Vier Lösungen für Produktion, Lager und Kühlkette
Welche Etikettenart passt, hängt weniger vom Produkt selbst ab als von seiner Umgebung. Trockene Ware im Regal stellt andere Anforderungen als ein Beutel im Froster oder ein Glas, das im Kühlschrank beschlägt.
Lebensmittel-Etiketten
Die Grundlage für alles, was in den Verkauf geht. Genug Fläche für Zutaten, Nährwerte und Allergene, ohne dass die Gestaltung erdrückt wird.
Mehr erfahrenEtiketten auf Rolle
Die Grundform für Hand- und Maschinenauftrag. Wickelrichtung und Rollenkern legen Sie passend zu Ihrem Spender oder Etikettierer fest.
Mehr erfahrenPapier-Etiketten
Natürliche Anmutung für trockene Ware wie Mehl, Müsli, Nudeln oder Gewürze. Mit Platz für Chargennummer und Abfülldatum.
Mehr erfahrenTiefkühletiketten
Für alles, was tiefgekühlt gelagert oder versendet wird. Etikettiert wird bei Plusgraden, erst danach geht die Ware in den Froster.
Mehr erfahrenWie Lebensmittelbetriebe produzieren
Lebensmittelhersteller arbeiten fast nie mit einem einzigen Produkt. Eine Manufaktur führt schnell zehn bis dreißig Sorten, dazu saisonale Editionen und Probiergrößen. Jede Sorte braucht ihre eigene Kennzeichnung, weil Zutaten, Nährwerte und Gewicht sich unterscheiden. Genau daraus entsteht der typische Konflikt: viele Varianten, aber je Variante nur eine überschaubare Menge.
Dazu kommt die Chargenlogik. Produziert wird, was Rohware und Saison hergeben, und nicht selten ändert sich die Rezeptur zwischen zwei Chargen leicht. Wer dann eine Jahresmenge Etiketten im Lager hat, wirft sie weg. Kleine Auflagen sind in dieser Branche deshalb kein Kompromiss, sondern die wirtschaftlich richtige Entscheidung.
Der Alltag zwischen Abfüllung, Lager und Regal
Etikettiert wird in vielen Betrieben von Hand, oft direkt nach dem Abfüllen und häufig noch, während das Glas warm ist. Warme oder feuchte Oberflächen sind für Klebstoffe die schwierigste Ausgangslage, weil sich Kondenswasser zwischen Behälter und Etikett setzt. Entscheidend sind die Temperatur des Behälters, eine trockene Oberfläche und die Mindestverklebetemperatur des Klebstoffs, die im Datenblatt steht.
Danach beginnt die zweite Belastungsprobe. Im Lager schwankt die Temperatur, im Kühlregal beschlägt das Glas bei jeder Entnahme, und im Versandkarton scheuern die Produkte aneinander. Ein Etikett, das im Betrieb perfekt aussah, kann beim Kunden wellig ankommen. Deshalb lohnt es sich, den kompletten Weg des Produkts durchzugehen, bevor Sie das Material festlegen.
Vertriebswege vom Hofladen bis zum Onlineversand
Der Vertriebsweg verändert die Anforderungen an das Etikett stärker, als viele erwarten. Im eigenen Hofladen zählt vor allem der erste Eindruck, weil Sie ohnehin daneben stehen und erklären können. Im Handelsregal steht Ihr Produkt dagegen allein neben zwanzig anderen und muss aus zwei Metern Entfernung erkennbar sein.
Im Onlineversand kommt eine dritte Ebene dazu. Hier wird das Etikett fotografiert, gescannt und beim Auspacken beurteilt. Händler verlangen häufig einen Barcode, und über die Chargennummer lässt sich jede Einheit zurückverfolgen, auch wenn mehrere Handelsstufen zwischen Ihnen und dem Endkunden liegen. Wer beide Wege bedient, plant das Etikett von Anfang an für den anspruchsvolleren Kanal.
Pflichtangaben und wer dafür geradesteht
Welche Angaben auf ein vorverpacktes Lebensmittel gehören, regelt vor allem die LMIV. Typisch sind Bezeichnung, Zutatenverzeichnis mit hervorgehobenen Allergenen, Nettofüllmenge, Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum, Name und Anschrift des verantwortlichen Unternehmens und in vielen Fällen die Nährwertdeklaration. Dazu kommt meist eine Los- oder Chargennummer. Sie kann entfallen, wenn das Datum mindestens Tag und Monat unverschlüsselt nennt.
Für die Schrift gilt eine x-Höhe von mindestens 1,2 mm. Bei Verpackungen, deren größte Fläche unter 80 cm² liegt, reichen 0,9 mm. Je nach Produkt gibt es Ausnahmen und Sonderregeln.
Wichtig für die Zusammenarbeit mit uns: Wir prüfen Ihre Daten kostenlos, aber ausschließlich technisch. Wir sehen uns Auflösung, Farbraum, Beschnitt und Stanzkontur an. Ob Ihre Pflichtangaben vollständig und rechtlich korrekt sind, prüfen wir nicht, dafür bleiben Sie als Hersteller verantwortlich. Sprechen Sie im Zweifel mit einem Fachbüro für Lebensmittelkennzeichnung, bevor die Serie läuft.
Feste Gestaltung, wechselnde Charge
Name, Gestaltung und Pflichttexte bleiben von Charge zu Charge gleich. Mindesthaltbarkeit und Chargennummer ändern sich dagegen mit jeder Produktion. Deshalb lohnt es sich, beides zu trennen: Das Hauptmotiv wird vorgedruckt, Datum und Charge kommen erst bei Ihnen dazu.
Für den Aufdruck mit einem Thermotransferdrucker können Sie zu Ihren Lebensmitteletiketten einen TT-Lack mitbestellen. So bleibt Ihr Etikettenbestand nutzbar, auch wenn sich nur das Datum ändert.
Welche Umgebung das Etikett aushalten muss
Die folgende Übersicht zeigt, welche Belastung in welchem Produktbereich typisch ist. Sie ersetzt keine Beratung, hilft aber beim Vorsortieren.
| Produktbereich | Typische Umgebung | Belastung für das Etikett |
|---|---|---|
| Trockenware wie Mehl, Müsli, Gewürze | Regal bei Raumtemperatur | Gering, Optik und Lesbarkeit zählen |
| Aufstriche, Saucen, Öle | Glas, teils fettige Oberfläche | Fett und Handkontakt |
| Frischeprodukte | Kühlregal, Kondenswasser | Feuchtigkeit, Papier kann sich wellen |
| Tiefkühlware | Froster bei Minusgraden | Vor dem Einfrieren etikettieren |
| Mehrwegglas | Reinigung im Laugenbad | Abwaschbarer Kleber, löst sich ab |
| Ware für den Handel | Scannerkasse, mehrere Handelsstufen | Barcode muss sauber lesbar bleiben |
Materialien und Klebstoffe im Lebensmittelbereich
Bei der Materialwahl entscheidet zuerst die Feuchtigkeit. Papier wirkt natürlich und passt zu handwerklich positionierten Produkten, es nimmt aber Wasser auf und wellt sich im Kühlregal. Folie nimmt kein Wasser auf und bleibt deshalb auch bei Kondenswasser formstabil. Unsere Etiketten sind für die Außenseite der Verpackung gedacht, nicht für den direkten Kontakt mit dem Lebensmittel.
Zweiter Punkt ist der Klebstoff selbst. Permanent haftende Etiketten bleiben dauerhaft auf der Verpackung, ablösbare und abwaschbare Varianten sind für Mehrwegbehälter gedacht, die nach der Reinigung wieder befüllt werden. Entscheidend ist auch die Temperatur beim Aufbringen. Die PP-Folie weiß glänzend etwa verlangt laut Datenblatt mindestens plus 5 Grad am Untergrund.
Von Hand oder mit der Etikettiermaschine
Kleine Chargen und Manufakturen etikettieren häufig von Hand, oft mit einem einfachen Spender. Sobald eine Abfülllinie läuft, übernimmt meist eine Etikettiermaschine. Dann muss die Rolle zur Maschine passen.
Rollenkern und Wickelrichtung legen Sie bei der Bestellung fest. Prüfen Sie beides vorher an Ihrem Gerät. Alles Weitere zum Rollenaufbau finden Sie bei den Etiketten auf Rolle.
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht
Der häufigste Fehler ist die zu kleine Schrift im Zutatenverzeichnis, weil das Etikettenformat vor dem Text festgelegt wurde. Legen Sie umgekehrt fest: erst die Pflichtangaben in lesbarer Größe setzen, dann das Format bestimmen.
Zweiter Klassiker sind Etiketten, die auf dem noch warmen Glas aufgebracht werden und sich nach dem Abkühlen an den Kanten lösen. Der dritte ist der Barcode, der aus gestalterischen Gründen verkleinert oder farbig hinterlegt wird, bis die Kasse ihn nicht mehr liest. Ein Probedruck auf dem echten Material zeigt solche Punkte, bevor die ganze Serie davon betroffen ist.
Wenn Sie zusätzlich Beutel brauchen
Viele Betriebe füllen nicht nur in Gläser, sondern auch in Beutel ab, etwa bei Müsli, Trockenfrüchten oder Nüssen. Für diesen Bereich gibt es eine eigene Beratungsseite mit Standbodenbeuteln und Flexible-Verpackungen für Lebensmittelhersteller. Für Honig und Kaffee gibt es eigene Beratungsseiten: Etiketten für Imkereien und Etiketten für Kaffeeröstereien. Alle weiteren Branchen dieser Produktwelt finden Sie in der Übersicht Branchen Etiketten.
Fragen, die uns Lebensmittelhersteller stellen
Welche Angaben müssen auf ein Lebensmitteletikett?
Typisch sind Bezeichnung, Zutaten mit hervorgehobenen Allergenen, Nettofüllmenge, Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum, Name und Anschrift, meist die Nährwertdeklaration und eine Losnummer. Die Schrift braucht mindestens 1,2 mm x-Höhe, auf kleinen Verpackungen 0,9 mm. Was genau für Ihr Produkt gilt, hängt von Ausnahmen und Sonderregeln ab.
Prüfen Sie, ob meine Pflichtangaben vollständig sind?
Nein. Unser Datencheck ist kostenlos, aber rein technisch, er betrifft Auflösung, Farbraum, Beschnitt und Stanzkontur. Die inhaltliche und rechtliche Richtigkeit der Kennzeichnung liegt beim Hersteller.
Welches Material passt für Produkte im Kühlregal?
Im Kühlregal entsteht Kondenswasser, deshalb ist Folie meist die sicherere Wahl. Papier wellt sich dort mit der Zeit. Bei Tiefkühlware gilt: erst bei Plusgraden etikettieren, dann einfrieren. Die PP-Folie weiß glänzend ist laut Datenblatt von minus 30 bis plus 90 Grad beständig.
Kann ich mehrere Sorten gleichzeitig bestellen?
Ja, Sie können mehrere Sorten in einer Bestellung aufgeben. Sie können auch auf einer gemeinsamen Rolle stehen, dann werden die Sorten abwechselnd gedruckt. Die Mindestmenge von 250 Stück gilt je Sorte.
Kann ich MHD und Chargennummer später aufdrucken?
Ja, mit einem Thermotransferdrucker. Bestellen Sie dazu den TT-Lack mit, dann drucken Sie Datum und Charge nach der Produktion selbst auf das vorgedruckte Etikett.
Ab welcher Menge lohnt sich der Druck?
Ab 250 Stück je Sorte. Das passt zu Manufakturen, die viele Sorten in kleinen Chargen führen, und Sie binden sich nicht an eine Jahresmenge, die nach einer Rezepturänderung unbrauchbar wird.
Was ist bei Sonderformen zu beachten?
Runde, ovale und individuell gestanzte Formen sind ohne Werkzeugkosten möglich, weil wir mit Laserschnitt arbeiten. Wichtig ist ein ausreichender Sicherheitsabstand der Pflichtangaben zur Stanzkante, sonst wird es an den Rändern eng.
Wie stelle ich sicher, dass der Barcode gelesen wird?
Barcode nicht verkleinern, ausreichend Ruhezone lassen und für den Hintergrund einen hellen, für die Balken einen dunklen Ton wählen. Farbige Balken oder invertierte Darstellungen sind die häufigste Ursache für Lesefehler an der Kasse.
Kann ich vorab ein Muster bekommen?
Ja, über einen Probedruck erhalten Sie ein echtes Etikett in Originalgröße auf dem Originalmaterial mit der Originalstanzung. Gerade bei Papier lohnt sich das, weil Farben auf Naturpapieren anders wirken als auf dem Bildschirm.
Liefern Sie auch ins Ausland?
Innerhalb Deutschlands ist der Versand kostenlos. Wir liefern auch in die EU-Mitgliedstaaten und in die Schweiz. Die Versandkosten für Ihr Lieferland sehen Sie im Bestellvorgang, sobald Sie das Land gewählt haben.
Bestellen oder beraten lassen
Wenn Sie wissen, was Sie brauchen, berechnen Sie den Preis direkt im Konfigurator.
Zu den Lebensmitteletiketten Zu Etiketten auf Rolle
Wenn Sie bei Material oder Klebstoff unsicher sind, sagen Sie uns, was Sie abfüllen, wie gelagert wird und ob von Hand oder maschinell etikettiert wird. Wir empfehlen Ihnen das passende Material und den richtigen Klebstoff, bevor Sie bestellen. Sie erreichen uns unter 09721 73073711.
Flyerpilot produziert Drucksachen, Etiketten auf Rolle, Standbodenbeutel
und Werbetechnik in der eigenen Druckerei in Sennfeld bei Schweinfurt. Wir bieten kostenlose Druckdatenprüfung, viele Produkte im 24h- oder 48h-Express und kostenlosen Versand innerhalb Deutschlands. Auch Lieferungen in die EU
und in die Schweiz sind möglich.