Vier Bausteine für Destillate im Fachhandel
Entscheidend sind die Flaschenform, die Menge je Brand und die Frage, wie deutlich sich eine Sonderabfüllung vom Standardsortiment absetzen soll.
Flaschenetiketten
Für schlanke Spirituosenflaschen mit wenig gerader Fläche. Format und Position bestimmen, ob das Etikett sauber anliegt.
Mehr erfahrenHeißfolien-Prägung
Geprägte Folie in Gold, Silber oder Kupfer. Hebt Namenszug, Fassnummer oder Jahrgang hervor, auch bei kleiner Auflage.
Mehr erfahrenMetallic-Etiketten
Metallisch schimmerndes Material über die ganze Fläche. Passt zu Editionen, die sich im Regal klar vom Standard abheben sollen.
Mehr erfahrenEtiketten auf Rolle
Auch bei kleinen Chargen wirtschaftlich und für den Handauftrag gut zu dosieren. Wickelrichtung passend zum Spender.
Mehr erfahrenWie Brennereien ihre Chargen planen
Gebrannt wird in Ansätzen, und ein Ansatz ergibt selten mehr als ein paar hundert Flaschen. Obstbrände hängen zusätzlich an der Ernte, Williams und Kirsch fallen je nach Jahr sehr unterschiedlich aus. Für die Etikettierung heißt das: Die Menge steht erst fest, wenn der Brand im Glas ist, und sie ist fast nie rund.
Viele Betriebe führen daneben ein Standardsortiment mit Korn, Gin oder Likör, das ganzjährig läuft. Beides zusammen ergibt ein Etikettenprogramm mit vielen Positionen und stark unterschiedlichen Mengen. Wer hier auf große Auflagen kalkuliert, lagert Etiketten für Brände, die es in dieser Form nicht wieder gibt.
Fasslager, Abfüllung und Handverkauf
Zwischen Brennen und Verkaufen liegt oft eine lange Lagerzeit im Fass oder im Glasballon. Abgefüllt wird dann in Teilmengen, manchmal über Jahre verteilt, und etikettiert wird meist erst kurz vor dem Verkauf. Etiketten müssen deshalb lange lagerfähig bleiben und beim Nachdruck farblich noch zur ersten Lieferung passen.
Der Verkauf läuft in dieser Branche stark über persönlichen Kontakt. Hofladen, Verkostung, Messe und Weihnachtsmarkt sind wichtiger als das Supermarktregal. Dort wird die Flasche in die Hand genommen, gedreht und gelesen. Das Etikett wird also aus zwanzig Zentimetern Entfernung beurteilt, nicht aus zwei Metern.
Wie sich Editionen vom Standard abheben
Fassstärke, Einzelfassabfüllung, Jubiläumsbrand: Sonderabfüllungen gehören in vielen Brennereien fest zum Sortiment. Damit sie ihren Preis rechtfertigen, muss der Unterschied schon vor dem Öffnen sichtbar sein. Die Gestaltung allein reicht dafür selten aus.
Wirksam sind Material und Veredelung. Ein geprägtes Element auf schwerem Papier oder ein durchgehend metallisch schimmernder Untergrund heben eine Edition deutlich ab, ohne dass Sie die Marke neu erfinden. Halten Sie Aufbau und Typografie bei, dann bleibt die Familie erkennbar und die Edition trotzdem besonders. Bei kleinen Mengen lohnt sich das, weil sich der Aufwand auf einen höheren Flaschenpreis verteilt.
Angaben auf Spirituosenflaschen
Welche Angaben auf eine Spirituose gehören, regeln vor allem die EU-Spirituosenverordnung und die LMIV. Typisch sind die rechtliche Bezeichnung, der Alkoholgehalt in Volumenprozent, die Nennfüllmenge, die Losnummer, Name und Anschrift des verantwortlichen Unternehmens und enthaltene Allergene. Zutatenverzeichnis und Nährwertdeklaration sind bei mehr als 1,2 Volumenprozent keine Pflicht.
Bezeichnung, Alkoholgehalt und Nennfüllmenge müssen im selben Sichtfeld stehen. Für die Schrift gilt grundsätzlich eine x-Höhe von mindestens 1,2 mm, auf Flächen unter 80 cm² reichen 0,9 mm. Auf einer schlanken Flasche wird die Aufteilung auf Bauch- und Rückenetikett deshalb schnell zur Rechenaufgabe.
Zur Klarstellung: Unser Datencheck ist kostenlos, prüft aber ausschließlich die technische Druckbarkeit, also Auflösung, Farbraum, Beschnitt und Stanzkontur. Ob Ihre Angaben den spirituosenrechtlichen Vorgaben entsprechen, prüfen wir nicht und können wir nicht zusichern. Diese Verantwortung liegt bei der Brennerei.
Welche Menge zu welchem Anlass passt
Die Übersicht ordnet typische Abfüllungen einer Brennerei den passenden Überlegungen zu.
| Abfüllung | Typische Menge | Worauf es beim Etikett ankommt |
|---|---|---|
| Standardsortiment | Ganzjährig, größere Mengen | Wiedererkennung, gleicher Farbton |
| Obstbrand aus einer Ernte | Wenige hundert Flaschen | Kleine Auflage, Jahrgang gut lesbar |
| Einzelfassabfüllung | Sehr klein, oft unter 300 | Fassnummer und Fassstärke prominent |
| Jubiläum oder Edition | Einmalig, begrenzt | Veredelung als sichtbarer Unterschied |
| Probier- und Miniaturflaschen | Begleitend zum Sortiment | Kleines Format, Angaben lesbar |
Material und Sichtbarkeit des Destillats
Viele Brennereien wollen, dass man den Brand sieht, gerade bei klaren Destillaten und bei Ansätzen mit Frucht im Glas. Ein deckendes Etikett über die gesamte Flaschenbreite nimmt diesen Blick weg. Schmalere Formate oder ein hoher Sitz am Flaschenhals lassen das Produkt selbst wirken.
Umgekehrt braucht ein dunkler Brand im Fass gereift oft das Gegenteil, nämlich eine ruhige Fläche, auf der Schrift und Prägung Halt finden. Naturpapiere geben Farben etwas dunkler wieder als der Bildschirm, deshalb lohnt sich vor der ersten Serie ein Probedruck auf dem tatsächlichen Material.
Was in Brennereien am häufigsten schiefgeht
Der häufigste Fehler ist ein Etikett, das für eine bauchige Flasche entworfen und später auf eine schlanke geklebt wird. Auf wenig gerader Fläche stehen breite Etiketten an den Kanten ab. Legen Sie die Flasche zuerst fest und danach das Format.
Zweitens werden Alkoholgehalt und Losnummer gern erst kurz vor dem Druck ergänzt und drängen sich dann in eine Ecke, in der sie kaum lesbar sind. Planen Sie diese Angaben von Anfang an mit ein. Der dritte Punkt betrifft Nachbestellungen nach längerer Pause: Wenn das Papier zwischenzeitlich gewechselt hat, verschiebt sich der Farbeindruck, auch wenn die Druckdaten identisch sind.
Wenn Sie auch Wein erzeugen
Viele Brennereien sind aus einem Weinbaubetrieb entstanden oder brennen aus eigenem Trester. Für die Etikettierung im Wein gelten andere Angaben und andere Flaschenformen, dafür gibt es eine eigene Beratungsseite für Weingüter. Wer zusätzlich Bier braut, findet die Hinweise bei den Brauereien. Alle weiteren Branchen dieser Produktwelt finden Sie in der Übersicht Branchen Etiketten.
Fragen, die uns Brennereien stellen
Lohnt sich der Druck für eine Einzelfassabfüllung?
Ja, ab 250 Stück je Sorte. Damit lassen sich auch sehr kleine Abfüllungen mit eigenem Etikett versehen, ohne dass Restbestände für ein Fass bleiben, das ausgetrunken ist.
Ist Veredelung bei kleiner Auflage sinnvoll?
Bei Editionen fast immer. Der Aufschlag je Flasche fällt bei höherpreisigen Destillaten weniger ins Gewicht, und die Wirkung im Regal kann beim Griff zur Flasche mitentscheiden.
Wie bekomme ich alle Angaben auf eine schlanke Flasche?
Über die Aufteilung auf Bauch- und Rückenetikett. Bezeichnung, Alkoholgehalt und Nennfüllmenge müssen im selben Sichtfeld stehen, meist also vorn. Die übrigen Angaben können nach hinten. Legen Sie die Schriftgröße fest, bevor Sie das Format bestimmen.
Kann ich mehrere Brände gleichzeitig bestellen?
Ja, alle Brände gehen in eine Bestellung. Sie können auch auf einer gemeinsamen Rolle stehen, dann werden sie abwechselnd gedruckt. Die Mindestmenge von 250 Stück gilt je Sorte, also je Brand.
Prüfen Sie meine Pflichtangaben für Spirituosen?
Nein. Der Datencheck ist kostenlos, aber rein technisch und betrifft Auflösung, Farbraum, Beschnitt und Stanzkontur. Die inhaltliche und rechtliche Richtigkeit verantwortet die Brennerei.
Wie halte ich den Farbton über Jahre gleich?
Bleiben Sie bei einem Material und legen Sie die Farbwerte nach einem Probedruck verbindlich fest. Wechselt das Papier, verschiebt sich der Eindruck, obwohl die Daten unverändert sind.
Gibt es Etiketten, die das Destillat sichtbar lassen?
Ja, über schmalere Formate oder einen höheren Sitz an der Flasche. Gerade bei klaren Bränden und Ansätzen mit Frucht wirkt das Produkt dann selbst.
Wie lange sind Etiketten lagerfähig?
Wie lange eine Rolle lagerfähig ist, hängt vom Material ab und steht im Datenblatt. Lagern Sie die Etiketten trocken, dunkel und in der Originalverpackung. Wenn Sie einen Ansatz über längere Zeit abfüllen, fragen Sie uns vorher nach dem Wert für Ihr Material.
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Innerhalb Deutschlands ist der Versand kostenlos. Wir liefern auch in die EU-Mitgliedstaaten und in die Schweiz. Die Versandkosten für Ihr Lieferland sehen Sie im Bestellvorgang, sobald Sie das Land gewählt haben.
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Zu den Flaschenetiketten Zur Heißfolien-Prägung
Neuer Ansatz oder Edition in Planung? Sagen Sie uns, welche Flasche Sie verwenden, wie groß die Abfüllung wird und ob eine Sonderabfüllung dazukommt. Wir stimmen Format, Material und Veredelung mit Ihnen ab, bevor der Brand ins Glas geht. Telefonisch erreichen Sie uns unter 09721 73073711.
Flyerpilot produziert Drucksachen, Etiketten auf Rolle, Standbodenbeutel
und Werbetechnik in der eigenen Druckerei in Sennfeld bei Schweinfurt. Wir bieten kostenlose Druckdatenprüfung, viele Produkte im 24h- oder 48h-Express und kostenlosen Versand innerhalb Deutschlands. Auch Lieferungen in die EU
und in die Schweiz sind möglich.