Sechs Bausteine für Tiegel, Flakon und Tube
Entscheidend sind drei Dinge: wie feucht die Umgebung ist, wie viel Text untergebracht werden muss und wie das Gebinde selbst wirken soll.
Kosmetik-Etiketten
Ausgelegt auf kleine Gebinde und auf die Angaben, die bei kosmetischen Mitteln aufs Etikett gehören.
Mehr erfahrenTransparente Etiketten
Folienmaterial für klare Flakons und Tiegel. Wie es auf Ihrem Gebinde wirkt, zeigt ein Probedruck am echten Material.
Mehr erfahrenFolien-Etiketten
Nimmt kein Wasser auf und bleibt im Bad formstabil. Einige PP-Folien sind laut Hersteller gut beständig gegen Wasser, Chemikalien und Öle.
Mehr erfahrenMetallic-Etiketten
Metallisch schimmerndes Material für Premiumlinien, das im Regal wirkt, ohne dass Sie die Gestaltung umbauen müssen.
Mehr erfahrenPapier-Etiketten
Natürliche Anmutung für Manufakturen und Naturkosmetik. Passt zu trockenen Einsatzbereichen, im Bad eher nassfestes Papier oder Folie.
Mehr erfahrenNachhaltige Etiketten
Recycling- und Strukturpapiere für Marken, die ihre Positionierung auch im Material zeigen wollen.
Mehr erfahrenWie Kosmetikhersteller ihr Sortiment aufbauen
Kosmetiklinien wachsen in die Breite. Aus einer Creme werden schnell drei Größen, aus einem Duft vier Varianten, dazu Sets, Probiergrößen und Nachfüllpackungen. Jede Variante braucht eine eigene Kennzeichnung, weil sich Inhaltsstoffe, Füllmenge oder Chargennummer unterscheiden.
Gleichzeitig sind die Mengen je Variante überschaubar, besonders bei Manufakturen und jungen Marken. Rezepturen werden nachgeschärft, ein Duft wird ausgetauscht, eine Größe fällt weg. Wer große Etikettenmengen je Variante einlagert, sitzt nach der ersten Rezepturänderung auf Beständen, die nicht mehr stimmen.
Vom Abfüllen bis ins Badezimmer
Abgefüllt wird oft warm, gerade bei Cremes und Balsamen. Das Gebinde braucht Zeit zum Abkühlen, bevor etikettiert wird, sonst zieht der Kleber nicht sauber an. Kommt Produkt an den Rand, entsteht ein feiner Fettfilm, auf dem Etiketten schlecht halten. Beide Punkte gehören in den Ablauf, nicht in die Nacharbeit.
Danach beginnt der eigentliche Härtetest. Im Bad steht das Produkt in Dampf, in der Dusche direkt im Wasserstrahl, und angefasst wird es mit eingecremten Händen. Ein normales Papieretikett kann unter diesen Bedingungen aufquellen und sich an den Kanten lösen, Folie nimmt dagegen kein Wasser auf. Wer eine Naturkosmetik-Anmutung will, muss hier bewusst abwägen.
Wie kleine Gebinde trotzdem alles unterbringen
Ein zentrales Problem der Branche ist der Platz. Auf einem 15-Milliliter-Tiegel muss die vollständige Liste der Inhaltsstoffe unterkommen, und die ist auch bei einfachen Rezepturen lang. Wer erst gestaltet und dann den Pflichttext einsetzt, landet unweigerlich bei einer Schrift, die niemand mehr lesen kann.
Zwei Lösungen haben sich bewährt. Ein Umkarton nimmt einen Teil der Angaben auf, wenn er das Produkt begleitet. Oder Sie arbeiten mit einer Aufteilung auf Gebinde und Deckel. Legen Sie in jedem Fall zuerst die Schriftgröße für den Pflichttext fest und danach das Format, nicht umgekehrt.
Angaben auf kosmetischen Mitteln
Auf ein kosmetisches Mittel gehören unter anderem die Nennfüllmenge, das Verzeichnis der Bestandteile in der international üblichen Bezeichnung, der Verwendungszweck, gegebenenfalls Warnhinweise, die Chargennummer sowie Name und Anschrift der verantwortlichen Person in der EU. Dazu kommt die Angabe zur Haltbarkeit: bei einer Haltbarkeit bis 30 Monate als Datum, sonst über das Symbol für die Verwendungsdauer nach dem Öffnen. Anders als bei Lebensmitteln gibt es keine feste Mindestschriftgröße, die Angaben müssen aber gut lesbar und unverwischbar sein.
Zur Klarstellung: Unser Datencheck ist kostenlos, prüft aber ausschließlich die technische Druckbarkeit Ihrer Datei, also Auflösung, Farbraum, Beschnitt und Stanzkontur. Ob Ihre Angaben vollständig und rechtlich korrekt sind, prüfen wir nicht und können wir nicht zusichern. Diese Verantwortung liegt bei der verantwortlichen Person nach der Kosmetikverordnung.
Welches Gebinde welche Anforderung stellt
Die Übersicht ordnet die typischen Gebinde einer Kosmetiklinie den Anforderungen an das Etikett zu.
| Gebinde | Typische Umgebung | Anforderung an das Etikett |
|---|---|---|
| Cremetiegel klein | Waschtisch, häufiger Handkontakt | Wenig Fläche, Fettbeständigkeit |
| Pumpflasche | Bad, gelegentlich Spritzwasser | Formstabil bei Feuchtigkeit |
| Duschprodukt | Dusche, direkter Wasserkontakt | Folie statt normalem Papier |
| Ölflakon | Rückstände am Flaschenhals | Saubere Klebefläche, Kleber abstimmen |
| Probiergröße | Beilage, Versand | Kleines Format, Lesbarkeit prüfen |
Material, Optik und Beständigkeit
Die Materialfrage entscheidet sich meist an der Feuchtigkeit. Eine PP-Folie nimmt kein Wasser auf und bleibt bei Dampf und Spritzwasser formstabil. Für ausgewählte PP-Folien bescheinigt der Hersteller zudem eine gute Beständigkeit gegen Wasser, Chemikalien und Öle. Wer Papieroptik möchte, findet mit nassfesten Papieren wie Canalin oder Martelé Blanc eine Möglichkeit. Direkt in der Dusche bleibt Folie die sicherere Wahl.
Für die Wirkung im Regal gibt es zwei Wege. Transparente Etiketten wirken auf klaren Gebinden zurückhaltend. Ein metallisch schimmerndes Material setzt dagegen die Marke in den Vordergrund. Bei sehr kleiner Schrift lohnt sich in beiden Fällen ein Probedruck, weil feine Linien auf glänzendem Untergrund schneller zulaufen.
Was in Kosmetikbetrieben am häufigsten schiefgeht
Der häufigste Fehler ist die zu kleine Schrift im Verzeichnis der Bestandteile, weil das Format vor dem Text feststand. Der zweite ist das Etikettieren auf noch warmen Tiegeln, was sich erst Tage später als abstehende Kante zeigt.
Der dritte Punkt betrifft die Chargennummer. Wird sie fest mitgedruckt, ist jede Etikettenmenge an genau eine Charge gebunden. Praktikabler ist eine freie Fläche oder ein kleines Zusatzetikett, das Sie je Ansatz aufbringen, etwa mit unseren beschreibbaren Etiketten.
Weitere Branchen dieser Produktwelt
Von der Lebensmittelmanufaktur bis zum Reinigungsmittelhersteller gelten jeweils eigene Anforderungen an die Kennzeichnung. Nahe verwandt sind die Seiten für Hersteller von Nahrungsergänzung und für Lohnabfüller. Einen Überblick über alle Beratungsseiten dieser Produktwelt finden Sie unter Branchen Etiketten.
Fragen, die uns Kosmetikhersteller stellen
Wie bekomme ich die Inhaltsstoffe auf einen kleinen Tiegel?
Über einen begleitenden Umkarton oder über die Aufteilung auf Gebinde und Deckel. Legen Sie dabei zuerst die Schriftgröße fest und bestimmen Sie danach das Format.
Welches Material hält in der Dusche?
Folie. Sie nimmt kein Wasser auf und bleibt bei Dampf und direktem Wasserkontakt formstabil. Normales Papier kann unter diesen Bedingungen aufquellen und sich an den Kanten lösen.
Halten Etiketten auf öligen Flakons?
Nur mit passendem Kleber und sauberer Klebefläche. Wischen Sie Rückstände vor dem Etikettieren ab und sagen Sie uns vorher, ob das Produkt ölhaltig ist, dann stimmen wir die Klebstoffwahl darauf ab.
Kann ich mehrere Varianten gleichzeitig bestellen?
Ja, in einer Bestellung. Die Varianten können auch auf einer gemeinsamen Rolle stehen, dann werden sie abwechselnd gedruckt. Die Mindestmenge von 250 Stück gilt je Sorte, also je Variante.
Wie halte ich die Chargennummer flexibel?
Über eine freie Fläche zum Stempeln oder ein kleines Zusatzetikett je Ansatz. Fest mitgedruckte Chargennummern binden die gesamte Etikettenmenge an eine einzige Charge.
Prüfen Sie meine Pflichtangaben nach der Kosmetikverordnung?
Nein. Der Datencheck ist kostenlos, aber rein technisch und betrifft Auflösung, Farbraum, Beschnitt und Stanzkontur. Die inhaltliche und rechtliche Verantwortung liegt bei der verantwortlichen Person nach der Kosmetikverordnung.
Wie wirken transparente Etiketten auf farbigen Produkten?
Das hängt von Produkt und Gebinde ab. Bei trüben oder dunklen Rezepturen leidet die Lesbarkeit, dort ist ein deckendes Material oder eine weiß hinterlegte Schriftfläche die sichere Wahl. Prüfen Sie die Wirkung vorab mit einem Probedruck.
Ab wann lohnt sich ein Probedruck?
Sobald Schriftgrößen unter zwei Millimeter Höhe liegen oder feine Linien auf glänzendem Untergrund stehen. Am Bildschirm sieht das noch sauber aus, gedruckt laufen feine Details schneller zu.
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Neue Linie in Planung oder Rezeptur geändert? Sagen Sie uns, welche Gebinde Sie füllen, wo das Produkt später steht und wie lang Ihr Pflichttext ist. Wir stimmen Material, Format und Kleber mit Ihnen ab, bevor die Abfüllung startet. Telefonisch erreichen Sie uns unter 09721 73073711.
Flyerpilot produziert Drucksachen, Etiketten auf Rolle, Standbodenbeutel
und Werbetechnik in der eigenen Druckerei in Sennfeld bei Schweinfurt. Wir bieten kostenlose Druckdatenprüfung, viele Produkte im 24h- oder 48h-Express und kostenlosen Versand innerhalb Deutschlands. Auch Lieferungen in die EU
und in die Schweiz sind möglich.