Vier Lösungen für Sud, Rücklauf und Regal
Was passt, hängt vom Kreislauf der Flasche ab. Eine Bügelflasche, die zurückkommt, braucht etwas anderes als die Einwegflasche eines Sondersuds für den Onlineshop.
Bier-Etiketten
Das Kernprodukt der Branche, abgestimmt auf die üblichen Flaschenformen und auf die Angaben, die auf ein Bieretikett gehören.
Mehr erfahrenFlaschenetiketten
Für Longneck, NRW-Flasche, Bügelflasche und Steinie. Der Etikettenspiegel entscheidet, wie breit das Etikett werden darf.
Mehr erfahrenAbwaschbare Etiketten
Für Flaschen, die über den Kasten zurückkommen. Der Kleber löst sich in der Waschanlage im heißen Laugenbad.
Mehr erfahrenEtiketten auf Rolle
Die Basis für den Etikettierer. Wickelrichtung und Rollenkern legen Sie einmal fest und behalten sie bei jeder Nachbestellung bei.
Mehr erfahrenWie Brauereien ihr Sortiment planen
Eine Brauerei lebt von zwei Sortimenten gleichzeitig. Das Stammsortiment mit Hell, Pils und Weizen läuft ganzjährig in großen Mengen und ändert sich über Jahre kaum. Daneben stehen Saisonbiere und Sondersude, oft nur ein einziger Braukessel, manchmal ein paar hundert Flaschen für den Hofverkauf oder eine Zusammenarbeit mit einer anderen Brauerei.
Für die Etikettierung sind das zwei Welten. Das Stammsortiment verträgt hohe Auflagen, weil sich am Motiv jahrelang nichts ändert. Beim Sondersud dagegen darf die Etikettenmenge nicht größer sein als der Sud, sonst liegt der Rest im Regal und wird nie gebraucht. Genau deshalb ist eine niedrige Mindestmenge in dieser Branche wichtiger als der letzte Cent im Stückpreis.
Der Kreislauf der Flasche
Kaum eine andere Branche schickt ihre Verpackung so konsequent im Kreis. Der Kasten geht in den Getränkemarkt, kommt Wochen später zurück, und die Flaschen laufen durch die Waschanlage. Was dort nicht rückstandsfrei abgeht, kostet Zeit und verstopft die Siebe. Ein permanent haftendes Etikett auf einer Rücklaufflasche ist deshalb ein teurer Fehler.
Anders sieht es beim Direktverkauf aus. Wer Sondersude im Onlineshop verkauft oder im Hofladen abgibt, arbeitet oft mit Einwegflaschen, die nie zurückkommen. Dort darf das Etikett dauerhaft halten, und die Optik bekommt mehr Gewicht als die Ablösbarkeit. Viele Brauereien fahren beides parallel und brauchen deshalb zwei unterschiedliche Klebstoffe im Haus.
Vom Kühlraum bis zum Biergarten
Bier steht selten trocken. Im Kühlraum beschlägt die Flasche bei jedem Öffnen der Tür, im Biergarten steht sie im Eiskübel, und auf dem Tisch bildet sich Kondenswasser, sobald die Sonne draufscheint. Dazu kommt der Griff mit nasser Hand, der ein aufgeweichtes Papieretikett schnell aufreißt.
Auf Festen wird die Belastung noch größer. Kästen stehen im Freien, Flaschen liegen in Wannen mit Eiswasser, und der Transport auf holprigen Wegen scheuert die Etiketten aneinander. Wer sein Bier vor allem auf Veranstaltungen verkauft, sollte das Material danach auswählen und nicht nach dem Eindruck im trockenen Lager.
Was auf ein Bieretikett gehört
Welche Angaben auf ein Bier gehören, regelt vor allem die LMIV. Typisch sind Bezeichnung, Nettofüllmenge, Mindesthaltbarkeitsdatum, Losnummer, Name und Anschrift des verantwortlichen Unternehmens, der Alkoholgehalt und der Hinweis auf Allergene wie Gerste oder Weizen. Bezeichnung, Nettofüllmenge und Alkoholgehalt müssen im selben Sichtfeld stehen. Zutatenverzeichnis und Nährwertdeklaration sind bei mehr als 1,2 Volumenprozent keine Pflicht, bei alkoholfreiem Bier dagegen schon. Für die Schrift gilt grundsätzlich eine x-Höhe von mindestens 1,2 mm, auf Flächen unter 80 cm² reichen 0,9 mm.
Viele Brauereien führen zusätzlich Stammwürze, Hopfensorte und die Nummer des Suds auf, weil Kundschaft mit Interesse an Craft-Bier genau darauf achtet.
Zur Klarstellung: Unser Datencheck ist kostenlos, prüft aber ausschließlich die technische Druckbarkeit, also Auflösung, Farbraum, Beschnitt und Stanzkontur. Ob Ihre Pflichtangaben vollständig und rechtlich korrekt sind, prüfen wir nicht. Diese Verantwortung liegt bei Ihnen als Brauerei, holen Sie sich im Zweifel fachlichen Rat, bevor die Serie läuft.
Welcher Weg welche Anforderung stellt
Die Übersicht ordnet die typischen Vertriebswege einer Brauerei den Anforderungen an das Etikett zu.
| Vertriebsweg | Gebinde | Anforderung an das Etikett |
|---|---|---|
| Getränkemarkt und Kasten | Mehrwegflasche im Rücklauf | Muss sich in der Waschanlage lösen |
| Hofverkauf und Brauereiladen | Einzelflasche, oft Bügelverschluss | Optik und Haptik zählen |
| Onlineshop und Versand | Einwegflasche im Karton | Glatt anliegen, Kanten nicht abstehend |
| Gastronomie | Flasche im Eiskübel | Folie oder nassfestes Premiumpapier |
| Feste und Veranstaltungen | Kästen im Freien, Eiswasser | Dauerfeuchte und mechanische Belastung |
Material, Optik und Feuchtigkeit
Viele Brauereien wollen die klassische Anmutung von Papier, weil sie zur Tradition des Hauses passt. Das funktioniert gut, solange die Flasche trocken bleibt oder nur kurz Spritzwasser abbekommt. Steht dieselbe Flasche dauerhaft im Eiswasser, brauchen Sie ein anderes Material. Eine PP-Folie nimmt kein Wasser auf und behält ihre Form. Wer beim Papier bleiben möchte, wählt das nassfeste Premiumpapier, es ist laut Datenblatt beständig gegen Eintauchen in Wasser und Eis.
Für Sondersude und Jubiläumsabfüllungen lohnt sich der Blick auf Veredelung. Metallische Effekte oder ein tastbarer Untergrund heben die Sonderabfüllung im Regal deutlich vom Stammsortiment ab, ohne dass Sie die Gestaltung komplett umbauen müssen. Prüfen Sie die Farbwirkung vorher am echten Material, denn Naturpapiere schlucken Farbe stärker als der Bildschirm zeigt.
Was in Brauereien am häufigsten schiefgeht
Der Klassiker ist das falsche Etikett auf der Rücklaufflasche, meist weil für den Sondersud kurzfristig Material aus dem Bestand genommen wurde. Die Flaschen kommen zurück, und die Waschanlage bekommt die Reste nicht ab.
Der zweite Fehler betrifft die Breite. Auf der NRW-Flasche steht mehr gerade Fläche zur Verfügung als auf einer bauchigen Bügelflasche, und ein Etikett, das auf der einen sitzt, wirft auf der anderen Falten. Der dritte Punkt ist der Wechsel des Flaschenlieferanten, denn Oberfläche und Wölbung können sich unterscheiden, ohne dass es im Datenblatt auffällt.
Wenn Sie auch alkoholfrei abfüllen
Viele Brauereien füllen zusätzlich Limonaden, Schorlen oder Wasser ab, teils für den eigenen Ausschank, teils als Lohnabfüllung. Für diesen Bereich gibt es eine eigene Beratungsseite für Getränkehersteller. Wer zusätzlich Spirituosen brennt, findet die Hinweise bei den Brennereien, und für die Abfüllung im Auftrag gibt es die Seite für Lohnabfüller. Alle weiteren Branchen dieser Produktwelt finden Sie in der Übersicht Branchen Etiketten.
Fragen, die uns Brauereien stellen
Welche Etiketten brauche ich für Rücklaufflaschen?
Abwaschbare Etiketten. Ihr Kleber löst sich in der Waschanlage im heißen Laugenbad. Permanent haftende Etiketten gehören nur auf Einwegflaschen.
Lohnen sich Etiketten für einen einzelnen Sondersud?
Ja, ab 250 Stück je Sorte. Damit passt die Etikettenmenge zum Sud, und Sie behalten keine Restbestände für ein Bier, das es so nie wieder gibt.
Wie breit darf das Etikett auf einer Bügelflasche sein?
Entscheidend ist der gerade Bereich der Flasche, der Etikettenspiegel. Bauchige Bügelflaschen bieten weniger davon als eine NRW-Flasche. Messen Sie am echten Gebinde aus und lassen Sie an beiden Seiten Sicherheitsabstand.
Hält Papier im Eiskübel?
Es kommt auf das Papier an. Das nassfeste Premiumpapier ist laut Datenblatt beständig gegen Eintauchen in Wasser und Eis. Alternativ wählen Sie PP-Folie, sie nimmt kein Wasser auf.
Kann ich mehrere Biersorten gleichzeitig bestellen?
Ja, alle Sorten gehen in eine Bestellung. Sie können auch auf einer gemeinsamen Rolle stehen, dann werden sie abwechselnd gedruckt. Die Mindestmenge von 250 Stück gilt je Sorte.
Muss der Alkoholgehalt auf das Etikett?
Ja, bei Bier gehört der Alkoholgehalt zu den Pflichtangaben, im selben Sichtfeld wie Bezeichnung und Nettofüllmenge. Ebenso Pflicht ist der Hinweis auf glutenhaltiges Getreide. Die vollständige Prüfung Ihrer Angaben nehmen wir nicht vor, das bleibt Aufgabe der Brauerei.
Was brauchen Sie für meine Etikettiermaschine?
Wickelrichtung, Innendurchmesser des Rollenkerns und den maximalen Außendurchmesser der Rolle. Den Außendurchmesser schicken Sie uns per E-Mail, wir berücksichtigen ihn in der Produktion. Einmal sauber ermittelt, geben Sie die Werte bei jeder Nachbestellung gleich an.
Wie prüfe ich die Farbwirkung vorab?
Über einen Probedruck auf dem echten Material mit der echten Stanzung. Gerade bei Naturpapieren und bei dunklen Sudfarben lohnt sich das, weil der Bildschirm die Wirkung auf ungestrichenem Papier nicht abbildet.
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Sondersud geplant oder Stammsortiment im Umbau? Sagen Sie uns, welche Flaschenform Sie verwenden, ob die Gebinde zurückkommen und wie verkauft wird. Wir stimmen Material, Kleber und Format mit Ihnen ab, bevor der Sud fertig ist. Telefonisch erreichen Sie uns unter 09721 73073711.
Flyerpilot produziert Drucksachen, Etiketten auf Rolle, Standbodenbeutel
und Werbetechnik in der eigenen Druckerei in Sennfeld bei Schweinfurt. Wir bieten kostenlose Druckdatenprüfung, viele Produkte im 24h- oder 48h-Express und kostenlosen Versand innerhalb Deutschlands. Auch Lieferungen in die EU
und in die Schweiz sind möglich.