kann, nicht auf ein Display, an dem man vorbeigeht.

Bleiben Sie bei einer Schriftart und verzichten Sie auf Spielereien. Verschiedene Schriften, Schatten, Umrandungen und Effekte wirken selten hochwertig und kosten immer Lesbarkeit.

 

Ihr Logo ist der Wiedererkennungswert schlechthin. Es gehört in den oberen Bereich, auf Augenhöhe oder leicht darüber, damit es sofort erfasst wird.

Bewährt hat sich zusätzlich eine zweite, kleinere Platzierung im unteren Teil. Sie schließt das Display ab und bringt Sie noch einmal in Erinnerung, wenn der Blick nach unten gewandert ist.

Achten Sie auf die Datei. Auf zwei Metern Höhe fällt ein zu klein aufgelöstes Logo sofort auf. Nehmen Sie die größte Fassung, die Sie haben, und lassen Sie ringsum Abstand.

 

Ihre Farben, Ihre Schrift

Stellen Sie sich eine bekannte Fast-Food-Kette in Grün und Blau vor. Funktioniert nicht, weil Sie diese Marke fest mit Gelb und Rot verbinden. Genau diese Verknüpfung soll auch bei Ihnen entstehen.

Verwenden Sie deshalb konsequent Ihre Unternehmensfarben und die Schrift, mit der Sie sonst kommunizieren. Ein Display in fremden Farben mag hübsch aussehen, arbeitet aber nicht für Ihre Wiedererkennung.

Zwei bis drei Farben genügen dabei. Wichtiger als die Auswahl ist der Helligkeitsunterschied zwischen Schrift und Untergrund, denn er entscheidet darüber, ob aus der Entfernung noch etwas lesbar ist.

 

Bilder richtig einsetzen

Fotos wecken Aufmerksamkeit, aber sie sollen kein Rätsel aufgeben. Ein Bild stützt Ihre Kernaussage, es ersetzt sie nicht. Wenn jemand erst nachdenken muss, was das Motiv mit Ihnen zu tun hat, ist es das falsche.

Technisch gilt: ausreichende Auflösung, kein zu dunkles Motiv, keine Unschärfe. Auf dieser Flächengröße wird jeder Mangel sichtbar, der auf einem Flyer noch durchginge.

Der Vorteil beim Gestalten am Bildschirm: Sie können mehrere Anordnungen durchspielen, das Bild größer und kleiner setzen und vergleichen, bevor Sie sich festlegen. Nutzen Sie das, statt die erste Variante zu nehmen.

 

Schriftgröße nach Abstand

Es gibt eine einfache Faustregel: Pro Meter Betrachtungsabstand wächst die Schriftgröße um etwa einen Zentimeter. Auf drei Metern brauchen Buchstaben also rund drei Zentimeter Höhe, auf fünf Metern entsprechend mehr.

Überlegen Sie deshalb zuerst, wo das Display stehen wird. Ein Roll-Up am Messestand wird aus dem Gang gelesen, eines im Wartezimmer aus zwei Metern. Beides verlangt andere Größen.

Ein Maßstab für die Ordnung: Alle wesentlichen Angaben sollten in etwa drei Sekunden erfassbar sein. Wenn Sie länger brauchen, um Ihr eigenes Display zu lesen, ist zu viel darauf oder die Rangfolge stimmt nicht.

 

Wer und wo sind Sie

Über Werbeaussagen und Anordnung wird viel gesprochen, und dann fehlt am Ende die Kontaktmöglichkeit. Das passiert erstaunlich oft.

Website, E-Mail und Telefonnummer gehören gut sichtbar und in lesbarer Größe auf das Display. Soziale Netzwerke können dazukommen, aber bitte nur die, die Sie tatsächlich pflegen. Ein Profil, das seit zwei Jahren still ist, wirkt schlechter als gar keine Angabe.

 

Der Gestalter in Kurzform

Das Bannerformat samt oberem und unterem Bereich liegt im Editor an. Sie setzen Logo, Schlagzeile und Kontaktzeile und sehen sofort, was auf Augenhöhe landet.

Den Editor mit allen Funktionen erklären wir auf der Seite Druckprodukte online gestalten.

Funktionen des Online-Gestalters

 

Was Sie vermeiden sollten

  1. Zu viel Text. Ein Display wird im Vorbeigehen erfasst, nicht gelesen.
  2. Mehrere Schriftarten. Eine genügt, alles andere wirkt unruhig.
  3. Effekte wie Schatten, Umrandungen oder Verläufe hinter Schrift. Sie kosten Lesbarkeit, ohne etwas zu gewinnen.
  4. Zu dunkle oder zu klein aufgelöste Bilder. Auf zwei Metern Höhe wird jeder Mangel sichtbar.
  5. Fehlende Kontaktdaten. Passiert erstaunlich oft, wenn man sich lange mit der Werbeaussage beschäftigt hat.
  6. Wichtige Angaben im untersten Bereich, wo sie im Einsatz verdeckt werden.

Häufige Fragen

Wie gestalte ich ein Roll-Up

Teilen Sie die Fläche in drei Höhen: oben Slogan und Logo, in der Mitte kurze Stichpunkte, unten Kontaktdaten. Der Blick läuft von oben nach unten, ordnen Sie Ihre Inhalte entsprechend.

Wie viele Informationen gehören auf ein Roll-Up

Sehr wenige. Slogans und Schlagworte reichen aus. Alle wesentlichen Angaben sollten in etwa drei Sekunden erfassbar sein, sonst geht der Betrachter weiter.

Welche Schriftgröße ist für Roll-Ups geeignet

Pro Meter Betrachtungsabstand etwa ein Zentimeter Buchstabenhöhe. Überlegen Sie zuerst, ob das Display aus dem Messegang oder aus zwei Metern gelesen wird.

Wo sollte das Logo platziert werden

Oben auf Augenhöhe oder leicht darüber. Zusätzlich lohnt sich eine zweite, kleinere Platzierung im unteren Teil als Abschluss.

Warum soll ich Kontaktdaten nicht ganz unten setzen

Weil die untersten Zentimeter im Einsatz oft verdeckt sind, von Menschen, Tischen oder Stühlen. Setzen Sie sie etwas höher, dann bleiben sie sichtbar.

Welche Farben wirken am besten

Ihre eigenen. Verwenden Sie konsequent Unternehmensfarben und Hausschrift, damit die Verbindung zu Ihrer Marke entsteht. Zwei bis drei Farben genügen, entscheidend ist der Helligkeitsunterschied.

Wie gestalte ich ein Roll-Up für Messen

Rechnen Sie mit größerem Leseabstand aus dem Gang und mit Menschen, die davor stehen. Also größere Schrift, Kernaussage weit oben und keine wichtigen Angaben im untersten Bereich.

Welche Gestaltungsfehler sollte ich vermeiden

Zu viel Text, mehrere Schriftarten, Effekte wie Schatten und Umrandungen, zu gering aufgelöste oder zu dunkle Bilder und fehlende Kontaktdaten.

Kann ich verschiedene Anordnungen ausprobieren

Ja, und das lohnt sich. Setzen Sie das Bild einmal größer, einmal kleiner, verschieben Sie den Slogan, und vergleichen Sie. Nehmen Sie nicht die erste Variante, nur weil sie fertig ist.

Kann ich meinen Entwurf speichern und später ändern

Ja, mit einem Kundenkonto. Praktisch für wiederkehrende Messen, bei denen sich nur Termin oder Aussage ändern.

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