Vier Bausteine für Anlage, Nacharbeit und Nachweis
Im Lohnauftrag zählen andere Dinge als in der eigenen Marke: dass die Rolle läuft, dass Nacharbeit möglich ist und dass jede Charge nachweisbar bleibt.
Etiketten auf Rolle
Die Grundform für jede Anlage. Wickelrichtung und Kern legen Sie passend zu Ihrem Etikettierer fest, den Außendurchmesser teilen Sie uns per E-Mail mit.
Mehr erfahrenBarcode-Etiketten
Für Identifikation und Rückverfolgbarkeit. Codes können Artikel, Charge oder Auftrag im betrieblichen System eindeutig zuordnen.
Mehr erfahrenBlickdichte Etiketten
Zum Umetikettieren von Bestandsware. Die alte Kennzeichnung scheint nicht durch, es sind keine zwei Angaben gleichzeitig sichtbar.
Mehr erfahrenProbedruck
Für neue Motive, Gebinde oder Materialien: Originalmaterial und Stanzung vor der Serie praktisch prüfen.
Mehr erfahrenWie Lohnabfüller ihren Betrieb takten
Ein Lohnabfüller arbeitet nicht an einem Sortiment, sondern an einem Kalender. In derselben Woche laufen ein Reiniger für den einen Kunden, ein Sirup für den nächsten und eine Kleinserie für ein Start-up. Zwischen den Aufträgen steht jedes Mal die Reinigung und das Umrüsten der Anlage, und diese Zeit ist teuer.
Etiketten greifen direkt in diesen Takt ein. Passt die Rolle nicht auf die Achse oder läuft sie falsch herum an, steht die Linie, obwohl Produkt und Gebinde bereit sind. Deshalb sind hier die technischen Werte wichtiger als jede Gestaltungsfrage, denn die Gestaltung kommt ohnehin vom Auftraggeber.
Vom Auftragseingang bis zur Palette
Der typische Ablauf beginnt mit Daten, die nicht aus dem eigenen Haus stammen. Der Auftraggeber liefert Druckdaten in unterschiedlicher Qualität, manchmal ohne Beschnitt, manchmal in einem Farbraum, der für den Etikettendruck nicht passt. Wer das erst beim Rüsten bemerkt, verliert schnell Produktionszeit.
Danach folgt die Abfüllung, und am Ende steht die Palette mit fertiger Ware, die häufig direkt zum Handel des Auftraggebers geht. Muss bereits abgefüllte Bestandsware nach einer Änderung der Kennzeichnung umetikettiert werden, darf die bisherige Kennzeichnung nicht durchscheinen.
Verantwortung zwischen Auftraggeber und Betrieb
Im Lohnauftrag sollten die Zuständigkeiten zwischen Auftraggeber und Abfüllbetrieb vor Produktionsbeginn eindeutig festgelegt sein. Dazu gehören die Freigabe von Rezeptur und Kennzeichnung, die bereitgestellten Druckdaten, die Produktionsdokumentation und die Rückverfolgbarkeit. Wer welche rechtliche Verantwortung trägt, hängt vom Produkt und der konkreten Rollenverteilung ab. Sinnvoll ist eine dokumentierte Freigabe jedes Etikettenmotivs vor dem Start.
Für uns gilt dabei dieselbe klare Linie: Unser Datencheck ist kostenlos, prüft aber ausschließlich die technische Druckbarkeit der Datei, also Auflösung, Farbraum, Beschnitt und Stanzkontur. Ob die Angaben Ihres Auftraggebers vollständig und rechtlich korrekt sind, prüfen wir nicht und können wir nicht zusichern. Diese Verantwortung bleibt beim Inverkehrbringer.
Welche Werte Sie je Auftrag festhalten sollten
Die Zusammenstellung zeigt, welche Angaben eine Nachbestellung ohne Rückfragen möglich machen.
| Angabe | Warum sie zählt | Wo sie herkommt |
|---|---|---|
| Wickelrichtung | Falsche Richtung stoppt den Spender | Datenblatt oder Muster der Anlage |
| Innendurchmesser des Kerns | Rolle muss auf die Achse passen | Messung an der laufenden Rolle |
| Maximaler Außendurchmesser | Aufnahme hat eine Obergrenze | Herstellerangabe des Etikettierers |
| Bahnbreite | Muss zur Führung der Anlage passen | Anlagenangabe oder Referenzrolle |
| Etikettenabstand auf der Bahn | Wichtig für Sensor und Spendetakt | Vorgabe aus der Anlage |
| Material und Kleber je Füllgut | Bestimmt Haftung und Beständigkeit | Abstimmung vor dem ersten Auftrag |
Material, Füllgut und Untergrund
Als Lohnabfüller decken Sie ein breites Spektrum ab, und jedes Füllgut stellt eigene Ansprüche. Je nach Abfüllprozess können Öl, Feuchtigkeit, Reinigungsmittel oder Staub auf die Gebindeoberfläche gelangen und die Haftung beeinflussen. Die Kombination aus Material und Kleber sollte deshalb nicht pauschal für alle Füllgüter festgelegt werden.
Praktikabel ist eine kleine Auswahl statt eines Universalmaterials: eine Folie für feuchte und ölige Anwendungen, ein Papier für trockene Füllgüter und Kartonage, dazu bei Bedarf ein blickdichtes Material fürs Umetikettieren. Welche Kombination im Einzelfall passt, klären wir vor dem ersten Auftrag anhand von Füllgut, Gebindematerial und Lagerbedingungen.
Was im Lohnauftrag am häufigsten schiefgeht
Ein häufiger Fehler ist die Nachbestellung ohne dokumentierte Rollenwerte. Beim ersten Auftrag hat jemand gemessen, beim zweiten steht die Angabe nirgends, und die Rolle passt nicht. Halten Sie die Werte je Auftraggeber und Anlage fest, dann ist jede Wiederholung gleich aufgebaut.
Zweitens kommen Druckdaten des Auftraggebers oft ohne ausreichenden Beschnitt oder mit Elementen zu nah an der Stanzkante. Der dritte Punkt ist die Bestandsware, die nach einer Angabenänderung mit einem gewöhnlichen Etikett überklebt wird. Scheint die alte Kennzeichnung durch, sind zwei widersprüchliche Angaben gleichzeitig sichtbar. Dafür braucht es ein blickdichtes Material.
Weitere Branchen dieser Produktwelt
Für Ihre Auftraggeber gelten je nach Branche eigene Anforderungen an die Kennzeichnung. Hinweise finden Sie auf den Seiten für Getränkehersteller, Kosmetikhersteller und Chemieunternehmen. Einen Überblick über alle Beratungsseiten dieser Produktwelt finden Sie unter Branchen Etiketten.
Fragen, die uns Lohnabfüller stellen
Welche Angaben brauchen Sie für meine Anlage?
Wickelrichtung, Innendurchmesser des Kerns und den maximalen Außendurchmesser der Rolle. Den Außendurchmesser schicken Sie uns per E-Mail, wir berücksichtigen ihn in der Produktion. Einmal sauber ermittelt, geben Sie die Werte bei jedem Folgeauftrag gleich an.
Kann ich Etiketten für mehrere Auftraggeber zusammen bestellen?
Ja, in einer Bestellung. Mehrere Motive können auch auf einer gemeinsamen Rolle stehen, dann werden sie abwechselnd gedruckt. Legen Sie die Rollenaufteilung für Ihre Anlage vorab fest. Die Mindestmenge von 250 Stück gilt je Sorte, also je Motiv.
Was mache ich mit Kleinmengen für Nacharbeit?
Dafür eignet sich die Spenderbox. Sie entnehmen einzelne Etiketten von Hand, ohne eine Rolle anzubrechen, die für die Anlage vorgesehen ist.
Wie sichere ich einen neuen Auftraggeber ab?
Über einen Probedruck auf dem Originalmaterial mit der Originalstanzung, freigegeben vom Auftraggeber. Das kostet wenig Zeit und verhindert Diskussionen nach der ersten Serie.
Wer verantwortet die Angaben auf dem Etikett?
Das hängt vom Produkt und von der vertraglichen und rechtlichen Rollenverteilung ab. Auftraggeber und Abfüllbetrieb sollten die Verantwortung für Kennzeichnung und Freigabe vor Produktionsbeginn eindeutig festlegen. Unser Datencheck betrifft ausschließlich die technische Druckbarkeit, also Auflösung, Farbraum, Beschnitt und Stanzkontur.
Wie etikettiere ich Bestandsware nach einer Änderung um?
Mit einem blickdichten Etikett, damit die alte Kennzeichnung nicht durchscheint. Ein gewöhnliches, deckend weiß gedrucktes Etikett reicht dafür nicht.
Was tun, wenn die Druckdaten des Kunden nicht passen?
Wir melden technische Mängel wie fehlenden Beschnitt oder einen unpassenden Farbraum zurück, bevor produziert wird. Die Korrektur selbst stimmen Sie mit Ihrem Auftraggeber ab. Mit dem Premium-Datencheck für 6,50 Euro brutto werden technische Fehler wie Formatabweichung, fehlender Beschnitt oder ein falscher Farbraum auch repariert.
Wie halte ich Chargen nachweisbar?
Über einen auftragsbezogenen Code auf dem Etikett oder über eine freie Fläche, die Sie je Ansatz stempeln, etwa mit unseren beschreibbaren Etiketten. So lässt sich jede Charge einem Auftraggeber und einem Ansatz zuordnen.
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Innerhalb Deutschlands ist der Versand kostenlos. Wir liefern auch in die EU-Mitgliedstaaten und in die Schweiz. Die Versandkosten für Ihr Lieferland sehen Sie im Bestellvorgang, sobald Sie das Land gewählt haben.
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Neuer Auftraggeber oder neue Anlage im Haus? Sagen Sie uns, welcher Etikettierer läuft, welche Füllgüter dazukommen und wie viele Motive Sie parallel führen. Wir stimmen Rollenwerte, Material und Kleber mit Ihnen ab. Telefonisch erreichen Sie uns unter 09721 73073711.
Flyerpilot produziert Drucksachen, Etiketten auf Rolle, Standbodenbeutel
und Werbetechnik in der eigenen Druckerei in Sennfeld bei Schweinfurt. Wir bieten kostenlose Druckdatenprüfung, viele Produkte im 24h- oder 48h-Express und kostenlosen Versand innerhalb Deutschlands. Auch Lieferungen in die EU
und in die Schweiz sind möglich.